Kreispokal

Finnentrop/Bamenohl krönt eine Riesen-Saison

Jubel in Schwarz und Grün: Finnentrop/Bamenohl feiert den Gewinn des Kreispokals am Siepen.

Jubel in Schwarz und Grün: Finnentrop/Bamenohl feiert den Gewinn des Kreispokals am Siepen.

Foto: Meinolf Wagner

Ottfingen.   Der Krombacher Kreispokalsieger 2018/19 heißt SG Finnentrop/Bamenohl.

Mit 2:1 (1:0) siegte der Fußball-Westfalenligist am Dienstag Abend beim zwei Klassen tieferen SV Ottfingen und blickt nun auf eine phantastische Saison zurück: Pokalsieger und Westfalenliga-Vizemeister.

Die Ottfinger freilich legten eine tadellose Leistung hin, zeigten vor eigenem Publikum eine Vorstellung, die ihnen gehörig Selbstvertrauen für die am Donnerstag beginnende Aufstiegsrelegation verleihen sollte. „Ich ziehe absolut den Hut vor der Mannschaft,“ sagte SVO-Trainer Benjamin Simon dann auch zu Recht.

Luca Valido trifft Pfosten

Die Anfangsphase verhieß nicht unbedingt ein enges Spiel - wie es nun mal ist, wenn der Favorit früh in Führung geht. Das war am Siepen vor der imposanten Kulisse von fast 700 Zuschauern bereits nach sechs Minuten der Fall. Der Finnentrop/Bamenohler Hasan Dogrusöz hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, zur Mitte geschoben, wo Heiko Entrup allzu frei stand und zum 0:1 einschob.

Ottfingen ließ sich zur Freude der Heimfans nicht schocken, sondern suchte sofort seine Chancen, wollte die Antwort nicht schuldig bleiben. Die gab Luca Valido, der in der 32. Minute eine schöne Einzelleistung mit einem Pfostenschuss aus acht Metern abschloss. Drei Minuten später ging erneut ein Raunen durch die mächtigen gelb-schwarzen Reihen, als Fabian Kolb in guter Schussposition den Ball nicht voll traf.

Eine höhere SG-Pausenführung blieb nicht nur aufgrund des hohen Ottfinger Engagements aus, sondern auch, weil die spielerisch erwartungsgemäß überlegenden Gäste etliche Angriffssituationen lässig angingen, mit der Folge, dass ihnen leichte Ballverluste unterliefen.

Was sich schon vor der Pause angedeutet hatte, wurde nach dem Wechsel noch offensichtlicher. Hier war etwas zu holen für den SV Ottfingen. Er startete stark in die zweite Halbzeit, und er wurde auch belohnt. In der 64. Minute schickte Bastian Arns Fabian Kolb mit einem wunderbar getimten Pass auf die Reise, Kolb rannte, von der Kurve frenetisch angefeuert, allein auf Torwart Shaqiri zu - und behielt die Nerven. Beim Schuss hatte der SG-Keeper zwar noch die Hände am Ball, doch der Schuss war zu fest und schlug zum 1:1 im Netz ein. Jetzt kam Stimmung auf am Siepen.

Standard muss herhalten

Der Gegentreffer veranlasste die SG Finnentrop/Bamenohl, die Zügel wieder etwas anzuziehen. Und letztlich führte die individuelle Klasse des Westfalenligisten die Entscheidung herbei. Enrico Balijaj war etwa 20 Meter vor dem eigenen Tor ein Handspiel unterlaufen, als Mike Schrage den Ball an ihm vorbei legen wollte. Schiedsrichter Ugur Ok gab Freistoß, Robin Entrup lief über den Ball und Phillip Hennes hämmerte die Kugel in der 78. Minute an der Mauer vorbei ins Ottfinger Netz.

Der SVO rannte an, um zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. Doch es reichte nicht mehr. Ralf Behle, Trainer der SG Finnentrop/Bamenohl: „Wir haben nach der Führung selbst den Stecker rausgezogen. Eine Stadartsituation musste herhalten, um hier zu gewinnen. Nicht zufrieden war auch Mike Schrage: „Wenn Ottfingen hier gewinnt, dürfen wir nichts sagen.“

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