Kreisliga A Arnsberg

SG Balve/Garbeck steht vor einer schwierigen Saison

Trainer Jan Gajewski ist mit dem Verlauf der Vorbereitung unzufrieden.

Trainer Jan Gajewski ist mit dem Verlauf der Vorbereitung unzufrieden.

Foto: Dietmar Reker

Balve.  In der vergangenen Saison überzeugte die SG Balve/Garbeck. Die neue Spielzeit hingegen steht unter keinem guten Stern.

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Das Ergebnis ließ schon ein wenig aufhorchen. Die Kreisliga-Fußballer der SG Balve/Garbeck kassierten am Sonntag im Testspiel gegen den Hemeraner A-Ligisten SV Deilinghofen/Sundwig eine deftige 1:11-Pleite. Eine Niederlage, die zwei Wochen vor dem Saisonstart schon aus dem Rahmen fällt.

Das sieht auch Jan Gajewski, der Trainer der SG Balve/Garbeck, so. Und der junge Coach nimmt da kein Blatt vor dem Mund. „Es gibt ja viele Trainer, die sagen, dass sie die Ergebnisse der Testspiele nicht interessieren. Aber ich sage, dass diese Spiele auch eine Aussagekraft haben“, will der Coach nach der Testspielpleite keinesfalls schnell zur Tagesordnung übergehen.

„Das Ergebnis spiegelt ganz deutlich unsere Vorbereitung wider. Und die war bislang richtig schlecht“, gibt es für Jan Gajewski zehn Tage vor dem Auftaktspiel gegen den SV Affeln keinen Grund zur Zufriedenheit. „Man muss es halt so akzeptieren, wie es ist“, sieht Gajewski für unnötige Hektik keine Notwendigkeit. „Der Fußball hat in unseren Breiten halt nicht mehr den Stellenwert, den er einst hatte. Er ist für viele nicht mehr die schönste Nebensache“, ist für den SG-Trainer Euphorie fehl am Platz. Vielmehr ist das nur ein Punkt in der Mängelliste der Saisonvorbereitung.

Der Coach des Fusionsclubs verschweigt aber auch nicht, dass die Fehlersuche viel größer ist. „Natürlich haben wir wie jeder andere A-Liga-Klub mit Urlaubern zu kämpfen. Das kann man niemanden vorwerfen. Schließlich sind wir Amateure“, sagt Jan Gajewski. Pech hatte sein Team dagegen mit Verletzungen. „Es ist schon ärgerlich, wenn Spieler seit Wochen an diversen Verletzungen laborieren. Oder wenn dann neue Erkrankungen hinzu kommen“, sieht Gajewski sein Team nicht gerade vom Glück verfolgt.

Später Abgang verwundert SG

Der junge Trainer mag damit allerdings die aktuell übersichtliche Verfassung seiner Mannschaft nicht erklärt sehen. Hinzu kamen auch einige nicht vorherzusehende Rückschläge. So hat der kurzfristige Wechsel von Tim Schulte Schmale zum Landesligisten TuS Langenholthausen eine tiefe Lücke gerissen.

„Da war ich schon sehr erstaunt, dass ein Landesligist kurz vor Ende der Wechselfrist seine Personalplanungen scheinbar nicht abgeschlossen hatte. Das ist schon ungewöhnlich. Meiner Mannschaft tut der Weggang natürlich weh. Diesen Abgang konnten wir nicht mehr ersetzen.“ Aber das war für den Fusionsclub ja nicht der einzige personelle Rückschlag.

So überlegt Jonas Köster, ganz mit dem Fußball aufzuhören. „Er hat immer wieder Schmerzen im Fuß“, würde Gajewski den Abgang des Youngsters bedauern. Zumal sich Alex Ollesch erstmal nicht weiter mit dem Ball beschäftigen will.

Gajewski nimmt Spieler in die Pflicht

„Das sind natürlich alles Probleme. Und zudem mussten wir bei den Testspielen immer wieder improvisieren“, erklärt Gajewski. Trotzdem nahm man bei den Turnieren in Langenholthausen und Hüingsen teil. „Wir hatten da zugesagt und dann nehmen wir teil. Das gehört sich einfach so. Auch wenn wir die Mannschaft mit Spielern der Zweiten oder Alten Herren auffüllen mussten“, so der SG-Trainer. Und wie die diesjährigen Turniere zeigten, haben nicht alle diese Einstellung.

Jan Gajewski mag in den Tagen bis zum Saisonstart nicht mehr zurückschauen. „Jetzt sind die Spieler gefordert, die zum Führungskreis der Mannschaft gehören“, setzt der Trainer darauf, dass man sich selbst aus dem Sumpf zieht. Oder wie SG-Präsident „Oskar“ Müller sagt: „Auf Regen folgt auch wieder Sonnenschein.“

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