Frauen-Handball / 2. Liga

Handballerinnen des TuS Lintfort verlieren zum Saisonende

Inske Kuik (blau) traf in ihrem letzten Spiel für den TuS Lintfort zweimal ins Schwarze

Inske Kuik (blau) traf in ihrem letzten Spiel für den TuS Lintfort zweimal ins Schwarze

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Kamp-Lintfort.  In ihrem letzten Saisonspiel verlieren die Zweitliga-Handballerinnen aus Kamp-Lintfort beim HC Rödertal. Lintfort landet auf dem elften Platz.

Auch wenn die schönen und glücklichen Momente klar überwiegen, ist Verlieren immer etwas schmerzlich. Waren die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort nicht schon genug damit bestraft, beim Saisonabschlussspiel gut 600 Kilometer zum HC Rödertal anzureisen, reichten Strapazen und Stress nicht. Es gab obendrauf noch eine 27:29 (10:19)-Niederlage.

Die Gäste vom linken Niederrhein hatten dabei sogar eine ordentliche Startphase – bis zum 4:4 in der 12. Minute war noch alles in Ordnung. Aber der frühe Ausfall von Eva Legermann – sie knickte erneut mit dem Sprunggelenk um – riss eine Lücke im Deckungsverband. Eva Legermann bildete zuletzt mit Annefleur Bruggeman den Innenblock. Aber auch die Niederländerin fehlte, weil sie für den Bundesligisten Bayer Leverkusen ran musste.

Lintfort bekam in der Folgezeit überhaupt keinen Zugriff auf sein Defensivverhalten. Der Verband harmonierte nicht, präsentierte sich löchrig, war der Aufgabe nicht gewachsen. Die Gastgeberinnen hatten wenig Schwierigkeiten, diese Defizite aufzudecken. Rödertal warf seine Treffer ohne dabei die nötige körperliche Gegenwehr zu spüren, besaß bei etlichen Abprallern zudem mehrfach das Glück des Tüchtigen.

Was den TuS-Auftritt in Halbzeit eins gänzlich negativ abrundete, war der wirkungs- und ideenlose Angriff. Spielerinnen erlaubten sich eine große Zahl billiger Abspielfehler. Das Team bot insgesamt gesehen einen technisch total unsauberen Handball – einfachste Pässe kamen nicht an. Rödertal brauchte die Bälle nur aufzunehmen und mit dem Gegenstoß ins TuS-Tor unterzubringen. Lintfort war sichtlich angeschlagen, geriet bis zum Pausenpfiff deutlich mit neun Toren ins Hintertreffen.

Die Gäste hatten sich für die zweiten 30 Minuten jedoch einiges vorgenommen, wollten ihr Engagement erhöhen, dem Spiel so eine Wende geben. Die zunächst gewählten offensiveren Deckungsausrichtungen (5:1/4:2) waren aber nicht das Richtige. Erst die später wieder praktizierte 6:0-Abwehr brachte Stabilität. Und mit dem neu hinzugewonnen Selbstvertrauen platzte endlich auch in der Offensive der Knoten.

Massiven Druck aufbauen

Lintfort drehte in der Schlussviertelstunde merklich an der Temposchraube, baute nun massiven Druck auf die Rödertaler Deckung auf. Die Mannschaft belohnte sich mit zahlreichen Toren. Schön waren auch die Anspiele an Kreisläuferin Vanessa Dings, die auf ihrer Position nicht mehr zu halten war. Aber das Aufbäumen kam letztendlich zu spät. Rödertal schien zwar in der Endphase die „Körner“ auszugehen, aber die Mannschaft brachte den Sieg über die Ziellinie.

„Die erste Halbzeit war richtig schlecht, ohne Zugriff in beiden Mannschaftsteilen“, betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Aber ich denke, aufgrund einer deutlichen Steigerung nach dem Seitenwechsel kann man von einem insgesamt versöhnlichen Saisonabschluss sprechen.“

Der TuS Lintfort landet als Aufsteiger in der Endabrechnung auf einen soliden 11. Tabellenplatz mit 24:36 Punkten.

TuS: Vivien Gosch, Laura Graef, Sabrina Romeike; Vanessa Dings 7, Eva Legermann, Leonie Lambertz 5, Tatjana van den Broek, Lisan van Hulten 5, Inske Kuik 2, Mie Norup Isaksen 3/2, Becky van Nijf, Katharina Ueffing, Loes Vandewal 5/1.

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