Basketball

Überragendes letztes Viertel bringt Kangaroos den Sieg

Iserlohn Kangaroos besiegten die TSK 49ers dank eines fulminanten Schlussviertels.

Iserlohn Kangaroos besiegten die TSK 49ers dank eines fulminanten Schlussviertels.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Die Kangaroos gewinnen letzten Abschnitt 31:10 und drehen die Partie gegen den Aufsteiger TKS 49ers.

Das Resultat liest sich deutlich, doch so eindeutig war der Sieg der Kangaroos gegen den Aufsteiger aus Brandenburg nicht. Erst eine hundertprozentige Leistungssteigerung, die ein überragendes Schlussviertel nach sich zog, sorgte für den zweiten Sieg im zweiten Heimspiel.


2. Basketball-Bundesliga ProB: Iserlohn Kangaroos - TKS 49ers Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf 93:79 (22:19/41:36/62:69). Am Ende forderten die Fans Elijah Allen zur „Humba“ auf. Mit 26 Punkten war er der Topwerfer und hatte somit maßgeblichen Anteil am Kangaroos-Sieg, dabei hatte der Amerikaner mit deutschem Pass nicht in der Startformation begonnen.

Dennis Teucher durfte diesmal von Anfang an ran

Für ihn kam Dennis Teucher von Beginn zum Einsatz, der gegen seinen ehemaligen Klub natürlich besonders motiviert war und gleich im ersten Viertel acht Punkte markierte. Darüber hinaus blieb bei den Gastgebern aber vieles Stückwerk. Die Dreier wollten nicht wie gewünscht fallen, und die Gäste testeten immer wieder aus, wie weit sie mit ihren körperlichen Attacken gehen konnten.

Da die Referees Lohmüller/Theis etliche Schläge der Gäste übersahen und auch sonst viel Milde walten ließen, wurde die Partie härter. Ein recht komfortabler 37:26-Vorsprung (16.) schmolz dann bald wieder zusammen.

Noch dicker kam es für die Iserlohner nach dem Wechsel. Zwei, drei „komische Pfiffe“ brachten das Team nach dem 46:40 (22.) komplett aus dem Tritt. Binnen drei Minuten setzten sich die 49ers mit einer 13:0-Serie auf 46:53 ab und schienen nun so richtig in ihrem Element zu sein. Iserlohn wehrte sich zwar trotz zum Teil übler Fouls, kam zwischenzeitlich auf 62:66 heran (30.), zeigte dann aber wieder zu viel Respekt und kassierte vor Viertelende noch einen bitteren Dreier.

Mit einem Griff in die taktische „Mottenkiste“ erzielte Kangaroos-Coach Milos Stankovic schließlich einen Wirkungstreffer. Die verordnete Zonendeckung schmeckte den individuell starken Gästen nicht. Zudem wurde endlich konsequent über die Center gespielt. Der bis dahin blasse Jozo Brkic steuerte im letzten Abschnitt zwölf Punkte bei. Chris Frazier traf nun auch, und den Rest besorgte Allen. So wurde aus dem 64:72 (32.) binnen fünf Minuten ein 83:74.

49ers langten bis zum Schlussmit unverminderter Härte zu

Mit dieser 19:2-Serie entschieden die Hausherren letztlich die Partie, was die Brandenburger aber nicht wahr haben wollten. Mit unverminderter Härte langten sie zu. So gab es auch beim klarsten Korbleger noch vollen Körperkontakt inklusive der anschließenden Reise in die Tribüne.

Und das hatten inzwischen auch Lohmüller und Theis erkannt, so dass das zur Pause noch gegen Iserlohn sprechende Foulverhältnis am Ende (nach 18:9-Vergehen im zweiten Durchgang) noch gegen die Gäste ausfiel. Zudem schaute das Gespann nun auch bei den technischen Fehlern der 49ers genauer hin und pfiff so manche Aktion ab.

Dank der sicheren Freiwürfe von Kapitän Joshua Dahmen, u.a. nach einem längst überfälligen technischen Foul gegen die Gästebank und weiterer Zähler von Brkic sowie Allen wurde der Erfolg recht sicher nach Hause gebracht.

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