Rudern / A-Nationalkader

Der Moerser Marc Leske nimmt im deutschen Zweier Platz

Marc Leske will möglichst nach Tokio rudern.

Marc Leske will möglichst nach Tokio rudern.

Foto: Lennart Heyduck / Deutschland Achter GmbH

Moers.   Marc Leske, Weltklasse-Ruderer aus Moers, hat eines seiner ganz großen Ziele erreicht. Er will im Kader der A-Nationalmannschaft nach Tokio.

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Marc Leske, Weltklasse-Ruderer aus Moers, der für den Crefelder Ruder Club (CRC) startet, hat eines seiner ganz großen Ziele erreicht. Er wurde jetzt in den Kader der A-Nationalmannschaft aufgenommen. „Seit heute ist es offiziell, dass ich Deutschland im Zweier ohne Steuermann vertreten werde“, strahlte er gestern. Gemeinsam mit seinem Ruderpartner Anton Braun aus Berlin will er nun versuchen, den deutschen Zweier wieder bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer 2020 an den Start zu bringen. Das hat bei den vergangenen Spielen in Rio nicht geklappt.

2015 und 2016 war der Zweier zu schlecht, 2017 wurde erst gar keiner in die entsprechenden Wettkämpfe geschickt und 2018 fiel er wegen Krankheit aus. Kurzum: Neben Leistungsdefiziten kam auch noch gehöriges Pech bei diesem Boot dazu.

Das könnte und sollte nun aber anders werden. Mit dem 29-jährigen Anton Braun hat der 23-jährige Marc Leske einen ganz erfahrenen Mann mit im Boot. Zwei olympische Spiele hat Braun bereits aktiv erlebt. London 2012 im Zweier und in Rio saß er im Vierer „ohne“. Zwischendurch hat er auch im Deutschland-Achter gerudert.

Mächtig in die Riemen legen

Ein Boot, in dem Leske auch gerne einmal Platz nehmen würde. Doch der Moerser, der am Bundesleistungsstützpunkt der Ruderer in Dortmund Maschinenbau studiert, ist erst einmal für den Zweier vorgesehen, und will sich auch dort mächtig in die Riemen legen, um schließlich in Tokio Deutschland vertreten zu können.

„Wir haben viel ausprobiert“, beschreibt er den Weg zum Nationalkader. Jede Menge Zweierpartner hatte Leske. „Allein vier verschiedene im vergangenem Winter“, sagt er.

Doch nun sind alle Verantwortlichen überzeugt, mit Leske/Braun ein Tandem gefunden zu haben, das die Olympia-Qualifikation schaffen kann. „Wenigstens Elfter müssen wir bei der Weltmeisterschaft werden“, weiß Leske ganz genau, was vor ihm liegt. „Jetzt rudere ich gegen die amtierenden Weltmeister und Olympiasieger.“ Doch Bange machen gilt nicht.

Siebter waren die beiden zuletzt bei einem Wettbewerb. „Mit zwei Wochen Training“, sagt der Moerser. Und am nächsten Wochenende stehen bereits die Europameisterschaften in Luzern, in der Schweiz auf dem Programm. „Danach folgen noch zwei Weltcups“ und dann muss es bei der WM im österreichischen Linz passen. „Am 1. und 2. September sind die Finale“, sagt Marc Leske, und er will unbedingt dabei sein.

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