Fußball

Fußball-Landesliga: Fichte Lintfort nur 0:0 gegen Holzheim

Viel Kampf, wenig Klasse gab es in Lintfort am Sonntag zu sehen.

Viel Kampf, wenig Klasse gab es in Lintfort am Sonntag zu sehen.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  In der Fußball-Landesliga kam TuS Fichte Lintfort nach einer spielerisch mäßigen Partie gegen die Holzheimer SG nicht über ein 0:0 hinaus.

Bis zum Schlusspfiff hatten am Sonntagnachmittag viele der knapp 150 Zuschauer an der Lintforter Franzstraße noch auf den Lucky Punch gehofft. Es wäre wahrhaftig ein Glückstreffer gewesen, wie es in der freien sportlichen Übersetzung aus dem Englischen ja auch heißt. Doch dazu hätte es wohl einen kapitalen Fehler des Kontrahenten gebraucht. Und vermutlich wäre selbst dann kein Tor gelungen. Der TuS Fichte Lintfort und die SG Holzheim trennten sich nach 90 spielerisch eher dürftigen Landesliga-Minuten mit einem trüben 0:0.

„Vielleicht hat nach dem 1:5 in Sonsbeck auch ein wenig die Unsicherheit bei uns mitgespielt. Ich habe zu viele Fehler im Aufbau, aber auch bei den Zuspielen in die freien Räume gesehen“, erklärte Fichte-Cheftrainer Sven Schützek, „grundsätzlich müssen wir wieder mit mehr Selbstvertrauen auftreten. Der Punkt ist okay. Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns. Die neue Mannschaft ist ein Resultat unseres personellen Umbruchs. Und der braucht Zeit.“

Dicke Chance von Nikola Serra

Das fasste recht gut das zusammen, was die Roten gegen lauf- und einsatzfreudige, aber spielerisch arg limitierte Holzheimer so ablieferten. Vor der Pause waren die Lintforter mit dem 0:0 sogar noch gut bedient. Eine dicke Chance von Nikola Serra, der eine Ecke von Robin von Radecke freistehend am hinteren Gäste-Pfosten nicht verwerten konnte, wog die guten Möglichkeiten der HSG nicht auf.

Trainer Schützek hatte seinen Spielmacher El Houcine Bougjdi nach vorn neben Angriffsbrocken Julian Thiel beordert. Doch auch Bougjdi hatte zu viele Flüchtigkeitsfehler in seinem stets elegant wirkenden Treiben mit und ohne Ball drin, um offensiv entscheidende Akzente setzen zu können.

Die Partie wurde aus Lintforter Sicht erst etwas besser, als Schützek vorn umgestellt hatte. Der schnelle Udo da Silva für Julian Thiel als Linksaußen sowie Sandro Leimbruch für Robin von Radecke im Angriffszentrum sorgten für Offensivschwung. Das eher vom Zufall bestimmte Kick and Rush, der weite, meist unpräzise Ball aus der eigenen Hälfte heraus, blieb trotzdem dominant bei den Lintforter Bemühungen um den Sieg.

Am dichtesten dran am erlösenden 1:0 war noch der erst vor zehn Tagen verpflichtete Sandro Leimbruch. Im Anschluss an die siebte Ecke traf der ehemalige Junioren-Bundesligaspieler von Rot-Weiss Essen, der im vergangenen Jahr eine Fußballpause eingelegt hatte und deshalb noch Konditionsrückstand aufweist, per Aufsetzer nur den linken Pfosten des Holzheimer Tores.

Auf der Gegenseite mutierte Maurice Girke zum Unglückswurm. Der letztjährige HSG-Torjäger (23 Treffer in 35 Spielen) hatte gleich vier brauchbare Chancen auf dem Schuh. Die letzte davon frei im Strafraum in der 90. Minute. Es mangelte auch hier deutlich an Präzision. Girkes Versuch rollte zur Eckfahne.

Die Gäste freuten sich nach zwei Auftaktniederlagen mehr über den ersten Saisonpunkt als die Lintforter über den vierten Zähler. Ein ähnlicher Gegner wartet am kommenden Sonntag (15 Uhr), wenn es zu Aufsteiger SGE Bedburg-Hau geht.

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