Eishockey

Iserlohn Roosters: Darum genießt Hommel trotz 0:1-Niederlage

Enttäuscht verlassen die Spieler der Iserlohn Roosters das Eis in Augsburg. Bei ihren mitgereisten Fans bedanken sie sich dennoch.

Enttäuscht verlassen die Spieler der Iserlohn Roosters das Eis in Augsburg. Bei ihren mitgereisten Fans bedanken sie sich dennoch.

Foto: Jan Huebner/Imago

Augsburg.  Mit 0:1 verloren die Iserlohn Roosters ihr Spiel in Augsburg. Manager Christian Hommel sah eine Reaktion, Verbesserungen und lobte die Fans.

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Christian Hommels Äußerung nach der Partie wirkte im ersten Moment – überraschend. „Ich habe das Spiel genossen“, sagte der Manager der Iserlohn Roosters über das Auswärtsduell seines Teams mit den Augsburger Panthern. Ein Duell, das die Roosters auf Grund ihrer Harmlosigkeit in der Offensive mit 0:1 verloren. Sie kassierten damit die dritte Niederlage in Folge – und der Manager genoss dieses Spiel?

Hommel zieht personelle Konsequenzen

„Es war ein geiles Spiel mit einer geilen Atmosphäre“, erklärte Christian Hommel, „und unsere Fans waren der Hammer!“ Mit einem Sonderzug hatten sich gut 800 Iserlohner am frühen Morgen auf den Weg nach Augsburg gemacht, um die Mannschaft zu unterstützen. Und das taten sie eindrucksvoll. „Ich wünschte, wir hätten sie mit einem Sieg beschenken können“, erklärte Manager Hommel, der mit dem Spielausgang natürlich nicht zufrieden war.

Er hatte in Absprache mit Trainer Jason O’Leary seinen Worten Taten folgen lassen und nach der erneut desolaten Vorstellung bei der 1:5-Heimpleite am Freitagabend gegen die Grizzlys Wolfsburg personelle Konsequenzen gezogen. „Ich hatte schon einmal gesagt, dass wir reagieren werden, wenn wir mit Leistungen einzelner Spieler nicht einverstanden sind“, sagte Hommel am Samstag vor der Abreise der Roosters nach Augsburg, ohne Details zu nennen.

Daine Todd statt Brett Findlay

Und er ergänzte: „Wir wollen ein Signal setzen. Es geht uns nicht darum, Spieler abzustrafen. Wir wollen ihnen vielmehr Gelegenheit geben, nachzudenken und ihre Schlüsse aus unserer Entscheidung zu ziehen.“ Vor der Partie bei den Panthern war schließlich klar: Stürmer Brett Findlay kam nicht zum Zug, stattdessen rückte Verteidiger Daine Todd in die Mannschaft.

„Die Jungs haben sich heute zerrissen wie schon lange nicht mehr“, lobte Hommel die Einstellung seiner Akteure, die in Augsburg laut Hommel eines ihrer besten Spiele zeigten. Allerdings fehlte ihnen in der Offensive wieder die Durchschlagskraft, zudem machte der Augsburger Torwart Markus Keller die guten Chancen zunichte. „Markus Keller war ausschlaggebend, dass wir den Sieg geholt haben“, sagte Augsburgs Trainer Tray Tuomie nach der Partie. Roosters-Goalie Anthony Peters tat es Keller auf der Gegenseite allerdings gleich und hielt die Roosters mit zig Paraden bis zur Schlusssirene im Spiel.

Gegentreffer bereits in 5. Minute

„Beide Mannschaften haben auf ganz hohem Niveau verteidigt“, analysierte Hommel. Bereits in der 5. Minute leisteten sich die Roosters aber einen Patzer. Neal Samanski ließ sich im eigenen Drittel die Scheibe stibitzen und wenige Augenblicke später war Peters beim Schuss von Augsburgs Thomas Jordan Trevelyan zur 1:0-Führung machtlos.

Die mitgereisten Fans der Sauerländer honorierten die kämpferische Leistung der Mannschaft mit wohlwollendem Applaus nach Spielende. „Obwohl die Spieler natürlich enttäuscht über das Ergebnis waren, hat sich jeder von den Fans verabschiedet, darauf habe ich geachtet“, sagte Hommel. Seine Genuss-Aussage – wirkte auf den zweiten Blick nicht überraschend.

Das sagt Trainer O’Leary

Und auch Trainer Jason O’Leary war – wie sein Manager – zwar nicht mit dem Endergebnis zufrieden, wohl aber mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Die Leistung der Jungs war viel besser als am Freitag. Wir haben ein paar Sachen geändert und sie haben versucht, es umzusetzen. Darauf können wir aufbauen“, sagte der Coach bei der Pressekonferenz. Zur Torflaute erklärte er: „Wir haben gut gearbeitet, aber trotzdem kein Tor geschossen, das ist eine Schwäche von uns im Moment – vor allem im Kopf.“

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