Landesliga

VSV Wenden jagt dem SV Brilon keinen Schrecken ein

Vergebliche Liebesmüh: Der eingewechselte Wendener Sebastian Henne (links) kommt gegen zwei Briloner nicht an den Ball. Am Ende unterliegt der VSV den Hochsauerländern mit 0:3.

Vergebliche Liebesmüh: Der eingewechselte Wendener Sebastian Henne (links) kommt gegen zwei Briloner nicht an den Ball. Am Ende unterliegt der VSV den Hochsauerländern mit 0:3.

Foto: Lothar Linke

Schönau.  Enttäuschung in Schönau: Mit 0:3 (0:2) fing sich der VSV Wenden in der Fußball-Landesliga eine bittere Niederlage gegen Brilon.

Hätte nur noch gefehlt, dass es geregnet hätte. Aber auch unter dem blauen Himmel und umrahmt von den herrlichen bunten Wäldern, sprich, im herbstlichen Traum-Ambiente, herrschte Tristesse auf dem Fußballplatz in Schönau. Und das schon während des Landesligaspiels des VSV Wenden gegen den SV Brilon vor 100 Zuschauern.

Und nach dem Schlusspfiff erst! Mit dem 0:3 (0:2) hatten die Wendener die sportliche Wende klar verfehlt. Wieder-Einsteiger Jörg Rokitte war nach seiner Heimpremiere schon ein Stück weit fassungslos. „Nach den Trainingseindrücken hätte ich nie gedacht, dass wir hier verlieren,“ kommentierte der Trainer des VSV Wenden das Gesehene.

Zwei Chancen, zwei Tore

Nun klaffen zwischen Wettkampf und Training, zumindest in diesem Falle, große Unterschiede. Das zeigte der SV Brilon schonungslos auf. Der machte vor der Pause aus zwei Chancen zwei Tore. Nicht nur das. Beide Treffer waren relativ leicht zu verteidigen. Beim 0:1 wehrten die Wendener einen langen Einwurf schlecht ab, Baran Arslan nutzte dies in der 21. Minute zu einem gezielten Dropkick.

Und vor dem 2:0 hätte nicht unbedingt der Abschluss, wohl aber die Flanke unterbunden werden müssen. Als der Hüne Patrick Rummel sich hochschraubte und dazu ansetzte, seinen Kopfball ins Eck zu rammen, war es zu spät. „Wenn man im Dauerlauf-Tempo hingeht, dann ist das schwer zu verteidigen,“ bemängelte Rokitte. Besonders ärgerlich: Mit dem 0:2-Rückstand verspielte der VSV unnötigerweise fast alle Optionen auf eine Wende zum Guten in der zweiten Halbzeit.

Es ist kein Trost. Aber der VSV bestimmte über die gesamte Spielzeit das Geschehen, zeigte auch eine gute Spielanlage, und hatte durch Florian Bublitz, der einen präzisen Diagonalball von Michel Schöler volley aufs Tor zog, eine Chance zum 1:0.

Aber sonst? Nichts. Viel zu harmlos präsentierte sich die Heim-Elf im Angriff, jagte dem Gast keinen Schrecken ein. „Brilon hat es geschafft, uns vom Tor wegzuhalten,“ sah Jörg Rokitte eine der Ursachen für die „Null“, die zum Seitenwechsel, aus VSV-Sicht auf der falschen Seite stand. „Da ist uns leider nichts eingefallen.“

Rokitte reagierte, brachte Andre Schilamow nach dem Seitenwechsel. Mit dem Erfolg, dass die Wendener etwas mehr Druck aufgebaut haben, ohne jedoch die ganz große Torchance herauszuspielen. Klar musste der VSV nun hoch pokern. Nämlich einerseits so schnell wie möglich selbst zu einem Tor kommen, um den Anschluss nicht zu verlieren, wohl wissend, dass das 0:3 der K.o. sein würde.

Doch wer geglaubt hatte, das 1:2 habe in dieser Phase in der Luft gelegen, sah sich getäuscht. Zu unpräzise waren die VSV-Angriffe angelegt, was für die Pässe in die Tiefe galt wie auch für die Flanken. Der Knockout kam dann auch. In der 76. Minute war der Deckel drauf. Baran Arslan schlug zum zweiten Mal zu, diesmal mit einem strammen, aber nicht ganz unhaltbaren Schuss. Haltbar, oder nicht, für Rokitte war etwas anderes maßgeblich: „Symptomatisch: Wir stehen vier gegen eins, und nicht einer rückt raus und setzt den Schützen unter Druck.“

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