Handball / 2. Liga

22:30! TuS Lintfort gehen gegen Rödertal die Kräfte aus

Hatte eine schweren Stand am Kreis: TuS-Spielerin Tatjana van den Broek (Bildmitte). Foto:Erwin Pottgiesser

Hatte eine schweren Stand am Kreis: TuS-Spielerin Tatjana van den Broek (Bildmitte). Foto:Erwin Pottgiesser

Kamp-Lintfort.   Zum Rückrundenauftakt in der 2. Bundesliga kassierten die Handball-Damen des TuS Lintfort eine 22:30-Heimniederlage gegen den HC Rödertal.

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Es kam so, wie im Vorfeld vermutet: Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort zogen zum Rückrunden-Auftakt in der heimischen Eyller-Sporthalle gegen den starken Tabellenzweiten HC Rödertal verdient mit 22:30 (14:12) den Kürzeren.

Die TuS-Spielerinnen begannen aber alles andere als ängstlich. Das Team betrieb einen hohen Aufwand. Vor allem das Engagement in der Deckung muss lobend erwähnt werden. Die Mannschaft funktionierte als Einheit, nahm die Zweikämpfe entschlossen an, mit der dazugehörigen Körpersprache. Dieser selbstbewusste Auftritt verfehlte seine Wirkung nicht. Rödertal agierte in etlichen Situationen ziemlich zerfahren und ungeordnet.

Harte Gangart

Lintfort spielte selbst im Angriff mutig weiter, obwohl die TuS-Spielerinnen auch das eine oder andere Mal die harte Gangart des Gegners zu spüren bekamen. Aber das Team ließ in seinem Bestreben nicht locker und bot den Zuschauern tolle Kombinationen mit schönen Toren. Und wenn der Spielfluss einmal ins Stocken geriet, so packte Loes Vandewal den „Hammer“ aus. Ihre harten Schlagwürfe schlugen gerade in der Endphase des ersten Durchgangs einige Male ins Rödertaler Gehäuse ein.

Aber die Gastgeberinnen konnten dieses hohe Niveau in Halbzeit zwei nicht mehr abrufen. Ganz im Gegenteil zu der Spitzentruppe aus Rödertal, die sich sogar noch steigern konnten, clever und abgezockt die Defizite des Gegners schonungslos aufdeckte. Lintfort schwächelt insbesondere in der Offensive. Es fehlten die klaren Strukturen, die Entschlossenheit, sowie an der Präzision beim Torabschluss. Als Spielerinnen sich immer öfter unvorbereitete Würfe nahmen, geriet die Mannschaft folgerichtig deutlich in Rückstand.

Ungewohnte Lücken in der Deckung

Rödertal war nicht mehr zu stoppen, weil bei den TuS-Spielerinnen zusätzlich die Kampfkraft erkaltete. In der Deckung taten sich ungewohnte Lücken auf, die das Team nicht mehr schließen konnte.

Die Gäste waren im gesamten zweiten Durchgang das klar bessere Team und gewannen auch in der Höhe verdient.

„In Halbzeit eins klasse verkauft“

„Die erste Halbzeit war richtig gut“, sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Meine Mannschaft hat sich klasse verkauft, mit einem ganz starken Deckungsauftritt. Wir konnten diese Leistung nach dem Seitenwechsel allerdings nicht mehr aufrechthalten, haben unter anderem klare Chancen ausgelassen.“

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