Kreisliga A Iserlohn

SV Oesbern gegen DJK Bösperde: Entscheidung in Minute 101

Tor und Vorlage: Marius Beierle (blaues Trikot).

Tor und Vorlage: Marius Beierle (blaues Trikot).

Foto: Dietmar Reker

Oesbern.  Die Floskel von dem Fußballspiel, das 90 Minuten dauert, wurde am Habicht außer Kraft gesetzt. Der Grund ist kurios.

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Einen langen Nachmittag erlebten die Zuschauer am Sonntag am Habichtsportplatz. Erst nach 104 Minuten wurde das Derby in der Kreisliga A Iserlohn zwischen dem SV Oesbern und DJK Bösperde abgepfiffen. Am Ende gewannen die Hausherren mit 3:2 (0:1).

Dass so ungewöhnlich lange nachgespielt werden musste, begründete sich in einer Szene, die kurz nach der Halbzeit passierte. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste aus Bösperde mit 1:0, doch das wurde in diesem Moment nebensächlich. Nach einem eigentlich normalen Zweikampf blieb DJK-Torhüter Tobias Moll unter Schmerzen am Boden liegen.

Kein Ersatz-Torhüter da

„Tobi ist nach einer Ballaktion mit dem Fuß weggerutscht“, schilderte sein Trainer Thomas Albracht die Szene. Unter Schmerzen blieb der Torhüter am Boden liegen. Erste Diagnose: Bänderriss. Eine Fortsetzung des Spiels war für Moll nicht möglich. „Das war durchaus problematisch, weil wir keinen zweiten Torhüter dabei hatten. Unser etatmäßiger zweiter Mann ist auch verletzt“, erklärte Albracht. E

ine Lösung fanden die Bösperder dann in Frederic Hafrung, den Schlussmann der zweiten Mannschaft. Der war gerade am Platz angekommen, da die DJK-Reserve im Anschluss an die erste Mannschaft gegen die SVÖ- Reserve antreten musste. Albracht reagierte schnell, schilderte dem Reserve-Keeper die Situation und bat beim Schiedsrichter um eine kurze Unterbrechung, damit sich der neue Schlussmann noch umziehen konnte. Nach einer knappen Viertelstunde Pause ging es weiter.

„Das hat uns schon aus dem Konzept gebracht. Danach haben wir nicht mehr ins Spiel gefunden“, resümierte der DJK-Trainer.

Bösperde in Halbzeit eins die bessere Mannschaft

Sportlich begann die Partie für die Gäste gut. „Bösperde war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, wir hatten Probleme“, gestand Thomas Sinapidis, Trainer des SV Oesbern. Folgerichtig führten die Gäste mit 1:0, nachdem Maximilian Heider einen Konter nach 20 Minuten per Lupfer über den Torhüter zum 0:1 abschloss.

„Zur Halbzeit haben wir dann umgestellt. Danach kamen wir besser aus der Kabine und waren in der zweiten Halbzeit überlegen. Auch, weil Bösperde irgendwann aufgehört hatte zu spielen. Hätten die so weitergemacht wie in der ersten Halbzeit, dann wäre es schwer geworden für uns“, ist Sinapidis sicher.

Es dauerte bis zur 73. Minute bis Marius Beierle einen Pass in die Schnittstelle der Bösperder Abwehr spielte und Louis Bongard zum 1:1 ausglich. Mit dem Ende der regulären Spielzeit war es dann Bongard, der als Vorbereiter glänzte.

Beierles Elfmeter ist die Vorentscheidung

Über die Außenbahn zog der Oesberner nach Innen, spielte von der Grundlinie aus den Rückpass auf Kevin Mahmoud, dessen Schuss aus fünf Metern das 2:1 bedeutete. Den letzten Oesberner Treffer erzielte Marius Beierle per Foulelfmeter in der elften Minute der Nachspielzeit. Zuvor war Kevin Mahmoud in Strafraum gefoult worden. Zwei Minuten später traf Bösperdes Andreas Wiebe noch zum 3:2. „Aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter Sieg für uns“, sagte Sinapidis.

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