Handball

TV Olpe und SG Attendorn/Ennest jubeln

Hinein ins Vergnügen! Der Attendorn/Ennester Steffen Springob (hier gegen Herdecke) zeigt auch gegen Sundern seine Durchsetzungskraft und trifft vier Mal. 

Hinein ins Vergnügen! Der Attendorn/Ennester Steffen Springob (hier gegen Herdecke) zeigt auch gegen Sundern seine Durchsetzungskraft und trifft vier Mal. 

Foto: meinolf Wagner

Kreis Olpe.  Erfreuliches lieferten die ligahöchsten heimischen Handballteams ab. Die SG Attendorn/Ennest weist nun 12:0-Punkte auf, auch der TV Olpe siegte.

Die Landesliga-Handballer des TV Olpe sind mit einem 35:32-Sieg beim TV Westfalia Halingen wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Und die SG Attendorn/Ennest hat durch einen deutlichen 38:29-Sieg beim TV Sundern ihren Platz an der Sonne in der Handball-Bezirksliga untermauert.

Das war knapp: Handball-Landesligist TV Olpe hatte gegen Verbandsligaabsteiger TV Westfalia Halingen mit einem 35:32 (15:17) Sieg das bessere Ende für sich. Nach der unglücklichen 29:30 Heimniederlage gegen die HSG Schwerte/Westhofen zeigten die Gäste vom Biggesee Nehmerqualitäten und haben sich im oberen Drittel der Tabelle mit einem Spiel Rückstand festgesetzt.

Rumpff pariert Siebenmeter in der 58. Minute

Entscheidend in dieser Begegnung war der Torwartwechsel beim TVO, denn nach der Pause stand Marc Rumpff zwischen den Pfosten für Ben Fuhrmann. Die Maßnahme von Steffen Schmidt, dem sportlichen Leiter der Kreisstädter, der Trainer Jo Braun an diesen Tag vertrat, zahlte sich aus. Der hünenhafte Keeper der TVO-Sieben parierte beim Stande von 34:32 in der 58. Minute eine „Marke“ des TV Westfalia Halingen und brachte den TV Olpe endgültig in die Erfolgsspur.

Im ersten Durchgang funktionierte die 6:0 Deckung der Olper nicht so richtig und beging Flüchtigkeitsfehler. Wechselende Führungen sorgten für Spannung hüben wie drüben. Weiterhin hatten die Gäste einen Bruch im Spiel, als Halingen in den letzten fünf Minuten vor der Pause aus TVO-Sicht von 13:14 auf 15:18 weg ziehen konnte.

Nach dem Seitenwechsel stellte der TVO seinen Abwehrverband auf eine 5:1-Formation um und kam deutlich besser ins Geschehen. Die Mannschaft wirkte in diesem Geduldsspiel erheblich aggressiver. Daniel Strack (56.) zum 34:32 und Alex Dröge (59.) zum 35:32 Endstand machten den Sack endgültig zu. Mit Johannes Krause (6) und Oussama Lajnef (11/3) hatte der TV Olpe treffsichere Akteure und dem eingewechselten Torhüter Marc Rumpff die Unterschiedsspieler in einem bis zur letzten Sekunde packenden und hochklassigen Landesligaspiel. „Entscheidend in diesem Spiel war unser breiter Kader und die Geduld im zweiten Durchgang“, bilanzierte Steffen Schmidt.

Attendorn/Ennest souverän

Mit einem ungefährdeten 38:29 (25:16) Auswärtssieg beim TV Sundern haben die Bezirksliga-Handballer der SG Attendorn/Ennest ihre Aufgabe souverän gelöst und liegen mit 12:0-Punkten gemeinsam mit der HSG Gevelsberg/Silschede II und nur getrennt durch das bessere Torverhältnis auf dem Platz an der Sonne.

Die abstiegsbedrohten Hochsauerländer kamen während der gesamten Spielzeit nie für einen Sieg in Frage. Man muss dem TV Sundern zu Gute halten, das sie während der sechzig Minuten immer wieder auf das Tempo drückten und nie aufgaben. Die Schützlinge von SGA-Coach Christof Heimes hatten alles unter Kontrolle und boten im Angriff konzentrierten und erfolgreichen Handball an der Sorpe.

Berkenhagens Glanztaten

Entscheidend war, dass Steffen Springob (4) und Tobias Vogt (5) in der ersten Halbzeit nach belieben trafen. Nach dem Seitenwechsel ließen die Hansestädter bei der hohen Pausenführung die Zügel etwas schleifen und der TV Sundern kam auf sechs Tore zum 26:20 heran. In dieser Spielphase erwies sich der Attendorner Tohüter Jan Berkenhagen als der große Rückhalt, denn er parierte einen Siebenmeter und im Anschluss einen Tempogegenstoß.

In der Folgezeit spielte die SGA-Sieben die Partie routiniert und sicher herunter. Der frühere Lennestädter Christopher Schmidt war mit 12 Buden der bester Werfer und brachte mit einem Doppelpack zum 35:28 und 36:28 den doppelten Punktgewinn unter Dach und Fach. „Meine Mannschaft hat diese Aufgabe sicher und gut gelöst“, bilanzierte der Attendorner Trainer Christof Heimes, „in Anbetracht der hohen Führung haben alle Akteure Spielpraxis erhalten“.

TV Olpe: Ben Fuhrmann, Rumpff; Dröge (4), Lajnef (11/3), Strack (1), Krause (6), Fedec (1), Heinrich (5), Tom Fuhrmann (7/2), Kromer, Bölsing, Ohm.

SG Attendorn/Ennest: Jan Berkenhagen, Selter; Vogt (5), Steffen Springob (4), Benninghaus (4), Lars Müller (3), Heimes (3), Kopperberg (2), Köster (1), Schneider (1), Fernholz (1), Lohölter-Hesse (1), Schmidt (12/1), Jonas Springob.

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