Volleyball / 2. Liga

3:0! Moerser SC entzaubert den Tabellendritten aus Kiel

 Oliver Staab (Mitte), hier gemeinsam mit Oskar Klingner (rechts) im   Moerser Block gefordert, machte gestern die wichtigen Punkte beim klaren 3:0-Heimsieg gegen den Kieler TV. Foto:Juergen A Sabarz

 Oliver Staab (Mitte), hier gemeinsam mit Oskar Klingner (rechts) im   Moerser Block gefordert, machte gestern die wichtigen Punkte beim klaren 3:0-Heimsieg gegen den Kieler TV. Foto:Juergen A Sabarz

Moers.   Nach fünf Niederlagen in Folge konnte Volleyball-Zweitligist Moerser SC am Sonntag beim 3:0 über den Kieler TV endlich wieder einen Sieg feiern.

Fünf Niederlagen in Folge waren mehr als genug: Gestern Nachmittag schaffte Volleyball-Zweitligist Moerser SC endlich die Wende zum Guten und feierte einen überraschend deutlichen 3:0 (25:16; 25:21; 25:23)-Heimsieg über den Tabellendritten Kieler TV, der mit drei Siegen in Serie als Empfehlung in den Enni-Sportpark gereist war.

Davon war vom ersten Ballwechsel an aber nichts zu sehen. Zwar starteten die Norddeutschen mit einer 4:2-Führung, doch danach konnten die „Adler“ den Druck immer weiter erhöhen. Für den MSC starteten Zuspieler Jonas Hoppe, Oliver Staab auf der Diagonalposition, die Mittelblocker Oskar Klingner und David Seybering sowie Kapitän Lukas Schattenberg und Tom Weber auf Annahme/Außen. Aus Sicht der Hausherren lief der erste Satz nahezu perfekt, Moers spielte sich förmlich in einen Rausch mit Zwischenspurts von 5:6 auf 9:6 sowie von 14:10 auf 17:10. Die letzten fünf Punkte des Satzes machte der MSC selbst, auch der Block machte die „Mitte“ konsequent dicht.

Oliver Staab überragt

Danach gelang es dem Team des Trainergespanns Martin Schattenberg/Hendrik Rieskamp, den Schwung auch in den zweiten Satz mitzunehmen. Nach ausgeglichenem erstem Drittel (8:8) drehten besonders der überragende Oliver Staab, der später auch zum wertvollsten Akteur der Begegnung gewählt wurde, und Regisseur Hoppe, dem auch einige spektakuläre Zuspiele gelangen, auf. Moers zog den Kielern wiederum mit zwei guten Serien den Zahn - einmal von 8:8 auf 11:8, dann von 11:11 auf 15:11. Nachdem die Gäste von 17:23 noch einmal auf 20:23 verkürzt hatten, machte der MSC den Sack zu. Neben dem überragenden Staab, der beim Satzball den Kieler Block anschlug, konnte sich in dieser Phase auch David Seybering mit mehreren starken Aktionen in den Vordergrund spielen.

Ein enger Kampf im dritten Durchgang

Ganz so einfach wollten die Gäste sich dann aber doch nicht geschlagen geben. So wurde der abschließende, dritte Durchgang zu einem „dicken Brett“, das der MSC vor seinen gut gelaunten Fans zu bohren hatte. Die 5:2-Führung der Moerser ließ Kiel nicht widerstandslos auf sich sitzen und drehte den Spieß mit vier Punkten in Serie sofort zum 6:5 um. Anschließend wechselte die Führung ständig hin und her. Der Tabellendritte hatte sich mittlerweile besser auf die Moerser Angriffe eingestellt und konnte in der Abwehr mehr überzeugen. Keiner der Kontrahenten setzte sich vorentscheidend ab, bis zum 21:21 blieb der Satz absolut ausgeglichen. Dann fasste sich Oskar Klingner ein Herz und verbuchte zwei Punkte zum 23:21, aber auch das war noch nicht die Entscheidung. Nachdem Moers den ersten Matchball vergeben hatte, nahmen die Hausherren beim Zwischenstand von 24:23 die letzte Auszeit, um noch einen Impuls zu setzen. Und dieser Plan ging tatsächlich auf. Der nächste Ballwechsel sorgte aufgrund seiner Dauer noch einmal für Begeisterung, die sich unter den Zuschauern weiter steigerte, als mit Oliver Staab der Mann des Tages wieder zur Stelle war und den letzten Punkt verbuchte.

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