Jugendhandball

Junior-Sauerlandcup der SG Menden Sauerland wächst weiter

Rühren die Werbetrommel für den elften Junior-Sauerlandcup: Martin Weber (Märkische Bank), Frank Ostermann (Rosier), Kai Knafla (Rosier) und Frank Schlücking (SG Menden Sauerland). 

Rühren die Werbetrommel für den elften Junior-Sauerlandcup: Martin Weber (Märkische Bank), Frank Ostermann (Rosier), Kai Knafla (Rosier) und Frank Schlücking (SG Menden Sauerland). 

Foto: Tim Cordes / WP

Menden.  Die Resonanz auf den Junior-Sauerlandcup der SG Menden Sauerland nimmt immer weiter zu. Die Vorfreude der Organisatoren auf das Turnier ist groß.

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Der kleine Bruder wird immer größer: 54 Mannschaften aus ganz Deutschland werden sich am Wochenende 24./25. August um den Junior-Sauerlandcup duellieren.

Nach elf Jahren hat sich das Handballturnier für C-Jugendmannschaften der SG Menden Sauerland längst bundesweit etabliert. Das zeigt die Nachfrage, die die Organisatoren Peter Blankenhagen, Stefan Dose, André Julius und Frank Schlücking bewältigen müssen.

Denn die Vereine haben erkannt, dass die Mendener ihren Mannschaften etwas bieten, was sie in der Meisterschaft nicht haben: Den direkten Vergleich mit Mannschaften aus ganz Deutschland. „Der Leistungsgedanke setzt immer früher ein. Allerdings gibt es bei den C-Junioren noch keine Bundesliga. Das höchste, was Mannschaften hier zum Beispiel erreichen können, ist die Westfalenmeisterschaft. Deshalb beginnt bei vielen Bundesligisten die Förderung auch erst im B-Jugendbereich. Bis zur C-Jugend sind die Talente dann meistens noch in den Ausbildungsvereinen“, erklärt Frank Schlücking.

Top-Teams wie TSV Burgdorf Hannover, Bergischer HC, Bayer Dormagen, TUSEM Essen, der SC Magdeburg oder Handball Lemgo entsenden ihre Jugendmannschaften in die Hönnestadt.

Für den Fall von Absagen gibt es auch eine Nachrückerliste, um die vakanten Plätze sofort wieder neu zu besetzen.

Wiedersehen mit Familie Kral

Doch das Teilnehmerfeld beschränkt sich nicht nur auf deutsche Mannschaften. Bei den Jungen nimmt unter anderem die Nationalmannschaft aus Luxemburg teil, sowie bei den weiblichen Juniorinnen mit Pilisvörösvár eine Mannschaft aus Ungarn, auf die sich die Mendener Verantwortlichen besonders freuen.

Denn zu den Spielerinnen zählt auch Laura Kral, die gemeinsam mit ihren Eltern Valeria und Karoly noch bestens bekannt sind in Menden. Valeria und Karoly sind zwei ehemalige Handballgrößen, die einst für die Ursprungsvereine der SG Menden Sauerland auf Punktejagd gingen.

„Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen mit der Familie Kral. Sie haben noch sehr viele Freunde in Menden, der Kontakt zu ihnen ist nicht abgerissen, nachdem sie wieder zurück nach Ungarn gegangen sind“, betont Schlücking. Die Qualität des Turniers hat sich längst rumgesprochen, so werden auf den Tribünen der Hallen auch wieder zahlreiche Auswahltrainer und Scouts ihre Fühler nach den Talenten ausstrecken.

Die SG Menden Sauerland wird mit der weiblichen C-Jugendmannschaft am Turnier teilnehmen. Der von Thore Leestmann und Lilly Roland trainierte Jung-Jahrgang hat sich bereits im ersten Qualifikationsturnier für die Oberliga-Vorrunde qualifiziert und kann nun in einem Top-Umfeld weitere Erfahrungen sammeln, was für die anstehenden Aufgaben in der Meisterschaft keine schlechten Auswirkungen haben wird.

750 Aktive kommen nach Menden

Eine Jungenmannschaft wird die SG nicht stellen. Aus Gründen. „Da der Termin in den Ferien liegt, können wir leider keine männliche C-Jugend stellen. Die Mannschaft hat zu viele Ausfälle durch die Urlaubszeit zu verzeichnen. Und wenn man bei einem solchen Turnier antritt, möchte man ja auch seine stärkste Mannschaft präsentieren“, erklärt Schlücking.

Gespielt wird an dem Wochenende in den Sporthallen im Mendener Stadtgebiet. Neben den Spielstätten in Bösperde, Platte Heide, der Realschule Menden und der Walramhalle, werden die Finalspiele des Junior-Sauerlandcups am Sonntag erstmals in der Kreissporthalle ausgetragen.

Für die SG ist die Ausrichtung des Turniers immer wieder eine logistische Herausforderung. 200 Helfer sind im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Und das ist nicht so einfach. Knapp 750 Aktive werden an dem Wochenende auf der Platte stehen, hinzu kommen zahlreiche Eltern, Geschwister und Freunde, die ihre Mannschaften unterstützen wollen.

„Ich tippe mal auf insgesamt gut 900 Personen, die wegen des Sauerlandcups nach Menden kommen werden.“ Ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Stadt, die an dem besagten Wochenende mit „Menden á la Carte“ ein Großereignis bietet, das auch von dem sportlichen Besuch profitieren wird.

Untergebracht werden die Spieler in den Schulen im Stadtgebiet. Schlücking: „Besonders die Schulleitungen und Mitarbeiter des Gymnasiums an der Hönne und der städtischen Gesamtschule Menden tragen mit der Bereitstellung von Übernachtungsmöglichkeiten und Räumlichkeiten einen großen Teil zum Erfolg dieses Handball-Wochenendes bei.“

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