Fußball

Burhan Tuncdemir wird Profi in der Türkei

Burhan Tuncdemir wechselt von der SG Finnentrop/Bamenohl in die Türkei zu Diyarbekirspor.

Burhan Tuncdemir wechselt von der SG Finnentrop/Bamenohl in die Türkei zu Diyarbekirspor.

Foto: Michael Meckel

Finnentrop/Bamenohl.  Burhan Tuncdemir, bisher Vizekapitän beim Westfalenligisten SG Finnentrop/Bamenohl, spielt ab sofort für den türkischen Klub Diyarbekirspor.

Der 23-Jährige Fußballer hat beim Klub, der in der 3. Profiliga spielt, bereits unterschrieben. Das bestätigte uns André Ruhrmann, Sportlicher Leiter der SG.

Es ging alles sehr schnell. Am Samstag hatte Burhan Tuncdemir die Anfrage bekommen, „da hat er mich direkt in Kenntnis gesetzt, und zwar im Zuge unseres des Spiels bei Resse. Dann hatte Tuncdemir wegen der Freigabe nachgefragt,“ berichtete Ruhrmann, „und er war dann in der Nacht von Sonntag auf Montag schon im Flieger.“

Formalitäten erledigt

In der Türkei habe Burhan Tuncdemir dann die Formalien klar gemacht. „Das ist für ihn ein sinnvoller Schritt,“ sagt André Ruhrmann, „er geht sehr wenig Risiko ein, denn er hat seinen Bachelor in der Tasche und steht vor seinem Übergang zu Masters. Da kann man sagen: Okay, da kann man so einen Break einlegen und sowas probieren.“

Zwar sei Burhan Tuncdemir, der in Rönkhausen gewohnt hat, mit 23 Jahren noch recht jung, so André Rurhrmann, „wobei er auch sagt: Für die größeren Vereine ist das eigentlich schon das Limit, wo man Perspektivspieler zu sich holt.“

Die Geschichte sei absolut fair verlaufen. Tuncdemir habe die SG voll in seine Entscheidungsfindung eingebunden, berichtete André Ruhrmann. „,Ihr habt mir den Weg geebnet, der zu der Entwicklung geführt hat, die ich jetzt erreicht habe,“ so zitiert Ruhrmann Tuncdemir und beschreibt ihn sehr positiv: „Er weiß genau, was er will, er kennt seine Entscheidungen, und weiß auch genau, wie er es angehen muss.“

Fußball sei für Burhan Tuncdemir, so André Ruhrmann „neben seinem Beruf das Ein und Alles, das merkt man auch an seiner Disziplin, den Ehrgeiz, den er an den Tag legt und an der Art und Weise, wie er seine Mitspieler mitgenommen hat. Er war ja nicht umsonst Vize-Kapitän.“ Von daher könne es nicht überraschen, dass er, als er die große Chance bei Diyarbekirspor bekam, diese auch genutzt hat.

Echter Verlust

Für die Finnentrop/Bamenohler ist der Weggang des Innenverteidigers ein Verlust. „Weil Burhan die Klasse hat und eine Persönlichkeit ist,“ weiß Ruhrmann, „aber wir bleiben unserer Linie treu. In diesem Fall muss man wirklich sagen: Wenn einer den nächsten, sinnvollen Schritt tun will, dann muss er ihn tun, dann geben wir grünes Licht. Wir müssen jetzt sehen, ob wir unsererseits noch was tun müssen. Denn die Saison ist ja nicht mehr in weiter Ferne. Einfach ist das nicht.“

Anderseits sei man im Verein stolz, dass „die Entwicklung unserer Spieler nun auch das Interesse von Profivereinen weckt,“ sagt Ruhrmann, „das spricht sicher ein Stück weit für die Bedingungen bei der SG.“ Man sei sich „sicher, dass wir mit dem aktuellen Kader die Qualität besitzen, den Verlust kompensieren zu können,“ zeigte sich der Sportliche Leiter zuversichtlich.

Burhan Tuncdemir war zur Saison 2014/15 vom FC Iserlohn zur SG Finnentrop/Bamernohl gekommen und direkt im ersten Jahr mit der Mannschaft in die Westfalenliga aufgestiegen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben