Fußball-Landesliga

Fichte Lintfort: Trainer Sven Schützek ist frustriert

Trainer Sven Schützek hat gerade nicht die beste Laune, wenn es um die Fußball-Landesliga und Fichte Lintfort geht.

Trainer Sven Schützek hat gerade nicht die beste Laune, wenn es um die Fußball-Landesliga und Fichte Lintfort geht.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Vor dem Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen VSF Amern ist Fichte Lintfort personell dezimiert. Das frustriert Trainer Sven Schützek.

Der Blick geht nach unten: Nur noch zwei Punkte beträgt der Vorsprung des TuS Fichte Lintfort (12. Platz, 13 Punkte, 13:23 Tore) auf die Abstiegsplätze der Fußball-Landesliga. Umso wichtiger ist es für Trainer Sven Schützek und sein Team, am Sonntag ab 15.30 Uhr im Heimspiel gegen die VSF Amern (7., 18, 21:18) dreifach zu punkten, um nicht noch weiter in den Tabellenkeller abzusacken.

„Ich bin nicht hilflos, aber frustiert“, fasst Schützek seine Gemütslage seit dem 0:3 in Wesel vom vergangenen Sonntag zusammen. Dafür sorgen zwei Gründe. „Da wäre zum einen die personelle Situation, die ich in dieser Ausprägung noch nie erlebt habe“, blickt der Coach auf die Liste seiner Ausfälle. Die Niederlage in der Kreisstadt wurde nämlich extrem teuer bezahlt: Sascha Tenbruck sah die „Ampelkarte“ und wird Sonntag zusehen müssen.

Zudem meldeten sich drei Akteure verletzt ab: Rudolf Haksteter brach sich bei einem Sturz einen Finger, zudem brachen bei Shawn Rume (Ferse) und Kevin Zola Katendi (Knöchel) alte Blessuren wieder auf. Einziger Lichtblick: Angreifer Udo Grasbeunder da Silva hat nach seiner Operation das Training wieder aufgenommen und könnte bald wieder eine Alternative sein.

Bliebe noch die zweite Ursache für des Trainers Frust. „Wir machen immer wieder die gleichen vermeidbaren Fehler“, hadert Schützek angesichts mangelnder Lerneffekte trotz teilweise intensiven Videostudiums. „Wir reißen uns in Wesel mit zehn Mann den Hintern auf und können läuferisch mithalten, lassen den Gegner sogar relativ ratlos in die Kabine gehen. Dann legen wir nach Wiederanpfiff wieder zwei Tore auf. Das ist unfassbar, und so kann man in der Landesliga nicht spielen.“

Spieler im Training geschont

Weil ihm personelle Alternativen fehlen, wird Schützek allerdings kaum personelle Konsequenzen aus seiner Unzufriedenheit ziehen können. Zudem stand die Trainingswoche unter der Maßgabe, angeschlagene Spieler mittels vorsichtiger „Dosierung“ wieder für den Sonntag fit zu bekommen. Gegen Amern gibt es für den Lintforter Trainer dennoch nur ein Ziel: „Es ist ein Heimspiel, und das müssen wir gewinnen. Wir wollen nicht noch weiter unten reinrutschen, also müssen wir jetzt Punkte holen.“

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