Handball-Landesliga

Halingen hat sehr leichtes Spiel

Patrick Schwarz zieht ab, die Gäste aus Evingsen haben wieder einmal nur das Nachsehen.

Patrick Schwarz zieht ab, die Gäste aus Evingsen haben wieder einmal nur das Nachsehen.

Foto: Dietmar Reker

Halingen.  Punktgleich waren die Teams vom TV Halingen und der TS Evingsen in der Handball-Landesliga vor dem Spieltag. Auf dem Feld war das nicht zu sehen.

Zuhause ist es einfach am schönsten. So denken nicht wenige, vor allem aber die Landesliga-Handballer vom TV Westfalia Halingen. Am Samstag fuhren die Halinger ihren dritten Sieg in der laufenden Spielzeit ein – zum dritten Mal in eigener Halle. Gegen einen überforderten Gegner vom TS Evingsen gewannen die Schützlinge von Trainer Sebastian Swoboda souverän und auch in der Höhe verdient mit 39:21 (17:13).

Die Erleichterung über den lockeren Sieg war dem Übungsleiter nach der Partie anzumerken. „Das war ein wichtiger Sieg, einer der uns gut tut“, sagt Swoboda. In der bisherigen Saison hatte der Halinger Trainer erst zwei Mal Grund für Erleichterung nach einem Spiel seines Teams, entsprechend wichtig war die Begegnung gegen die bis dato punktgleichen Evingser.

Halingen fällt in alte Muster zurück

Ein Zustand, der seit dem Samstagabend erst einmal Geschichte ist, denn die Westfalia ließ gegen den Gast aus Altena nicht viel anbrennen. Nach gutem Start in die Partie und 10:3-Führung nach zwölf Minuten deutete bereits alles auf einen deutlichen Erfolg hin – doch dann nahmen sich die Halinger eine zehnminütige Auszeit, in der die Evingser zurück in die Partie fanden. „Da sind wir wieder in alte Muster verfallen und haben zu viele technische Fehler produziert“, hat Sebastian Swoboda beobachtet. Eine Erklärung dafür lieferte Halingens Coach dann auch direkt mit.

„Wir haben in der letzten Saison sehr viele Spiele verloren, das ist bei einigen Negativerlebnissen schnell wieder präsent“, sagt der Übungsleiter der Westfalia. Bis auf 11:9 kamen ließ sein Team den Gast wieder heran kommen, was angesichts der sichtbar schwachen Spielanlage der Evingser eine Überraschung war. Doch die Halinger Schwächephase endete dann in der Folge genau so schnell wie sie begonnen hatte.

9:0-Lauf entscheidet das Spiel

Denn in der zweiten Spielhälfte ließ die Westfalia nicht mehr viel zu, vor allem die eigene Defensive mit einem starken Benni Swiencznik im Tor wurde von Minute zu Minute stärker. Die Evingser hingegen hatten nur wenige Mittel um die Halinger vor neue Aufgaben zu stellen – und so generierte die Swoboda-Sieben immer wieder Ballgewinne oder zwang die gegnerischen Akteure zu schwierigen Abschlüssen, die oft zur Beute für Schlussmann Swiencznik wurden. Daraus resultierten viele einfache Tore über die erste und zweite Welle.

Ein 9:0-Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit entschied die Partie dadurch bereits früh. 17:14 stand es nach 32 Spielminuten in der Halinger Mehrzweckhalle, elf Minuten später hatte die Westfalia das Ergebnis auf 26:14 gestellt – die restlichen Minuten verkamen zu einem Schaulaufen für den Gastgeber, der sich am Ende auch in der Höhe verdient gegen den Nachbarn im Tabellenkeller durchsetzte. „Wir haben gewonnen, mehr muss man aus diesem Spiel nicht machen“, sagt Sebastian Swoboda auch recht nüchtern nach dem Kantersieg.

Sonderlob für Schwarz vom Trainer

Der Halinger Trainer wünscht sich von seinem Team nun auch einen ähnlich engagierten und kompromisslosen Auftritt in der kommenden Woche beim Vergleich mit der HSV Plettenberg/Werdohl. „Wir müssen das jetzt auch einmal auswärts zeigen. Dann kommen wir auch in Tabellenregionen, in denen ich uns eher sehe“, fordert Swoboda, der besonders Patrick Schwarz aus einer überwiegend ausgeglichenen Mannschaftsleistung hervor hob. „Er hat wirklich sehr gut die Bälle verteilt und seine Nebenleute in Szene gesetzt. Wie er dazu auch noch 60 Minuten im Innenblock geackert hat, war wirklich herausragend“, so der TV-Trainer über seine Nummer 20. Ähnlich glänzen soll die auch in der kommenden Woche.

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