Frauen-Fußball / Regionalliga

GSV Moers und SV Budberg starten eher mäßig in die Saison

Gegen Borussia Mönchengladbach II (blau) führte Carina Rasch (vorne am Ball) als Mannschaftskapitänin den GSV Moers auf den Platz. Sie vertritt in diesem Amt momentan Lisa Mölders, die dem GSV länger nicht zur Verfügung stehen wird.

Gegen Borussia Mönchengladbach II (blau) führte Carina Rasch (vorne am Ball) als Mannschaftskapitänin den GSV Moers auf den Platz. Sie vertritt in diesem Amt momentan Lisa Mölders, die dem GSV länger nicht zur Verfügung stehen wird.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Am Niederrhein.  Die Regionalliga-Fußballerinnen vom GSV Moers und SV Budberg haben beide keinen optimalen Saisonstart hingelegt. Präzision und Konstanz fehlen.

Die Regionalliga-Fußballerinnen vom GSV Moers (11. Platz, 6:17 Tore, 5 Punkte) und SV Budberg (13., 6:19, 4) haben insgesamt keinen optimalen Saisonstart hingelegt. Die Budbergerinnen mit ihrem Trainer Jürgen Raab hatten in der vergangenen Saison als Aufsteiger noch für Furore gesorgt. Doch in der laufenden Spielzeit unterschätzt kein Gegner mehr das Team aus Rheinberg.

Der GSV Moers hingegen muss erkennen, dass es ein Aufsteiger auch richtig schwer haben kann. Das ist nichts Neues und gilt auch für das Moerser Gründungsmitglied der Regionalliga, das in 2018 erstmals aus dieser Spielklasse den Abstieg hinnehmen musste, aber nach nur einem Jahr Niederrheinliga sofort und durchaus souverän den Weg zurück geschafft hat.

GSV Moers hat erst fünf Punkte

Doch nun hat der GSV Moers um Trainer Hassan Gören erst fünf Punkte nach sieben Spielen auf dem Konto stehen. Es hätten aber auch einige mehr sein können. Wenn nicht sogar müssen.

So war am vergangenen Sonntag gegen die Spielvereinigung Berghofen durchaus ein „Dreier“ möglich, führte der GSV doch immerhin bis eine Viertelstunde vor dem Spielende mit 2:1. „Wir haben uns aber durch Fehler selbst um den möglichen Sieg gebracht“, so Gören. „Das 2:3 war schon eine sehr unglückliche Niederlage. Daran haben wir noch zu knabbern. Aber wir müssen das so schnell wie möglich hinter uns lassen.“

Deshalb hofft der Moerser Coach nun darauf, dass sein Team am Sonntag, 14 Uhr, beim TSV Alemannia Aachen (9., 9:12, 6) punktet. Denn die Alemannia hat nur einen Zähler mehr auf dem Konto und liegt gerade mal zwei Plätze besser als die Gelb-Schwarzen in der Tabelle. Die Aachenerinnen haben zuletzt dreimal die Punkte geteilt. Es gab jeweils ein 1:1 gegen den Herforder SV Borussia, den SV Bökendorf und am vergangenen Sonntag beim VfL Bochum. Und die Aachenerinnen haben bereits ein Spiel mehr auf dem Konto, als die Kickerinnen vom GSV Moers.

„Uns kommt sicherlich entgegen, dass wir in Aachen wieder auf einem Kunstrasenplatz spielen können“, gibt sich Gören selbstbewusst. „Und wenn wir die Leistungen der letzten Spiele wiederholen können, wollen wir schon die drei Punkte mit nach Hause nehmen.“ Dabei muss der Moerser Coach aber weiter auf Steffi Frings, die an einem Kahnbruch leidet, verzichten.

„Zudem fehlen noch Lisa Mölders und Alena Mogilnikov. Da müssen wir noch abwarten, ob sie spielen können.“ Gören weiß, dass die Aachenerinnen besonders im Zentrum sehr stark besetzt sind: „Aber dagegen werden wir schon das geeignete Mittel finden.“

SV Budberg macht nur sechs Tore

Erst sechsmal haben die Fußballerinnen des Regionalligisten SV Budberg das gegnerische Tor getroffen. Obwohl das Team von Trainer Jürgen Raab reichlich Chancen in jeder Partie hatten. „Das ist genau unser großes Manko in dieser Saison“, hat Raab auch erkannt. „Wir spielen uns wirklich eine Reihe von Chancen heraus, aber ohne Tor kannst du auch nicht punkten.“ Die nächste Gelegenheit bietet sich für die Budbergerinnen am Sonntag, 15.15 Uhr, bei der Spielvereinigung Berghofen (2., 21:11, 17). Aber da wartet mit dem Tabellenzweiten ein richtig dicker Brocken auf das Raab-Team.

„Wir haben immer wieder Anlaufschwierigkeiten. Es dauert zu lange, bis wir wirklich im Spiel sind“, hat der SVB-Coach erkannt, wo die Schwachpunkte liegen. „Und dann läufst du schnell meist einem Rückstand hinterher. Das kostet immer eine Menge Kraft. Es ist wichtig, dass wir wieder mal, wie gegen Menden, am Ende eine Null stehen haben.“

Berghofen konnte am vergangenen Sonntag den 1:2-Rückstand beim GSV Moers in der Schlussviertelstunde noch in einen 3.2-Sieg drehen und trat als Spitzenteam auf. Vor allem zu Hause ist die Spielvereinigung eine Macht, gewann alle vier Spiele recht eindrucksvoll mit 5:1 gegen den VfL Bochum, 3:0 gegen den Herforder SV Borussia Friedenstal, 2:1 gegen Alemannia Aachen und 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach II.

Sina Zorychta hat ihre Grippe endgültig überwunden. Dagegen wird Alexa Steffans, die noch Probleme mit dem Rücken hat, weiter ausfallen. Ansonsten sind derzeit alle Spielerinnen einsatzbereit. „Berghofen ist sehr stark im Angriff, hat aber Schwächen in der Abwehr“, was Raab mit seinem Team ausnutzen will. „Wir wissen, das da eine schwierige Aufgabe auf uns zukommt, chancenlos sind wir aber nicht.“

>>> SV Budberg II und SuS Rayen im Pokal-Halbfinale

Kampflos zogen die Landesliga-Fußballerinnen des SV Budberg II in das Halbfinale des Ernst-Vieler-Kreispokals ein. Kreisligist Viktoria Alpen konnte kein Team stellen, verzichtete so auf das Viertelfinalspiel.

Ebenso kampflos erreichte Bezirksligist SSV Lüttingen die Runde der letzten Vier. Auch hier konnte Gegner OSC Rheinhausen aus personellen Gründen kein Team stellen.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte der Kreisliga-Tabellenführer SuS Rayen, der den Bezirksliga-Neuling Borussia Veen mit 2:1 (1:1) besiegte und damit dem SVB II ins Halbfinale folgte. In einer ausgeglichenen Begegnung ging der Favorit aus Veen durch Sarah Bettina van Husen nach zwölf Minuten auch mit 1:0 in Führung. Doch die Freude darüber währte nicht lange, schon drei Minuten später gelang Franziska Burkhoff der Ausgleich. Christina Scheffler war es, die in der 57. Minute den vielumjubelten Siegtreffer des neugegründeten Frauen-Teams vom Rayener Berg erzielte.

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