Fußball-Landesliga

SV Hönnepel verspielt 3:0-Führung und verliert mit 3:5

Jagd nach dem Ball: In Niederwenigern spielt der SV Hö./Nie. ausnahmsweise in Weiß-Schwarz.

Jagd nach dem Ball: In Niederwenigern spielt der SV Hö./Nie. ausnahmsweise in Weiß-Schwarz.

Foto: Stefen Arend

Niederwenigern.   Schwerer Rückschlag für den SV Hönnepel/Niedermörmter in der Fußball-Landesliga. In Niederwenigern heißt es am Ende 3:5 nach einem 3:0.

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Eine schmerzhafte 3:5 (2:0)-Niederlage musste die Spielvereinigung Hönnepel-Niedermörmter beim Tabellenzweiten Sportfreunden Niederwenigern in der Fußball-Landesliga einstecken. Schmerzhaft, weil der Abstand auf die Nichtabstiegsränge wieder gewachsen ist – schmerzhaft aber auch, weil die Schwarz-Gelben eine 3:0-Führung verspielten.

Denn obwohl die Favoritenrolle bei Niederwenigern lag, gehörten die ersten 60 Minuten den Gästen. Der Matchplan der Schwarz-Gelben ging auf: Sie standen kompakt und sorgten mit schnellen Angriffen für Gefahr. In der 21. Minute traf Can Yilmaz nach Vorarbeit von Marvin Hitzek und Prince Kimbakidila zum 1:0 für die Gäste. Auch kurz vor der Pause belohnte sich die Mannschaft von Trainer Thomas von Kuczkowski für einen bis dahin starken Auftritt: Nils Hermsen (45.) erhöhte auf 2:0.

Nach der Pause machten die Gäste da weiter, wo sie mit dem Pausenpfiff aufgehört hatten: Mit viel Disziplin und Struktur verteidigten sie, spielten sich schnell durch die SF-Defensive – und nutzten auch ihre Chancen: Bereits in der 46. Spielminute erhöhte Hermsen auf 3:0.

Niederwenigern reagierte mit viel Offensive und Risiko und schaffte in der 62. Minute den Anschlusstreffer durch Marc Andre Gotzeina (62.). Es war der Wendepunkt der Partie, denn danach brachen die Gäste unter dem geballten Druck der Sportfreunde ein: Eine Chance zum 4:1 ließ Hö./Nie. noch liegen, bevor Niederwenigern die Tore im Fünf-Minuten-Takt erzielte: Maximilian Golz (75.) verkürzte auf 2:3. Gotzeina (80.) verwandelte einen zweifelhaften Handelfmeter zum 3:3, den Führungstreffer zum 4:3 erzielte wiederum Golz (85.). Florian Machtemes (90.) besiegelte den Heimsieg mit dem 5:3 in der Nachspielzeit.

Kartenhaus fällt zusammen

„In der ersten Halbzeit ist unser Matchplan voll aufgegangen, der Gegner wusste nichts mit uns anzufangen. Und auch in der zweiten Halbzeit haben wir diszipliniert begonnen und alles im Griff gehabt. Aber nach dem 1:3 fällt das Kartenhaus zusammen, wir werden nervös und glauben nicht mehr an uns“, sagte Trainer Thomas von Kuczkowski nach der 3:5-Niederlage. Fazit: „Besser als in den ersten 65 Minuten konnten wir es nicht machen, schlechter als in den restlichen Spielminuten auch nicht.“

„Das war eines der ungewöhnlichsten Spiele, die ich jemals gesehen habe“, sagte Hönnepels Sportlicher Leiter Georg Kreß. Die Mannschaft habe gut 60 Minuten überragend gespielt, so Kreß, und nannte Doppeltorschütze Hermsen als Beispiel, der alles gegeben habe, obwohl er den Verein verlassen wird.

Auch die Entscheidung des Trainers, Kapitän Edin Husic zugunsten eines temporeicheren Spiels zunächst draußen zu lassen, sei voll aufgegangen, so Kreß. Umso unbegreiflicher sei der Einbruch in der zweiten Halbzeit gewesen: „Sobald die Elf einen Nackenschlag kriegt, wirft sie alles über Bord. Da ist kein Spieler da, der das Heft in die Hand nimmt.“

So haben sie gespielt:

SV Hönnepel: Seitz – Bilali, Braun, Schütze, Mayr (72. Tenbruck), Yilmaz (65. Husic), Plum (87. Erzi), Hermsen, Kimbakidila, Hitzek, Nguanguata

Tore: 0:1 Yilmaz (21.), 0:2 Hermsen (45.+3), 0:3 Hermsen (46.), 1:3 Gotzeina (62.), 2:3 Golz (75.), 3:3 Gotzeina (80./Elfmeter), 4:3 Golz (85.), 5:3 Machtemes (90.+1)

Schiedsrichter: Persch (Post SV Oberhausen)

Zuschauer: 250

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