Volleyball

Einspruch läuft: Aber VBL setzt abgesagtes Moerser Spiel an

Spielabsage Mitte März: Frank Seeger (links), Chef des SV Lindow-Gransee, teilt MSC-Trainer Hendrik Rieskamp und dem Moerser Corona-Beauftragten Hans-Peter Heisig die schlechte Nachricht mit.

Spielabsage Mitte März: Frank Seeger (links), Chef des SV Lindow-Gransee, teilt MSC-Trainer Hendrik Rieskamp und dem Moerser Corona-Beauftragten Hans-Peter Heisig die schlechte Nachricht mit.

Foto: Juergen Sabarz / MSC

Moers.  Am 17. April soll Volleyball-Zweitligist Moerser SC das wegen Corona ausgefallene Spiel beim Tabellenführer SV Lindow-Gransee nachholen.

Der Einspruch des Moerser SC gegen die Neuansetzung des wegen eines Coronafalls abgesagten Auswärtsspiels beim Tabellenersten SV Lindow-Gransee läuft zwar noch. Die Volleyball-Bundesliga (VBL) hat allerdings die säumige Partie der 2. Volleyball-Bundesliga bereits auf den 17. April (18 Uhr) terminiert, ohne das Ergebnis des Einspruches abzuwarten.

Kurz vor Spielbeginn am 13. März wurde ein Volleyballer der Gastgeber positiv getestet. Die Moerser mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren: 1200 Kilometer nach Brandenburg und zurück waren umsonst. Da sich die Lindower offenbar an die VBL-Corona-Regeln gehalten hatten – die Beteiligten müssen innerhalb von 24 Stunden getestet werden – plädierte die VBL auf eine Neuansetzung. Dagegen legte der Moerser SC bekanntlich Einspruch ein.

Moerser Einspruch prüft Spruchkammer

„Die Erste Instanz ist die Lizenzligen-Spruchkammer in Elmshorn. Da wird unser Einspruch geprüft“, erklärt Hans-Peter Heisig, der Teammanager des MSC. Es sollte binnen einer Woche entschieden werden. Ob die Moerser Erfolg haben, ist schwierig vorherzusagen. Die von der VBL aufgestellte Regel, den Vereinen innerhalb einer 24-Stunden-Frist die Corona-Tests zu überlassen, erwies sich zumindest im Falle des Spiels bei Lindow-Gransee als nicht praktikabel. Dass die Moerser erneut nach Lindow fahren, hatte im Übrigen MSC-Chef Günter Krivec kürzlich gegenüber der Redaktion verneint.

Sportlich ist der Wert ohnehin überschaubar. Weder Tabellenführer SV Lindow, noch die zweitplatzierten Kieler, noch der auf Rang drei zurückgefallene Verfolger Moerser SC hegen derzeit Aufstiegsgedanken gen Volleyball-Bundesliga. Das Team von Cheftrainer Hendrik Rieskamp bestreitet am kommenden Sonntag (16 Uhr, Enni-Sportzentrum) das letzte Heimspiel der Corona-Saison 2020/21. Gegner in Rheinkamp wird dann der VC Bitterfeld-Wolfen sein.

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