Fußball-Landesliga

Mit Sonsbeck wartet der nächste Favorit auf Fichte Lintfort

Robin von Radecke (links, rotes Trikot), hier im Duell mit den Spielern des 1. FC Mönchengladbach, tritt am heutigen Mittwoch mit TuS Fichte Lintfort zum Derby beim SV Sonsbeck an. Seine Mannschaft ist auf dem Papier Außenseiter, hofft aber auch eine Überraschung.

Robin von Radecke (links, rotes Trikot), hier im Duell mit den Spielern des 1. FC Mönchengladbach, tritt am heutigen Mittwoch mit TuS Fichte Lintfort zum Derby beim SV Sonsbeck an. Seine Mannschaft ist auf dem Papier Außenseiter, hofft aber auch eine Überraschung.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  In der Fußball-Landesliga galt der 1. FC Mönchengladbach als Favorit – doch Fichte Lintfort siegt. Jetzt muss Fichte beim SV Sonsbeck ran.

Es war die erste Überraschung der noch jungen Saison. Viele hatten in der Fußball-Landesliga den 1. FC Mönchengladbach (13.) zu einem der großen Favoriten erklärt. Doch die Gladbacher strauchelten beim TuS Fichte Lintfort (7.). Die Lintforter wollen da weitermachen, wo sie am vergangenen Samstag aufgehört haben: favorisierte Mannschaften ärgern. Nun wartet am heutigen Mittwoch, 14. August, der SV Sonsbeck (8.). Anstoß ist an der Parkstraße um 20 Uhr.

Leicht wird das nicht. Und mit einer gewöhnlichen Leistung erst recht. „Wir müssen wieder unser komplettes Potenzial und 120 Prozent Leistung zeigen“, sagte Fichte-Trainer Sven Schützek. „Alles darunter reicht nicht. Sollten wir das aber schaffen, ist ein Punkt drin.“ Vom ersten Auftritt der Sonsbecker sollte man sich nicht blenden lassen. Zum Auftakt der neuen Saison holten der SVS nur ein Remis beim TSV Meerbusch II. Trainer Heinrich Losing weiß, dass seine Mannschaft noch nicht in der Form ist, die sie benötigt, um am Ende der Saison ganz oben zu stehen. „Kämpferisch war das in Ordnung, nur müssen wir uns spielerisch noch verbessern“, sagte Losing. Aus der Vorbereitungszeit müssen zudem ein paar Spieler des letztjährigen Tabellenvierten noch Verletzungen auskurieren.

Freundschaft ruht für 90 Minuten

Losing und Schützek, das ist auch so eine Geschichte des Derbys. Beide kennen sich aus gemeinsamer Zeit beim SV Hönnepel-Niedermörmter – und sind gut befreundet. „Die Freundschaft wird für 90 Minuten ruhen“, betonte Schützek. Losing weiß also, was ihn erwartet. Nicht nur wegen der Freundschaft.

Das Linforter Spiel gegen Mönchengladbach verfolgte er am Samstag am Spielfeldrand. „Das ist eine gute Mannschaft, die sich mit erfahrenen Spielern verstärkt hat“, analysierte Losing. „Sie haben gegen Mönchengladbach ein Ausrufezeichen gesetzt.“ Die Sonsbecker erwarte eine schwere Aufgabe. „Das wussten wir aber auch schon vorher“, meinte Losing.

Ähnliches sagt auch Schützek über einen der großen Aufstiegsfavoriten: Eine gute Mannschaft. Mit einer guten Spielidee. Entsprechend schwierig sei die Aufgabe.

Trotzdem: Vielleicht straucheln ja die Sonsbecker nach dem Auftakt-Unentschieden ein weiteres Mal. Und es ist auch nicht ganz unwahrscheinlich, dass der SVS am kommenden Sonntag beim Tabellenführer SC Kapellen antreten muss – das erste große Landesliga-Spitzenspiel schon am dritten Spieltag. Ein Fehlstart droht und der Verlust von wichtigen Zählern im Aufstiegsrennen, die am Ende weh tun könnten. Die Lintforter haben da am Sonntag deutlich leichteres Spiel und empfangen die Holzheimer SG. „Der Druck liegt bei Sonsbeck“, sagt Sven Schützek. Seine Elf geht ebenfalls nicht in Top-Besetzung an den Start. Kevin Zola Katendi ist angeschlagen, bis zum Anpfiff könnte es eng werden. Und auch Simon Poschmann ist nicht ganz fit.

Nicht ins offene Messer laufen

Also wird die Taktik ähnlich sein, wie am Samstag? Hinten dicht gestaffelt und kompakt stehen, nach vorne schnell umschalten? „Könnte sein“, sagte Schützek und wollte natürlich nicht viel von seiner Taktik preisgeben. „Was ich aber sagen kann: Wir wollen am Mittwoch nicht ins offene Messer laufen.“ Und verwies erneut darauf, was seine Elf gegen Gladbach stark gemacht hat: die mannschaftliche Geschlossenheit. Das Ziel heißt deshalb wieder: 120 Prozent.

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