Fechten / FC Moers

FC Moers feiert drei Medaillen bei Deutschen Meisterschaften

Renee Oymann holt sich in Weinheim Bronze bei den Deutschen Meisterschaften. Foto:Archiv/Oleksandr Voskresenskyi

Renee Oymann holt sich in Weinheim Bronze bei den Deutschen Meisterschaften. Foto:Archiv/Oleksandr Voskresenskyi

Moers.   Mit „zwei Medaillen“ hat Matthias Block bei den Deutschen U17-Meisterschaften in Weinheim für den Fechtclub Moers geliebäugelt. Drei sind es nun.

Am Ende konnte sich der FCM-Cheftrainer sogar über dreimaliges Edelmetall freuen. Einmal Silber und zweimal Bronze holte sein Florett-Team.

Bei den Damen kämpften 98 Fechterinnen um den nationalen Titel. Aus Moers hatten sich mit Sophia Meißner, Vivian Marie Hendler, Stina Reimelt, Amelie Wetzling, Eva Engler, Viviana Polotzek, Nicole Hartfelder, Emily Klockhaus, Renee Oymann, Merle Ruers und Celine Pachmann elf zum Teil ganz „junge Fechterinnen für diese DM qualifiziert. Da ist das Dabeisein schon ein tolles Ergebnis“, freute sich dann auch der zweite Moerser Trainer Saeid Nourouzi.

So war es kein Beinbruch, dass Sophia Meißner und Vivian Marie Hendler die Vorrunde nicht überstanden, Stina Reimelt, Amelie Wetzling und Eva Engler nach ihrem ersten K.-o.-Gefecht ausschieden und Viviana Polotzek sowie Nicole Hartfelder im Kampf in der Runde besten 64 deutschen Fechterinnen den Kürzeren zogen. Überraschend war dabei eher das Ausscheiden von Emily Klockhaus gegen Maria Adrian aus Quernheim. Doch Renee Oymann setzte sich mit 15:4 souverän gegen die Darmstädterin Sara Demel durch.

So traten mit Oymann, Merle Ruers und Celine Pachmann drei Moerserinnen in der Runde der besten 32 Fechterinnen an. Ruers siegte mit 15:12 gegen Lea Sophie Drescher aus Lübeck, Oymann bezwang Isabelle Lindner aus Radebeul und Pachmann hatte mit Jennifer Balle aus Halle an der Saale die schwerste Aufgabe. Sie löste die mit 15:14. Das Trio war weiter.

Niederlage gegen die Meisterin

Doch in der 16er-K.-o.-Runde erwischte es Ruers und Pachmann. Doch Oymann schlug Lucia Arnela aus Saarbrücken, schlug unter den besten Acht die Cottbusserin Angelina Noelle-Krause mit 15:9 und hatte mit dem Halbfinaleinzug Bronze bereits sicher. Mehr wurde es nicht, weil nun die Lokalmatadorin und spätere Deutsche Meisterin Celia Hohenadel wartete. Doch die Moerser Delegation jubelte über den dritten DM-Platz.

Schließlich mischte mit Nils Fabinger, auf dem eine Menge Hoffnungen ruhten, Simon Polotzek, Nick-Emde Marbach, Alexander Hilbrandt und Fabian Heuser noch ein FCM-Quintett bei der Titelvergabe der U17-Herren mit.

Polotzek erwischte es in der Vor-, Marbach nach der Platzierungsrunde. Das verbliebene FCM-Trio rutschte per Freilos vorbei an der 128er-K.-o.-Runde unter die besten 64 Fechter. Dort war dann für Hilbrandt und Heuser Schluss. Fabinger schlug aber mit 15:7 Teymour Saifi aus Tauberbischofsheim, kämpfte beim 15:12 gegen den Weinheimer Aaron Eidemüller und seine Nerven und setzte sich anschließend mit 15:9 gegen Vincent Hellmund aus Stuttgart durch. Fabinger, ein EM- und WM-erfahrener Fechter, bekam es nun mit Noah Braun vom OFC Bonn zu tun – gewann mit 15:11 und zog ins Halbfinale gegen den Quernheimer Justin Arndt ein. Der schlug aber den Moerser, der sich dennoch über Bronze freuen konnte. „Das war ein perfekter Tag. Gleich zwei Medaillen und weitere tolle Platzierungen unserer Sportlerinnen und Sportler. Das macht Lust auf Mehr“, so Matthias Block. Da wusste er noch nicht, dass die Ausbeute noch besser würde.

Rückschlag im Team-Wettkampf

Allerdings hatten erst einmal die Herren einen Rückschlag bei den Mannschaftsentscheidungen zu verkraften: Nils Fabinger musste krank passen. Das junge Team um Simon Polotzek, Fabian Heuser und Alexander Hilbrandt verkaufte sich aber prima. Einem Sieg gegen das Team von Haueneberstein folgten zwei knappe Niederlagen mit 37:45 gegen Stuttgart und im Platzierungsgefecht mit 39:43 gegen Würzburg. Die Fechtgemeinschaft Düsseldorf/Kleve wurde aber mit 45:25 besiegt, wodurch die Moerser Mannschaft von 23 Teams auf dem 14. Platz landete.

Die FC-Damen-Mannschaft hatten dagegen in Bestbesetzung anderes im Sinn. Renee Oymann, Celine Pachmann, Emily Klockhaus und Merle Ruers fegten erst die Startgemeinschaft Soltau/Wolfsburg mit 45:3 von der Planche, trafen dann in der Runde der letzten acht Teams auf Hamburg-Eilbeck und setzten sich mit 45:20 durch und zogen ins Halbfinale ein.

Doch dort warteten die U17-Mädels vom Bundesleistungszentrums des FC Tauberbischofsheim. Nahezu unbeeindruckt aber hochkonzentrierte und selbstbewusst ging das Moerser Quartett diese Aufgabe an – und putzte den vermeintlichen Favoriten völlig verdient mit 44:26. Im Finale setzte sich dann aber der gastgebenden TSG Weinheim durch. Doch der FC Moers jubelte über DM-Silber.

„Enormer Zusammenhalt“

„Was mich an diesem Wochenende, neben den Medaillen und tollen Gefechten unglaublich gefreut hat, war der enorme Zusammenhalt des Moerser Teams“, so ein sichtlich bewegter Trainer Matthias Block. „Auch bereits ausgeschiedene Fechterinnen und Fechter und deren Eltern und Begleitungen haben an beiden Tagen für eine Stimmung gesorgt, die ich bisher so noch nie erlebt habe.“

Kommendes Wochenende sind die Deutschen Junioren Meisterschaften in Schwerin, und am 25. und 26. Mai steht die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft in Moers an.

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