Volleyball

Erholung statt Aufstiegskampf für den Moerser SC

MSC-Coach Hendrik Rieskamp gönnt seinen Schützlingen ein freies Wochenende. Denn bis kurz vor Weihnachten stehen an jedem Wochenende Partien an, weiter geht es dann bereits am 10. Januar.

MSC-Coach Hendrik Rieskamp gönnt seinen Schützlingen ein freies Wochenende. Denn bis kurz vor Weihnachten stehen an jedem Wochenende Partien an, weiter geht es dann bereits am 10. Januar.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Die für Samstag angesetzte Partie des Zweitligisten Moerser SC beim SV Warnemünde ist Corona-bedingt auf Anfang Februar verschoben.

Plötzlich war die Partie ohne weitere Erläuterungen aus dem aktuellen Terminkalender auf der Homepage der Volleyball-Bundesliga verschwunden. Somit tritt Zweitligist Moerser SC wie bereits befürchtet nicht am heutigen Samstag beim SV Warnemünde an. Immerhin hat sich dieses Duell nicht komplett in Luft aufgelöst, sondern wurde für den 7. Februar (16 Uhr) neu angesetzt.

Über den Grund wurde bereits berichtet, bis zuletzt aber doch gehofft – vergeblich. Zwar ist der größte Teil der Rostocker Spieler aus der Corona-Quarantäne entlassen, aber es fehlten notwendige Tests und Ergebnisse, um zumindest am Freitag noch trainieren und Samstag spielen zu können. Nach Neustrelitz am vergangenen Samstag, dafür gibt es noch keinen neuen Termin, ist es die zweite Spielabsage, die den Adlern ins Haus flatterte. Immerhin konnten sie den gecharterten Reisebus noch abbestellen. Denn auch zu einem angestrebten Ausweich-Spiel kommt es nicht.

Essen-Spiel gegen Schüttorf noch angesetzt

Team-Manager Hans-Peter Heisig hatte Kontakt zu anderen Bundesligisten aufgenommen, um das freie Wochenende mit einem anderen Gegner zu besetzen. Doch: Der FC Schüttorf hat keine Halle und geht zudem davon aus, in Essen zu spielen, obwohl die Humänner eigentlich angekündigt hatten, im derzeitigen Corona-Schutzmaßnahmen-Szenario nicht mehr antreten zu wollen.

In der Halle in Bitterfeld-Wolfen ist die Heizung ausgefallen und Frankfurt konnte einem vorverlegten Rückspieltermin nicht zustimmen. Heimspiele kommen für den MSC in den kommenden zwei Wochen nicht in Frage, da in der großen Halle im Enni Sportpark die Lichtanlage von Halogen auf LED umgestellt wird.

Ein womöglich letztes freies Wochenende vor Weihnachten

„Die Situation ist derzeit schwierig, aber für alle. Wir hoffen, dass es die letzte Spielabsage sein wird“, so MSC-Coach Hendrik Rieskamp, der seinen Schützlingen nun ein freies Wochenende gönnt. Kein Wunder: Der Terminplan ist prall gefüllt. Bis kurz vor Weihnachten stehen an jedem Wochenende Partien an, weiter geht es dann bereits am 10. Januar.

„Wir haben noch viele Aufgaben und Ziele, müssen aber auch die Konzentration und Motivation hochhalten“, so Rieskamp. „Wir trainieren viermal pro Woche. Da müssen wir jetzt nicht auch noch an diesem Wochenende nach der Spielabsage zwingend etwas machen.“

Im Februar hoffentlich wieder mit Raststätten nach Rostock

Etwas Positives hat der Spielausfall auch: Im Februar können die Adler auf dem 550 Kilometer langen Weg nach Rostock hoffentlich auch wieder Raststätten ansteuern. „Auf der letzten Tour nach Braunschweig hatte Hans-Peter Heisig jede Menge Müsli-Riegel als Notproviant dabei“, erläutert MSC-Pressesprecher Jürgen Sabarz. Nach dem letzten Heimauftritt gegen Frankfurt konnten sich die Spieler mit dem Käsekuchen von Heisigs Gattin Brigitte stärken.

Rückblickend auf das klar gewonnene, ungleiche Duell mit dem Frankfurter Nachwuchs war der interessanteste Faktor das Start-Debüt für Lukas Salimi. Er durfte als Zuspieler für den angeschlagenen Jonas Hoppe ran. Nicht nur in der Körpergröße von 15 Zentimetern (183/198 Zentimeter), sondern auch von der Erfahrung her ein großer Unterschied. „Der Lukas ist ruhig geblieben und hat das gut gemacht“, so Rieskamp. „Da muss man gerade im Block natürlich drauf reagieren und umstellen. Aber im Zuspiel ist die Körpergröße nicht so entscheidend, eher schon Spielwitz und Präzision.“

Hoppe hatte sich vor zwei Wochen im Training einen Bänderriss im Fußgelenk zugezogen. „Die Standardverletzung im Volleyball. Er ist aber schon auf einem guten Weg und bei unserem Physio-Team Becker Plus täglich in sehr guten Händen“, so Rieskamp. „Er dürfte nächste Woche wieder dabei sein.“

Am Samstag, 28. November (18 Uhr) empfangen die ambitionierten Adler den derzeitigen Spitzenreiter SV Lindow-Gransee. Zumindest steht es so noch im Terminkalender der 2. Bundesliga Nord. . .

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