Leichtathletik

Julian Kambartel vom Moerser TV springt mit dem Stab zur DM

Die Mädels der MTV-U16-Staffel: (von links) Marlene Fenster, Hannah Paulukuhn, Svenja Kompalla und Lynn Gramse.

Die Mädels der MTV-U16-Staffel: (von links) Marlene Fenster, Hannah Paulukuhn, Svenja Kompalla und Lynn Gramse.

Foto: Kato Kambartel / MTV

Moers.  Die NRW-Leichtathletik-Meisterschaften U16/U18/U20 starten mit den Ruhr Games, der Stabhochsprung im Landschaftspark Nord. Mit dem Moerser TV.

Während die NRW-Jugend-Leichtathletik-Meisterschaften der Jahrgänge U16, U18 und U20 mit den Ruhr Games in Duisburg zusammengefasst worden waren, wurde der Stabhochsprung-Wettbewerbe ausgelagert. Aber innerhalb Duisburgs. Der ging nämlich am ersten Wettkampftag vor der beeindruckenden Kulisse des Landschaftsparks Nord über die Bühne. Und die schien Leichtathletik-Talent Julian Kambartel (M15) vom Moerser TV zu beflügeln.

Angereist mit einer Bestleistung von 3,50 Metern und der sechstbesten Vorleistung hatte er die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft als Ziel ausgegeben. Doch das rückte nach auf Anhieb übersprungenen 3,20 m und 3,30 m bei 3,40 m kurzfristig in weite Ferne. Der Publikumsandrang und der Anlauf auf dem Laufsteg brachten den jungen MTV-Mehrkämpfer etwas aus dem Tritt. Doch im dritten Versuch blieb die Latte oben liegen.

Mit dem härteren Stab

Nun schnappte sich Kambartel einen härteren Stab und sprang jeweils im ersten Versuch über 3,50 m und 3,60 m. Die DM-Quali war damit geschafft. Doch da ging noch mehr. Der Moerser flog nun auch noch im ersten Versuch über die 3,70 m, war damit bereits Vierter. Zwei Kontrahenten verzichteten nun aber auf die Folgehöhe, so musste Julian Kambartel ohne Pause wieder ran, riss die 3,75 m zweimal und behielt seinen dritten und letzten Versuch für die 3,80 Meter. Doch der Wettkampf war lange und anstrengend, die Latte fiel – Platz vier und die DM-Quali waren im Sack.

Seine Vereinskollegen mischten derweil das Leichtathletik-Stadion im Sportpark Wedau auf, wobei Timo Schmidt nicht gut drauf war. Nach seinem zweiten Platz über 80 Meter Hürden bei den Nordrheinmeisterschaften blieb er in Duisburg an der zweiten Hürde hängen und beendete den Wettkampf bereits im im Vorlauf.

Als zweiter Läufer der 4x100 m Staffel klappte es am Folgetag deutlich besser. Mit Julian Kambartel, Timo Schmidt, Florian Drev, und Michelson Wenzel knackte die U16-Staffel in 46,41 Sekunden den MTV-Vereinsrekord, verbesserte sich um exakt eine Sekunde und landete auf dem dritten Platz. Jetzt hofft das Quartett mit solch einer Zeit bei den Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen in Bremen im Endlauf zu stehen. „Vergangenes Jahr hätte die Zeit für den Einzug in den DM-Endlauf gereicht“, so MTV-Trainerin Sabine Kambartel.

Für die U16-Schülerinnen-Staffel standen hingegen sichere Wechsel im Vordergrund. Marlene Fenster, Hannah Paulukuhn, Svenja Kompalla und Lynn Gramse machten das prima, wurden in 51,07 Sekunden Fünfte – verpassten damit aber unfassbar knapp die geforderten glatten 57 Sekunden für die Quali zur Deutschen Meisterschaften.

Schließlich zeigte Michelson Wenzel (M15) wie schnell er ist. Nach nur einem Jahr bei den MTV-Leichtathleten knackte er in 11,86 Sekunden über 100 Meter mit neuer Bestzeit den Vereinsrekord, lief als Achter ins Finale. Dort verhinderte der Wind eine Steigerung – beispielsweise auf 11,80 Sekunden, was für Bremen gereicht hätte. So wurde er in 12,06 Sekunden toller Fünfter.

Bei jeder Hürde Probleme

Jessica Tanyi (U18) hatte im Finale über 100 m Hürden Pech. Nach Problemen an der ersten Hürde, holte sie den Patzer nicht mehr auf, war mit 15,90 Sekunden unzufrieden. Siebte wurde sie in 68,27 Sekunden über 400 m Hürden – wobei sie dabei fast an jeder Hürde hängen blieb.

Nico Scholzen (U18) schaffte es nicht, über 110 m Hürden an die Nordrheinmeisterschaften anzuknüpfen. Nach Startproblemen kam er nicht in den Endlauf. Ähnlich lief es bei den Hochspringern: Für Nordrheinmeister Julian Kambartel – im Aufbautraining für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften – war bereits bei 1,68 m als Neunter Schluss. Hannah Paulukuhn (W15) schrammte hingegen mit 1,54 m als Achte knapp an ihrer persönlichen Bestleistung vorbei.

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