Landesliga

Olpe dreht gegen Hüsten am Ende richtig auf

SpVg-Torjäger Jannik Buchen (rechts) geht beim 4:0-Erfolg gegen den VfL Bad Berleburg leer aus, zeigt aber eine starke Leistung.

SpVg-Torjäger Jannik Buchen (rechts) geht beim 4:0-Erfolg gegen den VfL Bad Berleburg leer aus, zeigt aber eine starke Leistung.

Foto: martin droste / Martin Droste

Olpe.  Im vorletzten Heimspiel des Jahres 2019 gelang der SpVg Olpe ein 4:0-Sieg über den SV Hüsten.

Bis zur 63. Minute gab es im Dauerregen von Olpe nur einen Sieger: Uwe Gebauer. Der ehemalige 2. Vorsitzende und Ex-Torjäger der Spielvereinigung hatte in der Halbzeitpause einen Geschenkgutschein gewonnen.

Dann überrollten die Gastgeber den SV Hüsten und schossen vier Tore in den letzten 27 Minuten. Kein Wunder, dass der neue-alte Trainer Ottmar Griffel nach dem Spiel viele Hände schütteln musste. Der 4:0-Heimsieg nach torloser erster Halbzeit gegen die Hochsauerländer kam genau zum richtigen Zeitpunkt vor dem schweren Nachholspiel am Mittwoch bei RW Hünsborn.

Ottmar Griffel stand in zweiten Landesliga-Heimspiel nach seinem Comeback bei der SpVg Olpe fast 90 Minuten im Regen. Aber das war dem erfahrenen Übungsleiter egal. Auch nach dem klaren Sieg gegen das vermeintliche Spitzenteam blieb Griffel gelassen, freute sich aber, dass seine taktischen Veränderungen offensichtlich Erfolg hatten. „Ich habe ein bisschen umgestellt“, verriet der Coach nach dem Schlusspfiff.

Großer Applaus für Thomas Rath

Wenige Minuten zuvor verabschiedeten die Olper Anhänger unter den 80 Zuschauern den ausgewechselten SpVg-Kapitän und zweifachen Torschützen Thomas Rath mit lautstarkem Applaus. „Zwei Tore in einem Spiel. Daran kann ich mich gar nicht mehr so richtig erinnern“, schmunzelte Rath. „Aber es ist egal, wer bei uns die Tore schießt“, betonte der Spieler mit der Nummer 13. Es dauerte aber, bis die Platzherren eine ihrer vielen guten Chancen nutzen konnten. Schon in der ersten Halbzeit hatten Jannik Buchen, Sandro Steglich, Louis Zmitko oder Thomas Rath die Führung auf dem Fuß. „Einen hätte ich da machen müssen“, räumte Kapitän Rath nach der Begegnung selbstkritisch ein. Torwart Alexander Franke wurde nur einmal ernsthaft geprüft, als er einen tückischen Ball von Doganay Oezdemir über die Querlatte lenkte.

Der Dosenöffner zum hochverdienten Sieg war das 1:0 in der 63. Minute. Kurz zuvor scheiterte Zmitko noch an der vielbeinigen Abwehr der Gäste. Nach der anschließenden Ecke war Rath mit dem Kopf zur Stelle. Jetzt funktionierte auch die Lautsprecheranlage am Kunstrasenplatz im Kreuzbergstadion wieder. Fünf Minuten später behielt Jan Germann nach einem Konter die Nerven und erhöhte auf 2:0. Die Platzherren ließen gegen sichtlich angeschlagene Hüstener, bei denen unter anderem Torjäger Steffen Kern fehlte, nicht nach und spielten weiter nach vorne. Erneut Rath (78.), nach Vorarbeit des diesmal leer ausgehenden Jannik Buchen, und der eingewechselte Marcel Kühr (86.) erhöhten in der Schlussphase auf 4:0.

Gierse auf sich allein gestellt

Beim Gegner war Christopher Gierse im Angriff weitgehend auf sich alleine gestellt. Der lange verletzte Alexander Santana verlieh der Abwehr der Kreisstädter zusätzliche Stabilität. „Jetzt wollen wir in Hünsborn nachlegen“, hatte Thomas Rath schon das Derby am Löffelberg im Blick. Der Kapitän weiß aber genau, dass dies das Problem der letzten Wochen ist. „Wir haben in dieser Saison schon viele Punkte liegen lassen.“

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