Städtepartnerschaft

Städtepartnerschaft wird mit Fußballspiel gefeiert

Zur Vorbereitung des Sportlertreffens 2020 weilte eine Iserlohner Delegation fünf Tage lang in Nowotscherkassk.

Zur Vorbereitung des Sportlertreffens 2020 weilte eine Iserlohner Delegation fünf Tage lang in Nowotscherkassk.

Foto: Privat

Iserlohn.  Fußball-Team aus Nowotscherkassk kommt auf die Emst und spielt gegen die Borussia.

Fünf Tage lang weilte eine sechsköpfige Iserlohner Delegation in der russischen Partnerstadt Nowotscherkassk, um dort einen für 2020 geplanten Sportleraustausch vorzubereiten. Unter Leitung der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, Ilona Höche, brachten die Waldstädter schon viel Konkretes mit nach Hause.

„Es ist eher ungewöhnlich, dass man nach solchen Zusammenkünften greifbare Ergebnisse mit auf den Heimweg nimmt“, bekannte Ilona Höche nach dem Treffen. Demnach ist es mehr als eine Absichtserklärung, dass 2020 eine Fußball-Mannschaft der Stadtverwaltung von Nowotscherkassk in Dröschede ein Freundschaftsspiel, vermutlich gegen die erste Mannschaft der Borussia, austragen wird.

Der Sport ist in Russland anders organisiert

„Vereinssport wie bei uns gibt es in Russland nicht“, erklärt Sportbüroleiter Ralf Horstmann, der die Stadt bei diesem Treffen vertrat. Vielmehr seien die Fußballer über große Betriebe und Behörden organisiert. Die Trainer sind deren Angestellte und würden für ihre Arbeit bezahlt. „Alleine die Stadtverwaltung beschäftigt 70 Trainer“, staunte der Iserlohner Sportfunktionär nicht schlecht.

Von Düsseldorf über Moskau nach Rostow am Don führte die Flugreise der heimischen Delegation. Von den russischen Offiziellen wurden die Iserlohner am Flughafen abgeholt und auf der halbstündigen Busfahrt nach Nowotscherkassk begleitet. Vor Ort gab es zunächst einen offiziellen Empfang im Rathaus, bevor der persönliche Austausch im Vordergrund stand. Bei dieser Gelegenheit machten die Russen dann auch deutlich, dass die in Frage kommende Fußball-Mannschaft bereits ausgewählt sei.

Als Gastgeber im kommenden Jahr wird dabei der FC Borussia Dröschede mit seinem Landesliga-Team fungieren. Das war ebenfalls im Vorfeld geklärt worden. Vermutlich in der zweiten Juni-Hälfte soll es zum Besuch kommen, der das 30-jährige Bestehen dieser Städtefreundschaft krönen soll. Von der Borussia hatten der Vorsitzende Uwe Ginsberg und Uli Echtermann aus der Nachwuchsabteilung die zwölfstündige Reise angetreten.

Delegation absolviert umfangreiches Programm

Die gesamte Delegation, zu der auch noch Reinhard Obst und Christa Singer vom Partnerschaftskomitee gehörten, bekam vor Ort ein umfangreiches Besichtigungsprogramm geboten. So wurde in der Stadt mit südlichem Flair und Palmen in den Straßen u.a. ein Kosakendorf angeschaut. Die Gegend ist Kosakengebiet. Früher lag die Stadt Tscherkassk im Überflutungsgebiet des Don. Vor vielen Jahren wurde sie als Nowotscherkassk an einem ungefährdeteren Punkt neu aufgebaut. Für die sechs Iserlohner stand außerdem ein Abstecher zum supermodernen WM-Stadion in Rostow am Don auf dem Plan, das vor allem die drei Fußballer Horstmann, Ginsberg und Echtermann mächtig beeindruckte.

Auf ihre lange Rückreise nahm die Delegation nun die Gewissheit mit, dass man mit den konkreten Planungen für das kommende Jahr nun beginnen kann. Nachdem vor etlichen Jahren Iserlohner Basketballer unter der Regie von Paris Konstantinidis am Don weilten, kommt damit wieder Bewegung in den sportlichen Teil dieser Städtefreundschaft.

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