Rheinberg. In der Fußball-Landesliga fährt der SV Budberg mit Selbstvertrauen zu Spitzenreiter Blau-Weiß Dingden. Es gibt schon einen Neuzugang.

Der SV Budberg muss zum Rückrundenauftakt gleich mal beim Tabellenführer ran. Die Budberger sind am Sonntag ab 14.15 Uhr zu Gast bei Blau-Weiß Dingden auf dem Naturrasen am Höingsweg. Trainer Tim Wilke weiß aber um die zuletzt gute Form seiner Mannschaft und geht die Aufgabe positiv an. Nichtsdestotrotz ist die Hürde in Dingden, das nur zwei der bisherigen 19 Punktspiele verloren hat, für die Budberger freilich eine sehr hohe.

„Wann fährt man schon gerne zum Tabellenführer?“, fragt SVB-Coach Wilke rhetorisch, um sogleich selbst anzufügen: „Unsere Antwort lautet: jetzt.“ In den letzten Spielen der Hinrunde waren die Budberger nämlich in sehr guter Form und arbeiteten sich mit vier Siegen aus sechs Spielen vor bis auf Platz zehn. „Das ist mit Sicherheit eines der allerschwersten Spiele der gesamten Saison“, weiß Wilke freilich, erklärt aber: „Wenn man da schon aufschlagen muss, dann, wenn man in einer guten Verfassung ist und mit Rückenwind kommt.“

SV Budberg mit 0:3 im Hinspiel gegen Dingden

Die Voraussetzungen sind in diesem eigentlich ungleichen Duell also die wohl denkbar günstigsten für den Landesliga-Aufsteiger, um überraschend zu punkten. „Ob das reichen wird, hängt von mehreren Faktoren ab, die diesmal auch der Gegner mitbestimmen wird“, betont der Budberger Trainer und skizziert mit Blick auf das Spiel, worauf es für seine Mannschaft aus seiner Sicht ankommen wird: „Wie kriegen wir deren brutal gutes Zentrum in den Griff? Was machen wir gegen die schnellen Außenspieler? Schaffen wir es, deren Abwehrblock in Bewegung zu bringen?“

SV Budbergs Trainer Tim Wilke ist vor der Partie bei Blau-Weiß Dingden zuversichtlich.
SV Budbergs Trainer Tim Wilke ist vor der Partie bei Blau-Weiß Dingden zuversichtlich. © FUNKE Foto Services | Oliver Mueller

Als zum Saisonauftakt Dingden in Budberg zu Gast war, waren die Kräfteverhältnisse beim verdienten 3:0-Sieg der Blau-Weißen noch sehr ungleich. Seitdem hat sich vor allem Budberg deutlich gesteigert und ist mehr als nur in der Liga angekommen. „Das ist der erste Quervergleich zur Hinrunde“, weiß Wilke, das dies nun Woche für Woche auf den Prüfstand gestellt wird. Eine der schwersten Prüfungen wartet also gleich als erstes, und der Budberger Trainer betont noch einmal: „Wir alle freuen uns darauf, uns mit dem aktuell verdienten Ligaprimus zu messen.“

SV Budberg: Twardzik könnte erneut Weyhofen hinten ersetzen

Fehlen wird dabei Außenverteidiger Felix Weyhofen, der sich am vergangenen Wochenende in Steele eine Verletzung an der Syndesmose zugezogen hatte. Für ihn kam dort Jonas Twardzik ins Spiel und ist sicherlich der Top-Kandidat auf den freien Platz in der Startelf. Auch Benedikt Franke wird fehlen, da er beruflich verhindert ist. Dagegen kehrt der in Steele urlaubsbedingt fehlende Lennart Hahn zurück in den Kader. Neuzugang Marius Ebener wird erst im neuen Jahr ein Kandidat für den Kader sein.

Torhüter Marius Ebener ist erster Neuzugang für die Rückserie

Mit Ebener präsentierte Budbergs Sportlicher Leiter Henrik Lerch unter der Woche ersten Neuzugang. Er hat bereits seit geraumer Zeit regelmäßig in Budberg mittrainiert und meldete sich nun auch fest beim SVB an. Zwar wusste die Budberger Nummer eins Marc Anders, in 18 von 19 Ligaspielen zwischen den Pfosten, zumeist zu überzeugen. Backup David Dohmen vertrat ihn am dritten Spieltag zwar durchaus ordentlich, fehlte aber auch bei einigen Partien, sodass Torwarttrainer Volker Prangen mehrfach als Notfallersatz auf der Bank saß.

Mit Ebener gibt es demnächst eine weitere Alternative. Zuletzt war er vereinslos, spielte zuvor Ende 2022 für Blau-Gelb Überruhr in Essen. Bei Überruhr sowie Arminia Klosterhardt und der SSVg. Velbert absolvierte er unter anderem insgesamt 14 Oberliga- und acht Landesliga-Spiele.