Bezirksliga 4

Sportfreunde Hüingsen düpieren SV Schmallenberg/Fredeburg

Marco Fiore (rechts) und die Sportfreunde Hüingsen schlagen Schmallenberg deutlich.

Marco Fiore (rechts) und die Sportfreunde Hüingsen schlagen Schmallenberg deutlich.

Foto: Dietmar Reker

Menden.  Diese 90 Minuten sind Balsam auf die Seele der Sportfreunde Hüingsen. Doch Trainer Giancarlo Fiore ist noch nicht zufrieden.

Dieser Sieg war schon ein wenig Balsam für die Seele der Sportfreunde Hüingsen. Nach der Debatte um die 2:3-Pleite in Marsberg und deren Umstände hatte sich im Ohl schon ein wenig Enttäuschung breit gemacht. Doch die ist nach dem 5:0 (1:0)-Erfolg über den SV Schmallenberg/ Fredeburg nur noch eine Randnotiz.

Ein Sieg, der durchaus beachtlich ist. Denn die Balltreter aus der Strumpfstadt des Hochsauerlandkreises stellen in der Liga keine Laufkundschaft dar. Doch Sportfreunde-Trainer Giancarlo Fiore mochte keinesfalls in den Jubel einstimmen. „Das ist noch nicht unsere beste Leistung. Da waren noch reichlich Hänger drin. Wir müssen einfach noch ruhiger werden“, monierte der Italiener nach dem Schlusspfiff.

Was den Hüingser Coach vor allem nervte, waren Phasen in denen sein Team unheimlich wackelte. „So habe ich zwischen den 45. und 65. Minute einige Szenen erlebt, die mir gar nicht gefallen haben. Wir haben da Schmallenberg zu viele Möglichkeiten gestattet. Gut, dass da nichts passiert ist“, resümierte der Hüingser Coach. Dass der Coach da sichtlich unzufrieden war, konnte man auch an der Tatsache festmachen, dass sich der gute „Django“ einwechseln wollte.

Güclü kurzzeitig vor Platzverweis

„Tarik Güclü stand da am Rand zur Gelb-Roten Karte“, erklärt Fiore den Hintergrund seiner Maßnahme. Doch diese „Drohung“ schien bei seinen Kickern anzukommen. Mit dem 2:0 von Volkan Bodur in der 68. Minute waren die Sportfreunde endlich auf Kurs. Aber der Reihe nach.

Die Partie im Ohl begann für die Gastgeber eigentlich recht viel ordentlich. Defensiv stand man sehr sicher und suchte schnell den Weg zum gegnerischen Tor. Allerdings wirkte man dort zunächst zu fahrig. Volkan Bodur fehlte freistehend vor dem Schmallenberger Tor die Konsequenz.

Tarik Güclü hatte in seinen Aktionen immer einen Dreher zu viel. Hinzu kam ein wenig Pech bei einem Foul im Strafraum an Volkan Bodur. Da blieb die Pfeife des Hammer Schiedsrichters Adem Akkaya stumm. Doch zum Glück traf in der 35. Minute Robin Hartnig nach sehenswerter Einzelleistung zum 1:0.

Ein Vorsprung, der SF-Trainer Giancarlo Fiore doch sehr nachdenklich in die Kabinen gehen ließ. „Wir müssen einfach ruhiger werden“, schien der Italiener zu ahnen, dass es für seine Mannschaft ein wenig kritisch werden würde.

SV erhöht den Druck vor der Pause

Denn die Fußballer aus der flächengrößten Stadt Nordrhein-Westfalens entwickelten auf einmal relativ viel Druck. Man glaubte daran, dass es im Ohl durchaus etwas zu holen gab. Und in den ersten Minuten des zweiten Spielabschnittes wirkten die Hausherren das ein oder andere mal ein wenig orientierungslos. Mirko Piechaczek hätte für sein Team durchaus den Ausgleichstreffer markieren können (54.). Doch das blieb den Sportfreunden erspart.

Die Schützlinge von Giancarlo Fiore fanden selbst den Weg zurück ins Spiel. Ein langer Ball auf Volkan Bodur, ein feines Solo und das Spielgerät zappelte zum 2:0 für die Sportfreunde im gegnerischen Netz (68.). Die Entscheidung sollte dann in der 75. Minute folgen. Gäste-Kicker Burmann sah nach Handspiel im eigenen Strafraum die Rote Karte. Den fälligen Handelfmeter verwandelte Sven Barnefske zum 3:0 und sorgte dafür, dass der Coach die Trainingsjacke wieder anziehen konnte.

Dass er nicht mehr zum Einsatz kam, war dem Hüingser Trainer aber letztlich egal. Seine Mannschaft spielte souverän die Zeit herunter und stockte das Torkonto durch Treffer von Tobias Maier und Volkan Bodur auf fünf auf. Ein Sonntag, der bei den Sportfreunden für gute Laune sorgte.

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