Handball

HSG Krefeld Niederrhein startet Aufstiegsrunde in 2. Liga

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Mit Moerser Hilfe in die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga: (von links) Gesellschafter und Hauptsponsor Thomas Wirtz, Enni-Vorstandsmitglied Lutz Hormes, der HSG-Vorsitzende Simon Krivec, Trikotsponsor Guido Lohmann von der Volksbank Niederrhein sowie HSG-Geschäftsführer André Schicks beim Treff 2020 im Enni-Sportzentrum in Rheinkamp.

Mit Moerser Hilfe in die Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga: (von links) Gesellschafter und Hauptsponsor Thomas Wirtz, Enni-Vorstandsmitglied Lutz Hormes, der HSG-Vorsitzende Simon Krivec, Trikotsponsor Guido Lohmann von der Volksbank Niederrhein sowie HSG-Geschäftsführer André Schicks beim Treff 2020 im Enni-Sportzentrum in Rheinkamp.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Moers/Krefeld.  Am kommenden Samstag geht für die HSG Krefeld Niederrhein, die eine Partnerschaft mit dem Moerser SC pflegt, die Handball-Aufstiegsrunde los.

Mit den Handballfrauen des TuS Lintfort und den Volleyballern des Moerser SC stellt der Niederrhein ja bereits zwei Zweitligisten in populären Mannschaftssportarten. Vielleicht kommt noch ein drittes Teams hinzu. Die Handballer der HSG Krefeld Niederrhein, die seit 2020 eine Partnerschaft mit dem Moerser SC pflegen, fühlen sich schließlich nicht nur mit der Namensumbenennung vor einigen Monaten auch der Region enger verbunden. Seit knapp einem Jahr lenkt der Moerser Apotheker Simon Krivec als 1. Vorsitzender und auch als Gesellschafter gemeinsam mit Hauptsponsor Thomas Wirtz, der mit seinem Werkzeugbau auf den schwarz-gelben Jerseys wirbt, die HSG-Geschicke. Beide drücken dem Team des neuen Cheftrainers Maik Pallach ab Samstag die Daumen. Um 19 Uhr startet in der Krefelder Glockenspitzhalle gegen die HSG Hanau die Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga.

Wie läuft die Aufstiegsrunde?

14 Bewerber wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Es gibt sechs Gruppenspiele pro Team. Die jeweils besten vier spielen über Kreuz die Play-offs. Die jeweils vier Sieger hieraus spielen erneut über Kreuz dann die beiden Startberechtigungen für die 2. Bundesliga aus.

Wie stehen die HSG-Chancen?

„Es gibt sicher fünf oder sechs Anwärter. Zu diesem Kreis rechnen wir uns dazu“, sagt HSG-Chef Simon Krivec. Der schätzt die Teams der Gruppe A wie Eintracht Hagen mit einem Etat wohl jenseits von einer Million Euro, HC Empor Rostock, Eintracht Hildesheim oder TuS Vinnhorst recht stark ein. Dazu kämen die Krefelder, der 1. VfL Potsdam und wohl auch der TuS Dansenberg. Gegen das Team aus Kaiserslautern verlor die HSG eines der nur vier ausgetragenen Drittligaspiele vor der andauernden Corona-Zwangspause.

Wie gut ist die HSG in Form?

Das ist trotz intensivem Training die große Unbekannte. Beim Testspiel in Hagen setzten sich die Krefelder nach einer starken Leistung mit 25:24 durch. Im Rückspiel kürzlich ging die HSG allerdings 22:33 unter. „Da waren wir ersatzgeschwächt und auch ein wenig müde. Immerhin hat das Team im ersten Spiel bewiesen, dass auch Topfavorit Hagen schlagbar ist“, sagt Simon Krivec, „es wäre aber sicher hilfreich, nicht gleich in der ersten K.-o.-Runde auf die Eintracht zu treffen“. Ziel ist es deshalb, in der Gruppenphase Erster oder Zweiter zu werden.

Auf wen kommt es im Team an?

95-Kilo-Brocken Marijan Basic lenkt in der Rückraummitte den HSG-Angriff. Der 34-jährige Kroate, der älteste und erfahrenste Werfer im Kader, muss seine Mitspieler in Szene setzen. Mit der Verpflichtung des niederländischen Nationalspielers Robin Schoenaker (25/von Sporting Pelt aus Belgien) und dem 2,02 Meter großen Kroaten Domagoj Srsen (30/zuletzt Wilhelmshaver HV), der für Hannover-Burgdorf schon Bundesliga gespielt hat, soll die Krefelder Abwehr kompakter werden. „Die Defensive ist ein Schlüssel, um erfolgreich zu sein“, betont Vorstandschef Krivec. Dazu zählt natürlich auch der aktuelle Nummer-eins-Torhüter Oliver Krechel (30).

Warum im Februar noch ein Trainerwechsel?

Mit dem ehemaligen Großwallstädter Sportdirektor Maik Pallach (39) für Felix Linden setzte die HSG vor zwei Monaten ein Zeichen. Vor allem strategisch. Der ehemalige Gummersbacher Jugend-Akademieleiter gilt nicht nur als ein neuer Impulsgeber. Er wird sich auch um den Nachwuchs im Verein kümmern und hauptamtlich tätig sein. Das war bei Felix Linden, der hauptberuflich als Lehrer in Issum arbeitet, so nicht machbar. Der für den Sommer geplante Trainerwechsel wurde deshalb schon um einige Monate nach vorn gezogen – gerade auch vor dem Hintergrund der anstehenden Aufstiegsrunde.

Wird auch in Moers gespielt?

Weil wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauer zugelassen sind, machen Spiele im Enni-Sportzentrum keinen Sinn. Im ursprünglichen Saisonplan waren vier Heimspiele der HSG für Rheinkamp vorgesehen. „Ich hoffe“, so hebt Simon Krivec hervor, „dass ab Spätsommer sich die Lage für die Menschen und den Sport normalisiert. Dann werden wir auch in Moers spielen.“

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