Fußball-Festtag bei der SG Finnentrop/Bamenohl

Auf eine große Zuschauerkulisse dürfen sich Hasan Dogrusöz (rechts, gegen Erkenschwick) und Co. auch im Topspiel der SG Finnentrop/Bamenohl gegen Verfolger Wanne-Eickel wiederum freuen.

Auf eine große Zuschauerkulisse dürfen sich Hasan Dogrusöz (rechts, gegen Erkenschwick) und Co. auch im Topspiel der SG Finnentrop/Bamenohl gegen Verfolger Wanne-Eickel wiederum freuen.

Foto: martin droste

Finnentrop/Bamenohl.  Beim Westfalenliga-Gipfel treffen der noch ungeschlagene Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl und Verfolger DSC Wanne-Eickel aufeinander.

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30 Jahre nach dem Fall der Mauer stellt sich am Sonntag in der H&R-Arena in Bamenohl wieder die Systemfrage, zumindest in fußballerischer Hinsicht.

Beim Westfalenliga-Gipfel treffen zwei Teams aufeinander, die in der Lage sind, während der 90 Minuten gleich auf mehrere Spielsysteme umzustellen. Nicht nur deshalb erwartet SG-Trainer Ralf Behle eine Partie „auf Augenhöhe“.

Keinen Stress

Vom Druck, nach zuletzt zwei Unentschieden gegen Gerlingen und Erkenschwick auf eigenem Platz gewinnen zu müssen, will Behle nichts wissen. „Ich bin total relaxed, wir machen uns keinen Stress“, gibt sich der Kirchhundemer vor dem Top-Spiel ganz entspannt. Selbst bei einer Niederlage bleibt Finnentrop/Bamenohl vorne. Das wäre die erste Heimschlappe seit dem 4. November 2018, mal abgesehen vom Aus im Westfalenpokal gegen den Oberligisten RSV Meinerzhagen.

„Wir sind nicht mit dem Anspruch in die Saison gestartet aufzusteigen“, verweist Ralf Behle auf ganz andere Ziele beim Gegner aus Wanne-Eickel. Den Kader des neuen DSC-Trainers Sebastian Westerhoff sieht der SG-Kollege „mit als das Beste, was die Liga zu bieten hat“. Dazu gehören Torjäger Dawid Ginczek, der bislang schon wieder zehn Mal ins Schwarze getroffen hat, und Marvin Piechottka, Neuzugang vom Klassenrivalen TuS 05 Sinsen. Das Duo erzielte auch die Treffer beim 3:2-Heimsieg gegen den Lüner SV.

„Unsere Form momentan ist gut. Wo wir stehen, wird man vielleicht in zwei Wochen sehen“, hatte Gästecoach Westerhoff nach den guten Ergebnissen im Oktober und vor dem Lünen-Spiel schon die Partie beim Tabellenführer im Blick.

Westerhoff zieht den Hut

Am Ende musste Wanne-Eickel gegen den Lüner SV trotz einer 3:1-Führung zwar noch zittern. Aber mit der ersten Halbzeit war Trainer Sebastian Westerhoff sehr zufrieden. „Das war, glaube ich, die beste erste Hälfte, die wir in dieser Saison gespielt haben. Wie die Jungs sich Chancen herausgespielt und sich reingehauen haben, da kann ich nur meinen Hut vorziehen.“

Ralf Behle macht sich nichts vor: „Das wird ein ganz dickes Brett“. Das Team des ehemaligen Zweitligisten DSC Wanne-Eickel mit dem neuen, jungen Trainer Sebastian Westerhoff und Leistungsträgern wie Sven Preissing und Damian Bartsch, die schon Regionalliga beziehungsweise Oberliga gespielt haben, hatte der SG-Trainer schon vor der Saison als „Top-Kandidat“ für den Aufstieg auf dem Zettel.

Große Flexibilität

Beide Mannschaften zeichnet eine große Flexibilität aus. Sie können aus dem Spiel heraus auf neue Situationen antworten und gleich auf mehrere Systeme umstellen. Auch der Kader des Spitzenreiters ist mittlerweile so gut und breit aufgestellt, dass es sich Ralf Behle erlauben kann, Topspieler wie Tobias Kleppel oder Mike Schrage erst spät einzuwechseln. „Es gibt keinen Qualitätsverlust, egal wer kommt“, gehört auch dies für den Kirchhundemer zur fußballerischen „DNA“ seines Teams.

Vor dem Spitzenspiel will Ralf Behle noch an einigen taktischen Schrauben drehen. Angeschlagen ist derzeit nur Heiko Entrup. Und egal, wie die Partie am Sonntag ausgeht: Finnentrop/Bamenohl bleibt nach dem besten Westfalenligastart der Vereinsgeschichte an der Tabellenspitze.

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