100 Jahre SV Orsoy

Klaus Fischer kickt auch in Orsoy wie in alten Zeiten

Noch immer brilliert Klaus Fischer mit seiner perfekten Schusstechnik. Dem Vize-Weltmeister von 1982 gelang bereits in der dritten Minute der Partie das erste Tor beim 17:2-Sieg der Schalker Traditionsmannschaft gegen die Oldies des SV Orsoy

Noch immer brilliert Klaus Fischer mit seiner perfekten Schusstechnik. Dem Vize-Weltmeister von 1982 gelang bereits in der dritten Minute der Partie das erste Tor beim 17:2-Sieg der Schalker Traditionsmannschaft gegen die Oldies des SV Orsoy

Foto: Fischer, Armin

Orsoy.   Das ist ein tolles Geburtstagsgeschenk, zum 100-jährigen Bestehen des SV Orsoy: Die Traditionsmannschaft vom FC Schalke 04 spielt munter auf.

Das war ein tolles Geburtstagsgeschenk, welches die prominent besetzte Traditionsmannschaft des FC Schalke 04 anlässlich des hundertjährigen Vereinsbestehens des SV Orsoy mit in das kleine Rheinstädtchen brachte.

Die „Knappen“, angereist mit einem komfortablen Reisebus, natürlich in königsblauer Farbgebung, kamen nahezu in Bestbesetzung zum SV Orsoy. Gerald Asamoah und Klaus Fischer waren dann vor allem auch das Ziel der kleinen und großen Autogrammjäger auf der Platzanlage am Gildenkamp. Keine – oder eben allzu viele – Geschenke verteilten die Oldies aus Gelsenkirchen auf dem grünen Rasen. Mit 17:2 (7:0) „fertigten“ sie die Altherren des Geburtstagsvereins ab.

Mit diesem Ergebnis durchkreuzten die Königsblauen dann auch den Tipp des Orsoyer 2. Vorsitzenden Rolf Rothgang. „Weniger Gegentore als beim Schalker Auftritt beim SV Sonsbeck“, tippte Rothgang, selbst eingefleischter Schalke-Fan, seit 30 Jahren Dauerkarten-Inhaber in Gelsenkirchen und bereits zum dritten Mal „Strippenzieher“ des S04-Gastspiels in Orsoy. In Sonsbeck hatten die Knappen mit 12:1 vor Wochenfrist gewonnen. Womit Rothgang nicht rechnen konnte, war die kurzfristige Zusage von Fischer und Asamoah, in Orsoy aufzulaufen. „Beide haben ja in Sonsbeck nicht gespielt“, verteidigte der 2. SVO-Vorsitzende seinen völlig misslungenen Tipp. „Aber der Auftritt der beiden war sicherlich für die Orsoyer Zuschauer ein besonderes Highlight“, so Rothgang weiter.

Triumphmarsch aus der Verdi-Oper

Begleitet vom Triumphmarsch aus der Verdi-Oper Aida betraten beide Mannschaften samt Einlaufkindern und Schiedsrichtergespann das bestens hergerichtete Geläuf am Gildenkamp. Und nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Mirko Fertykowski mussten die Zuschauer nicht lange auf das erste Tor der Königsblauen warten. Nach einem gekonnten Zuspiel von Martin Max traf der 69-jährige Klaus Fischer ins Netz. Da waren gerade einmal drei Minuten gespielt. In der ersten Halbzeit war es vor allem Gerald Asamoah, der den Tipp von Rothgang zunichte machte.

Binnen einer Viertelstunde verbuchte der 41-Jährige einen lupenreinen Hattrick und schraubte bis zum Halbzeitpfiff das Ergebnis auf 7:0 hoch. Zuvor hatten Simon Talarek (2) und Christian Mikolajczak getroffen. Beim zweiten Treffer der Asamoah-Gala half der Unparteiische allerdings mit. Schiri Fertykowski und der ehemalige Nationalspieler dürften froh gewesen sein, dass es am Gildenkamp noch keinen Videobeweis gibt.

Nach dem 8:0 durch René Lewejohann duften dann auch einmal die Anhänger des Geburtstagsvereins jubeln. Björn Wenzel, so etwas wie ein Orsoyer Urgestein und mit 37 Jahren auch noch immer Spieler der ersten Mannschaft in der Kreisliga A, traf zum ersten Mal und überwand mit einem strammen Schuss den ansonsten nahezu beschäftigungslosen Schalker Torhüter Oliver Reck.

Der Schalker Kreisel brummt

Doch der Schalker Kreisel brummte weiter auf vollen Touren und erfolgreich. Christian Mikolajczak (2), Sven Laumann (2), Andre Dohm, Asamoah, Carsten Marquardt, Benjamin Wingeter und Talarek schraubten das Ergebnis auf 17:1. Der Orsoyer Sebastian Diebels war es dann, der den Schlusspunkt einer unterhaltsamen Partie setzte. Beim zweiten Gegentor allerdings waren die Schalker schon in Gedanken beim Büffet, das der Jubilar als Dank an alle Akteure ausrichtete.

Zahlreiche Helferinnen und Helfer mit dem Vereins-Vorsitzenden Philipp Berndtsen als Stadionsprecher an der Spitze sorgten für einen angenehmen Aufenthalt samt Rundum-Verpflegung auf der Platzanlage, der noch weit bis in die Abendstunden reichte.

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