Fußball-Landesliga

Fichte Lintfort im Abstiegskampf: 0:5 und drei Verletzte

Hier vergibt der zweifache Sterkrader Torschütze Stefan Jagalski (rechts) aus der Distanz.

Hier vergibt der zweifache Sterkrader Torschütze Stefan Jagalski (rechts) aus der Distanz.

Foto: Franz Naskrent

Oberhausen.   In der Fußball-Landesliga wird es eng für Fichte Lintfort im Abstiegskampf. Beim 0:5 in Sterkrade-Nord gab es drei Verletzte zu beklagen.

Mieser als am Sonntag hätte der Fußball-Nachmittag aus Sicht von Fichte Lintforts Cheftrainer Sven Schützek kaum laufen können. Nicht nur das 0:5 (0:2) beim Landesliga-Dritten Spielvereinigung Sterk­rade-Nord schmerzte sehr. Dazu gewannen auch noch die Abstiegskonkurrenten Arminia Klosterhardt und SV Hönnepel-Niedermörmter, so dass der Lintforter Vorsprung vor den finalen beiden Punktspielen auf nur drei Zähler geschmolzen ist.

Zudem gab es im Nordler-Park gleich drei verletzte Fichte-Kicker zu beklagen: Nikola Serra (linker Oberschenkel), Shawn Rume (linkes Knie) und Timo Friede (Leistenbeschwerden) humpelten vorzeitig vom Kunstrasen. Vermutlich ist bei allen dreien der Einsatz im Abstiegsderby am Sonntag (15.15 Uhr) gegen den GSV Moers in Frage gestellt.

Kapitän muss erkrankt passen

Trotz der üppigen Palette schlechter Nachrichten zeigte sich Trainer Schützek nach der Pleite in Sterkrade, die in der finalen halben Stunde auch noch von einem heftigen Regenguss garniert worden war, optimistisch: „Am Ende steigen wir nicht ab.“ Echter Glaube und situationsbedingter Trotz waren in Schützeks Stimme dabei allerdings nur schwer zu unterscheiden.

Ohne Kapitän Leslie Rume (grippaler Infekt) zeigten die Gäste eigentlich eine ordentliche erste Halbzeit. Nikola Serra ließ bei einem Solo frei vor Nord-Torsteher Marcel Dietz die Körperspannung vermissen. Das galt auch nach einem Flankenball von Stefan Kapuscinski, als Florian Witte und Tim Konrad im Sterkrader Strafraum blank stehend nur hauchdünn zu spät kamen.

Beim 0:1 (25.) ließ Serra den pfeilschnellen Linksaußen Mahmoud El-Dorr flanken, Sven Konarski köpfte unbedrängt ein. Die Schlüsselszene aus Fichte-Blickwinkel war nur drei Minuten später ein nicht gegebener Foulelfmeter, als Celil Kuzu den durchgestarteten Shawn Rume im Sterkrader Strafraum vortrefflich abgeräumt hatte. Oberliga-Referee Daniel Hachtkemper (Biemenhorst), ansonsten ohne Fehl und Tadel, hatte dies schlicht falsch beurteilt.

Mit 0:2 durch Oguzhan Cuhacis 21. Saisontreffer brachte Sterkrade dann kurz vor der Pause in die Siegesspur. Serra vergab für Fichte mit dem ersten Angriff der zweiten Halbzeit noch den möglichen Anschluss, ehe zwei viel zu leichte Treffer des agilen Stefan Jagalski (49./51.) gegen eine fehlerhafte Defensive der Fichte-Psyche arg zusetzte.

Ein höheres Debakel drohte, doch nur noch El-Dorr (86.) nutzte eine der vielen Chancen zum finalen 5:0 aus. „Nach hinten raus“, gab Trainer Schützek zu, „hat uns auch die Qualität gefehlt.“ Gegen Grafschafter gilt es nun zu zeigen, ob diese für ein weiteres Jahr Landesliga ausreicht.

TuS Fichte: Gbur – Kapuscinski, Friede (72. Muharemi), Özelik, S. Rume (73. Matrakos) – da Silva Grasbeunder, Brajic, Schmitz, Serra (50. Celik) – Witte, Konrad

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