Handball

Aufstiegsrunde: Glücklicher Sieg für HSG Krefeld Niederrhein

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Auszeit: Die Handballer der HSG Krefeld Niederrhein sammeln sich im Heimspiel gegen die HSG Hanau.

Auszeit: Die Handballer der HSG Krefeld Niederrhein sammeln sich im Heimspiel gegen die HSG Hanau.

Foto: SK / FFS

Krefeld/Moers.  In der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga glückte der HSG Krefeld Niederrhein, die mit Moerser SC kooperiert, ein 27:26 (12:17) über Hanau.

Viel glücklicher konnte der Start der Aufstiegsrunde in die 2. Handball-Bundesliga für die HSG Krefeld Niederrhein am Samstagabend kaum laufen. Die Eagles, die in Kooperation mit dem Moerser SC die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus anpeilen, kamen gegen die HSG Hanau in der Glockenspitzhalle zu einem schmeichelhaften 27:26 (12:17)-Erfolg. Erst in den finalen drei Spielminuten gelang es dem Team von Trainer Maik Pallach, die Partie nach fortwährend klaren Rückständen noch aus dem Feuer zu reißen.

Der erst seit Februar bei den Gelb-Schwarzen arbeitende frühere Sportleiter des TV Großwallstadt nahm angesichts einer über weite Strecken schwachen Leistung kein Blatt vor dem Mund: „Die erste Halbzeit war nichts anderes als katastrophal. Dann haben wir uns gesteigert, vor allem in der Abwehr. Wir hatten durch unsere breite Bank am Ende mehr Körner als der Gegner. Torhüter Oliver Krechel hat uns mit einigen Paraden hinten raus natürlich auch gerettet.“

Simon Krivec konnte am Ende strahlen

Der HSG-Vorsitzende Simon Krivec, der die Partie mit seinem Vater Günter Krivec, seines Zeichens Vorsitzender und Gründer des Moerser SC, auf der Tribüne verfolgte, konnte am Ende auch noch über das ganze Gesicht strahlen. Danach sah es nach 30 Spielminuten nun wahrlich nicht aus. Der von Marijan Basic organisierte Angriff wirkte gerade aus dem Rückraum überaus harmlos. Dazu zeigte sich die Deckung trotz der beiden stämmigen Neuzugänge Domagoj Srsen und Robin Schoenaker im Innenblock sehr löchrig. Drei Siebenmetertreffer, vier Tore über die Außenpositionen und kein erfolgreicher Schnellangriff zeigten das offensive Dilemma in Zahlen auf.

Hanau wirkte spritziger, motivierter und überlistete die schläfrige HSG-Deckung mehrmals mit schnellen Vorträgen. Bei 17:23 in der 43. Minute schien die Messe aus Krefelder Sicht schon gesungen. Doch Trainer Pallach griff erfolgreich zur Verzweiflungstat, brachte nun seine Bank zum Zug. Gerade der 19-jährige Carlos Marquis für Basic in der Rückraummitte wusste mit überraschenden Zuspielen und einer Portion Selbstvertrauen zu überzeugen. Der Youngster erzielte am Ende in Unterzahl auch das entscheidende Tor zum 27:26-Endstand.

HSG Krefeld Niederrhein nun zum TV Willstätt

Die allererste Krefelder Führung war Linksaußen Moritz Barwitzki in der 57. Minute vorbehalten. Der 26-Jährige leistete sich in beiden Halbzeiten zwar auch Fehler, war aber letztlich mit sieben Treffern bester Schütze der Gastgeber. Am Ende entschieden Glück, Kampfkraft und Torsteher Oliver Krechel. Krefeld spielte die letzten zwei Minuten in Unterzahl, schaffte dabei das Siegtor durch Marquis und hielt den eigenen Kasten sauber. „Das war dann auch ein Sieg des Willens“, befand Rückraumwerfer Oliver Milde.

Im zweiten Spiel der Gruppe B muss die HSG Krefeld Niederrhein am kommenden Samstag (20 Uhr) beim Ex-Zweitligisten TV Willstätt antreten, der das erste Spiel beim TuS 04 Dansenberg in Kaiserslautern am Samstagabend mit 27:29 verloren hat.

HSG Krefeld Niederrhein: Krechel; Milde (4), Basic (2), Schneider (2), Hahn (5), Schulz (2), Marquis (2), Schoenaker, Barwitzki (7/2), Brüren (1/1), Jagieniak (2), Srsen, Eberlein, Mircic.

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