Fechten / FC Moers

Für den FC Moers ist hoffentlich nach der EM ist vor der WM

Renee Oymann (FC Moers) ist bereits in Sachen EM-Gefechte unterwegs.

Renee Oymann (FC Moers) ist bereits in Sachen EM-Gefechte unterwegs.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Moers.  Nils Fabinger und Renee Oymannn vertreten bei der Europameisterschaft die Farben vom Fechtclub Moers. Nicht nur da - und nicht nur die beiden.

Morgen gilt’s: Dann muss der Moerser Top-Nachwuchsflorettfechter Nils Fabinger im spanischen Barcelona zumindest dafür sorgen, dass er in der deutschen Rangliste seinen dritten Platz verteidigen kann. Denn damit hätte er sein Ticket für die Kadetten- und Junioren-Weltmeisterschaften mit Sicherheit gelöst, die vom 3. bis 11. April in Salt Lake City, im US-Bundesstaat Utah, über die Bühne geht. Als Dritter der Rangliste ist er automatisch dabei, obwohl Fabinger nicht an den großen deutschen Bundes- und Olympia-Stützpunkten Tauberbischofsheim oder Bonn, sondern eben am Landesleistungszentrum beim vermeintlich kleinen Fechtclub Moers trainiert wird.

Vermeintlich klein deshalb, weil der FC Moers mit Top-Fechterin Renee Oymannn immerhin gleich zwei Talente bei den diesjährigen Europameisterschaften im kroatischen Porec stellen wird. Renee Oymann tritt dort vom 22. bis 26. Februar in der Altersklasse U17 an; Nils Fabinger kämpft schließlich eine Woche später, vom 27. Februar bis 3. März, an gleicher Stelle um den kontinentalen Titel.

Hilbrandt und Polotzek in Polen

Doch nicht nur Fabinger und Oymann vertreten international die FCM-Farben. So waren Alexander Hilbrandt und Simon Polotzek zuletzt beim U17-European-Circuit im polnischen Warschau mit 160 Fechtern. Simon Polotzek war nicht so gut drauf, hatte wegen einer eher schwachen Vorrunde im ersten K.-o.-Gefecht gleich den späteren Turnierzweiten vor der Brust und schied nach einem tollen Duell nach 10:15 als 113. aus.

Alexander Hilbrandt begann besser, ran in der ersten K.-o.-Runde den Polen Jacub Gorczyca mit 15:13 nieder, musste sich allerdings anschließend in der Runde der besten 64 Fechter dem Niederländer Sam Wanyama klar geschlagen geben. Alexander Hilbrandt landete am Ende auf dem 60. Platz.

„Die Jungs haben das hier ordentlich gemacht. Man darf ja auch nicht vergessen, dass sie beide noch in der U15 fechten und hier ihre Chance auf die Teilnahme an einem internationalen U17-Turiner gut genutzt haben“, rückte FCM-Trainer Matthias Neuhaus die Ergebnisse ins richtige Licht. Und Alexander Hilbrandt war an diesem Tag auch noch der beste deutsche Starter.

Im Mannschaftswettbewerb einen Tag später landeten das Team auf dem 14. Rang.

Der geplante Rückflug fiel schließlich dem Orkan zum Opfer, so dass der FCM-Tross erst am Montagabend wieder zu Hause ankam.

Dort wurden am Mittwochabend Oymann und Fabinger mit einem kleinen Büfett Richtung Vorbereitungslehrgänge für die kommende Europameisterschaft verabschiedet. In dieser Runde hob der FCM-Cheftrainer Matthias Block die Leistungen des Vereins, im zweiten Jahr hintereinander EM-Teilnehmer stellen zu können, noch einmal hervor. Nun weilt Renee Oymann bereits in Tauberbischofsheim, während sich Fabinger demnächst Richtung Bonn aufmachen wird.

Markus Tenbergen, 1. Vorsitzende vom FC Moers, versicherte dann auch, dass der Verein die beiden EM-Reisenden finanziell unterstützen wird.

„Insgesamt acht Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland gehen in Porec bei der Kadetten-EM an den Start, davon allein zwei aus Moers. Das ist mehr als beachtlich und zeigt einmal mehr welche großartige Arbeit hier vom Trainerteam geleistet wird und was für tolle Talente in Moers aufwachsen“, so Markus Tenbergen.

Richtige Entscheidung vom RFB

Der Rheinische Fechterbund (RFB) hat diesmal von einer Unterstützung für die EM abgesehen, weil er den WM-Fahrern verstärkt unter die Arme greifen möchte. „Die Entscheidung ist richtig und verständlich“, so Tenbergen.

Der RFB habe nach geografischen Gesichtspunkten entschieden und würde nun die komplette Unterbringungen in Salt Lake City übernehmen. Ein Grund mehr für Nils Fabinger, in Barcelona das WM-Ticket zu lösen.

>>>TRAINERWECHSEL BEIM FECHTCLUB MOERS

Nachdem Trainer Saeid Nourouzi zum Jahresende seine Tätigkeit beim FC Moers beendete, übernahm nun zu Jahresbeginn Marco van der Koelen den Posten des dritten Trainers im FCM-Team. „Marco hat hier in Moers das Fechten erlernt und in Duisburg bereits erste und erfolgreiche Erfahrungen als Trainer gemacht. Wir freuen uns ihn wieder in Moers zu haben“, jubelt Markus Tenbergen.

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