Handball / Oberliga

Defensive vom SV Neukirchen muss gegen Wuppertal „brennen“

Eine Spielszene aus der vergangenen Saison, als der SV Neukirchen (gelb), hier mit Haupttorschütze Philipp Peich beim Wurf, die Gäste aus Wuppertal nach großem Kampf mit 21:20 bezwang. Foto:Arnulf Stoffel

Eine Spielszene aus der vergangenen Saison, als der SV Neukirchen (gelb), hier mit Haupttorschütze Philipp Peich beim Wurf, die Gäste aus Wuppertal nach großem Kampf mit 21:20 bezwang. Foto:Arnulf Stoffel

Neukirchen-Vluyn.   Handball-Oberligist SV Neukirchen muss nach dem Überraschungscoup beim hoch eingeschätzten TV Angermund nachlegen. Gegen den LTV Wuppertal.

Für den SV Neukirchen war das vergangene Wochenende ein perfekter Spieltag. Die Oberliga-Handballer freuten sich riesig über den gelungenen Überraschungscoup beim hoch eingeschätzten TV Angermund. Die Ausbeute waren zwei unglaublich wertvolle Auswärtspunkte, und die ärgste Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt ging zudem leer aus. Doch es wäre fatal sich auf den Lorbeeren auszuruhen.

Die Mannschaft muss zeigen, dass der jüngste Erfolg keine Eintagsfliege war. Die Blau-Gelben haben allerdings einen richtig schweren Brocken vor der Brust. Der LTV Wuppertal gastiert im Julius-Stursberg-Gymnasium. Der Anpfiff ertönt Samstag, um 18 Uhr.

Mächtig Qualität im Gepäck

Die Gäste aus der Klingenstadt reisen mit mächtig Qualität im Gepäck an. Der Verein stellt ein sehr homogenes Team allerdings ohne die große Spielerpersönlichkeit auf dem Parkett. Die Verantwortung ist auf viele Schultern verteilt. Wuppertal versucht stets das Tempo hochzuhalten – mit druckvollen Pässen. Ziel ist es, Spieler in aussichtsreiche Positionen für den Durchbruch zu bekommen. Die Mannschaft kann zudem aufgrund des breitgefächerten Kaders problemlos und ohne Qualitätsverlust durchwechseln.

Wuppertal hat beim Deckungssystem ein breites Spektrum zur Verfügung: Von einer defensiven 6:0-Formation bis hin zu einer ganz offensiven 4:2-Variante ist praktisch alles möglich. Die Defensive gilt als eingespielt, zweikampfstark und lauffreudig.

Wuppertal wollte in der Saison eigentlich ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden, hat aber mit aktuellen 13:9 Punkten schon einen deutlichen Rückstand auf Primus Unitas Haan (16:4). Will der Neukirchen etwas Zählbares ergattern, muss allerdings nahezu alles zusammenpassen.

Das Team benötigt viel Engagement und Hingabe. Insbesondere die Abwehr muss „brennen“. Das Team um die routinierten Strategen Dennis Kühn und Jens Beutelt, kann sich mit einem beherzten Auftritt in diesem Mannschaftsteil wichtiges Selbstvertrauen holen.

Der SV Neukirchen trifft auf einen Gegner, den man in der vergangenen Saison gleich zweimal schlagen konnte. Dem 21:20-Heimsieg folgte am letzten Spieltag der vielumjubelte 20:19-Erfolg, der dann zum Klassenerhalt reichte.

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