Nachgefragt

„Wir müssen Geduld haben“

Lukas Lenz trifft wieder. Doch die Freude des Iserlohner Kapitäns ist nicht ungetrübt.

Lukas Lenz trifft wieder. Doch die Freude des Iserlohner Kapitäns ist nicht ungetrübt.

Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn.Der herbeigesehnte erste Saisonsieg ist ausgeblieben. Trotz einer 2:0- und 3:2-Führung trennten sich der FC Iserlohn und der zunächst völlig überforderte FSV Gerlingen am Sonntag in der Fußball-Westfalenliga 3:3. Ein Lichtblick war Lukas Lenz. Der 30-jährige FCI-Kapitän ließ seine seine seit Monaten andauernde Torflaute hinter sich, war zweimal erfolgreich und hatte viele weitere starke Szenen. Mit ihm sprachen wir über die Szenen des Spiels und die allgemeine Situation der Mannschaft.

1Wie groß ist die Erleichterung, dass es mit dem Toreschießen wieder klappt?

Es soll nicht arrogant klingen, aber ich habe damit gerechnet, dass ich bald wieder wieder treffe, und darüber freue ich mich auf. Wir erspielen uns endlich wieder Chancen. Das hat viel mit Omar Jessey zu tun. Er schafft Räume und tut unserem Spiel richtig gut.

2Das Offensivspiel in den ersten 30 Minuten geht kaum besser, oder?

Ja, das war insgesamt richtig stark von der gesamten Mannschaft. Allerdings fiel in diese Phase auch der Anschlusstreffer zum 2:1, der nicht passieren durfte.

3Den weiteren Spielverlauf und den Spielausgang hätte kaum jemand für möglich gehalten. Wie konnte das passieren?

Es wird oft und gerne gesagt, dass die Mannschaft zu jung ist. Ich finde, dass man das nicht gelten lassen kann. Mit Sebastian Schmerbeck, Serafettin Sarisoy, Anjo Wilmanns, Ralf Schneider und mir haben genügend erfahrene Spieler auf dem Platz gestanden. In der Konstellation wie am Sonntag haben wir allerdings noch nicht zusammengespielt. Die Mannschaft braucht noch Zeit und Geduld, und es kann sein, dass wir bis Weihnachten da unten drin stecken. Aber wir müssen punkten, um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen.

4Wie war die Stimmung in der Kabine?

Alle waren natürlich tief enttäuscht. Jeder Spieler hatte schließlich den Anspruch, gegen Gerlingen zu gewinnen. Aber drei Gegentore sind einfach zu viel.

5Da trifft es sich doch gut, dass es jetzt nach Hohenlimburg geht. In Derbys zählt die Tabelle bekanntlich nicht.

Wir brauchen eigentlich gar nicht über den Gegner zu sprechen, weil es in allen Spielen, Hordel und Finnentrop/Bamenohl mal ausgenommen, sehr eng zuging. Wir können gegen jeden Gegner gewinnen, aber auch verlieren. Das gilt beinahe für die gesamte Liga, man muss sich nur die Ergebnisse vom Wochenende anschauen. Speziell mit uns ist einfach noch Geduld gefragt, unsere Mannschaft wird ihr Potenzial ganz sicher noch abrufen. Auch wenn es zurzeit etwas schwierig ist, aber der Weg des Umbruchs war auf jeden Fall richtig.

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