Westfalenliga

Kapitän Phillip Hennes lotst Behle-Elf zum 5:0-Sieg

Die Szene des Spiels: Es gibt Elfmeter für die SG Finnentrop/Bamenohl

Die Szene des Spiels: Es gibt Elfmeter für die SG Finnentrop/Bamenohl

Foto: Michael Meckel

Finnentrop/Bamenohl.   Klar mit 5:0 gewann die SG Finnentrop/Bamenohl vor der Traumkulisse von 731 zahlenden Zuschauern das Westfalenligaderby gegen den FC Lennestadt.

Nach so einer klaren Sache für die Gastgeber sah es in der ersten halben Stunde nicht aus. Denn zunächst war der FCL besser und hatte durch Florian Friedrichs (13. /27.) zwei gute Chancen, die SG-Torwart Klose glänzend entschärfte. „Da hat mir vor allem unser Passspiel nicht gefallen. Da kann man unter die Decke gehen. Und wir standen zu tief. Wir haben dann unser Korsett nach vorne gezogen. Danach kamen wir besser ins Spiel“, resümierte SG-Trainer Ralf Behle die Anfangsphase. Folgerichtig gab es die erste SG-Chance durch Nicolas Herrmann, der den Ball frei aber stehend verzog (32.).

Dann folgte die - Szene - sprich der Aufreger - des Spiels. In der 35. Minute drang Hasan Dogrusöz in den Strafraum ein. FCL-Torwart Kevin Schulte versuchte, mit einer Grätsche zu klären. Dabei erwischte er auch Dogrusöz. Blieb die Frage, ob Schulte vorher den Ball gespielt hatte? FCL-Trainer Jürgen Winkel ärgerte sich sehr: „Für mich war das kein Elfmeter. Wo soll der Torwart mit seinem Bein hin? Dadurch ist das Spiel gekippt.“ Winkel bekam sogar Rückendeckung von Ralf Behle: „Ich gebe Jürgen Recht. Ich weiß nicht, ob ich den gegeben hätte.“ Dagegen beteuerte Hasan Dogrusöz, dass der Pfiff berechtigt war: „In meinen Augen war das ein klarer Elfmeter. Ich treffe zuerst den Ball und werde dann berührt. Ich kann die Lennestädter nach den Vorfällen gegen Neheim aber auch verstehen. Diese Szene war für uns natürlich der Dosenöffner.“

Wohl wahr. Von da an waren die Gastgeber überlegen. Und sie trafen. Fast mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Phillip Hennes nach toller Vorarbeit von Kleppel auf 2:0. Apropos Phillip Hennes. Der SG-Kapitän avancierte zum Mann des Spiels. In der 50. Minute wuchtete er den Ball nach einem Freistoß von Robin Entrup zum 3:0 in die Maschen und in der 60. Minute erzielte er sein drittes Tore zum 4:0.

In der 77. Minute gab es erneut einen - diesmal völlig unstrittigen - Elfmeter. Steffen Hebbeker hatte Tim Schrage gelegt. Der Gefoulte erzielte den 5:0-Endstand. André Ruhrmann, der Sportliche Leiter der SG Finnentrop/Bamenohl, fasste die Partie passend zusammen: „Das war sicher nicht unser bestes Spiel, aber wir haben verdient gewonnen. “ Dem stimmte Ralf Behle zu: „Wir können sicher besser Fußball spielen, aber fünf Tore muss man erstmal machen.“

Behle gibt FC Lennestadt Mut

Ganz bitter für den FC Lennestadt: Durch die zweite Niederlage nach der Winterpause rutschte Aufsteiger auf Abstiegsplatz 15 ab. „Das 0:5 ist enttäuschend. Dabei waren wir gut ins Spiel gekommen. Wenn wir in der Phase in Führung gegangen wären, wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen. Nach der Pause waren wir nicht aggressiv genug. Wir müssen unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen“, sagte Jürgen Winkel. Aufmunternde Worte gab es von Ralf Behle: „Ich hoffe, dass Ihr bald wieder punktet. Ein zweiter Westfalenligist wäre schon gut für den ganzen Kreis Olpe.“

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