Schwitten.

TVS nur in Durchgang zwei im Spiel

Schwitten.  Das gestrige Handball-Landesligaspiel des TV Menden-Schwitten gegen Ligafavorit SG Schalksmühle-Halver II begann nach den Ereignissen von Paris nachvollziehbarerweise mit einer Trauerminute.

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Der Gastgeber spielten beim 29:34 (8:20) anschließend einen äußerst schwachen ersten Durchgang. „Wir haben vor der Pause ohne Herz gespielt, das muss ich erst einmal verdauen“, bilanzierte ein geknickter Spielertrainer Tihomir Knez nach Spielende in den Katakomben der Kreissporthalle. Dort schien sein Team auch in Durchgang eins geblieben zu sein, denn der TVS agierte beweglich wie eine Litfaßsäule. Keine Ideen im Angriff und in der Deckung eher an einen Eskortservice erinnernd, lud man das Topteam aus dem Südkreis zu einem sportlichen Spaziergang ein.

Körperloses Abwehrspiel

Früh nahm die zweite Pleite in Folge ihren Lauf (5:9/13.). Und das war erst der Anfang: Fehlwürfe (Meisterjahn, Torsten Becker) und technische Fehler en massé machten es dem Gast mehr als einfach. Einzig Keeper Peichert hielt dagegen, doch er war der ärmste Hund angesichts der körperlosen Abwehrleistung.

Als Ludwig auf 7:16 stellte, waren die Hoffnungen der vielen Halinger Zuschauer auf Schützenhilfe bereits zerstoben (25.). „Einige sollten sich fragen, ob sie in der ersten Halbzeit wirklich alles gegeben haben“, grantelte Tihomir Knez.

Der stellte nach dem Wechsel um und ließ einige Akteure gar nicht mehr groß am Spiel teilnehmen. Binnen 15 Minuten markierte Schwitten neun Treffer und ließ ganze fünf zu. „Da hat man gesehen, dass die Jungs auf der Platte wollten“, so Knez. Schalksmühle wurde nun effektiver bearbeitet, vor allem Pottkämper und Außenspieler Sven Potberg kamen nicht mehr so zur Geltung.

Seriöses Angriffsspiel

Und vorne überzeugte Schwitten nun mit seriösem Angriffsspiel. Nach feinem Knez-Pass markierte Nico Löbbecke das 20:28 (49.). Schwitten zeigte nun, dass man durchaus fähig ist, auch dieser Ausnahme-Mannschaft Paroli zu bieten. Denn der drittligaerfahrene Keeper Skabeikis bekam kaum eine Hand an den Ball.

Als Knez entschlossen zum 25:30 traf, staunte die Halle nicht schlecht (55.). Am Ende reichte es nicht mehr, „weil uns nach dieser Aufholjagd auch der Sprit ausging“, so Knez.

TV Menden-Schwitten: Peichert, Steffen Kampmeier; Sven Becker, Scheiing, Hormann, Knez (7), Torsten Becker (9), Löbbecke (5), Oliver Kampmeier, Koerdt (4), Pasche, Meisterjahn (4/3), Poth, Birk.

Anmerkung der Redaktion:

Der Artikel über das Heimspiel des TV Menden-Schwitten gegen die SG Schalksmühle-Halver II ist in einer früheren Version dieses Textes und in der gedruckten Montagsausgabe der WP bedauerlicherweise nicht so erschienen, wie es sich für eine besonnene und maßvolle Berichterstattung gehört.

Wir möchten uns daher für die unpassende Formulierung und den unangemessenen Vergleich im ersten Absatz des Artikels bei allen Beteiligten entschuldigen. Ein Handballspiel mit dem Terrorakt in Paris in Verbindung zu bringen, war selbstverständlich nicht unsere Absicht. Dass es dennoch passiert ist, bedauern wir sehr.

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