SG Finnentrop/Bamenohl

Zwei schwere Brocken am Osterfest

Lasse Strotmann (links, im Heimspiel gegen Schüren) und die SG Finnentrop/Bamenohl erwartet ein strammes Osterprogramm mit schweren Spielen gegen Erkenschwick und Wanne-Eickel.

Lasse Strotmann (links, im Heimspiel gegen Schüren) und die SG Finnentrop/Bamenohl erwartet ein strammes Osterprogramm mit schweren Spielen gegen Erkenschwick und Wanne-Eickel.

Foto: Martin Droste

Finnentrop/Bamenohl.   Der Rückzug des TSV Marl-Hüls und seine bizarren Folgen für den Auf- und Abstiegskampf in der Fußball-Westfalenliga 2

Der voraussichtliche Wegfall einer Aufstiegsmöglichkeit des Tabellenzweiten. Das alles beschäftigt Ralf Behle natürlich, ändert aber nichts an seiner Bestandsaufnahme. „Wir spielen eine überragende Saison. Das kann uns keiner mehr nehmen.“ Und die Saison ist für den Trainer der SG Finnentrop/Bamenohl und sein auch in der Rückrunde so erfolgreiches Team noch nicht zu Ende.

Als Tabellendritter biegt Finnentrop/Bamenohl auf die Zielgerade der Saison 2018/19 ein: mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter RSV Meinerzhagen, allerdings auch zwei Spielen weniger. Über Ostern steht das Behle-Team vor zwei Herausforderungen. Erst geht es am Gründonnerstag zum Tabellenfünften SpVgg Erkenschwick, Ostermontag ist der Viertplatzierte DSC Wanne-Eickel zu Gast in der H&R-Arena in Bamenohl. „Das sind zwei schwere Brocken“, hat der Übungsleiter aus Kirchhundem Respekt vor dem Doppelpack am Osterwochenende.

Herrmann zurück aus den USA

Das spielfreie letzte Wochenende hätte Ralf Behle gerne für ein Testspiel genutzt, „um im Rhythmus zu bleiben“. Aber der heimische Westfalenligist kassierte gleich drei Absagen. Aber auch so sieht Behle seine Mannschaft bestens vorbereitet für die schweren Spiele gegen die beiden Teams aus dem Ruhrgebiet. „Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, was die Konstanz angeht“, freut sich der SG-Coach über die Entwicklung seiner noch immer jungen Mannschaft. Auch ein Rückstand wirft Finnentrop/Bamenohl nicht mehr so schnell aus der Bahn.

Die SpVgg Erkenschwick hat zuletzt zwei Mal verloren. Zudem ging das Hinspiel klar mit 5:1 an die Gäste aus dem Kreis Olpe. Dennoch spricht Ralf Behle mit Hochachtung vom Gegner. „Erkenschwick ist individuell stark besetzt und versucht die Aufgaben spielerisch zu lösen. Aber auch wir haben einen Plan.“ Personell ist bei der SG Finnentrop/Bamenohl „alles im grünen Bereich“. Nicolas Herrmann ist seit einer Woche von seiner USA-Reise zurück.

Den wahrscheinlichen Wegfall einer Aufstiegsrelegation der Westfalenliga-Zweiten nimmt Behle zwar zur Kenntnis, ein sportlicher Super-Gau ist das für ihn aber nicht. „Wir tun uns keinen Gefallen, mit dem zweiten Platz zu kalkulieren.“ Ohnehin habe man die Sache „selbst nicht in der Hand“.

Ein Aufreger bleibt für Behle der erneute Rückzug des TSV Marl-Hüls. „Das ist für mich ein Unding und grenzt an Wettbewerbsverzerrung. Man steht auch gegenüber den anderen Mannschaften in der Verantwortung und kann nicht einfach sagen: Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“, ärgert sich Ralf Behle weniger über die beiden Zähler, die Finnentrop/Bamenohl am grünen Tisch verloren hat.

„Das geht einfach nicht“, hat er vor allem die Punktverluste des lange die Tabelle anführenden TuS 05 Sinsen im Blick. „Die waren fast schon durch, so etwas bleibt nicht in den Kleidern hängen.“ Genau so „erschreckend“ findet Behle die Folgen „für die unten stehenden Mannschaften, die sportlich ums Überleben kämpfen.“

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