Basketball / Regionalliga

76:85! Großer Kampf der BG Lintfort wird nicht belohnt

Lennard Schild (am Ball) lieferte mit der BG Lintfort gegen die BG Dorsten ein tolles Spiel, doch die Gastgeber verloren knapp mit 78:83. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Lennard Schild (am Ball) lieferte mit der BG Lintfort gegen die BG Dorsten ein tolles Spiel, doch die Gastgeber verloren knapp mit 78:83. Foto:Oleksandr Voskresenskyi

Kamp-Lintfort.   Bei der 76:85-Heimniederlage gegen die BG Dorsten haderte Basketball-Regionalligist BG Lintfort mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen.

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Die Regionalliga-Basketballer der BG Lintfort schnupperten bei ihrem Auftritt gegen die BG Dorsten lange an einer Überraschung, konnten über mehr als drei Viertel der Spielzeit dem favorisierten Gast aus dem Ruhrgebiet Paroli bieten. Doch aus Sicht der Lintforter Verantwortlichen überinterpretierte ein Schiedsrichter seine nur spielbegleitende Rolle und sorgte mit zwei mehr als fragwürdigen Entscheidungen für die Lintforter 76:85 (39:40)-Niederlage.

Vier Punkte zurück

33 Minuten lang schien es so, als könnte die BGL eine erneute Überraschung schaffen und einen favorisierten Gegner an den Rand einer Niederlage bringen. Zu diesem Zeitpunkt lag das Team im letzten Viertel nur vier Punkte im Hintertreffen, auch wenn die Gäste insgesamt die reifere Vorstellung ablieferten. Dennoch kämpfte die BGL, die aufgrund einiger Verletzungssorgen nur dezimiert antreten konnte, mit allen ihr noch zur Verfügung stehenden Mitteln.

Eine Situation gab dann den Ausschlag: Lintforts Center Janosch Feige wurde bei einer Korbaktion in der Offensive deutlich gefoult, der Pfiff blieb aus. Dorsten startete einen Gegenangriff, der jedoch jäh von einem Pfiff eines Schiedsrichters unterbrochen wurde. Offenbar waren Feige und sein Gegenspieler auf dem Weg zum anderen Korb nochmals aneinander geraten. Der Dorstener erhielt nur ein technisches Foul trotz deutlich erkennbaren, versuchten Ellbogenstoßes. Janosch Feige, der sich über diese Aktion verständlicherweise lautstark aufregte, wurde sofort disqualifiziert.

Doch damit nicht genug: Es entsponnen sich Diskussionen im Bereich der Ersatzbänke. Und offenbar war der Schiedsrichter damit derart überfordert, dass er einen weiteren BGL-Spieler aus der Halle warf – der allerdings während der gesamten Zeit ruhig und still auf der Bank gesessen und keinen Ton von sich gegeben hatte. So musste auch Paul Krüger die Halle verlassen.

Für die Moral der BGL war das der „Todesstoß“. In den letzten sieben Minuten der Partie war Lintfort nicht mehr dazu in der Lage, die bis dahin mehr als ansprechende Leistung aufs Feld zu bringen. Die Gäste profitierten nun von der Abgeklärtheit ihres überragenden US-Spielers Nwabuzor sowie des Bulgaren Paskov, die den am Ende verdienten, aber dennoch mehr als fragwürdig zustande gekommenen Erfolg nach Hause brachten.

So spielte es letztlich auch keine Rolle mehr, dass die BGL in der ersten Halbzeit eine tolle Teamleistung abgeliefert hatte, zu der auch Eric Peltz und Jochen Durdel aus der zweiten Mannschaft entscheidend beigetragen hatten. So befand sich die BGL jederzeit in Schlagdistanz zum Gegner. Es ging auch nur mit einem Rückstand von vier Punkten (58:62) ins Schlussviertel - bis es zur Vorentscheidung durch einen der beiden Schiedsrichter kam.

„Ich möchte jetzt nichts dazu sagen. Wir haben überragend gekämpft und Dorsten alles abverlangt. Ich kann auch die Situation, die zu den Disqualifikationen geführt hat, nicht genau bewerten. Dazu gab es einfach ein zu großes Durcheinander. Aber am Ende war es jetzt das zweite Spiel in Folge, in dem die Partie nicht allein durch die Leistung der beiden Teams auf dem Feld entschieden wurde“, war BGL-Coach Tobias Liebke wortkarg.

BGL: Thomas Achtermeier (23), Schild (12), Krüger, Peltz, Till Achtermeier (alle 8), Durdel (5), Töps, Feige (beide 4), Ebiballari (3), Illbruck (1).

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