Eishockey

Roosters starten verheißungsvoll

Jubel bei den Roosters: Der aus Finnland gekommene Brody Sutter wird von seinen Mitspielern für eines seiner beiden Tore beglückwünscht.

Jubel bei den Roosters: Der aus Finnland gekommene Brody Sutter wird von seinen Mitspielern für eines seiner beiden Tore beglückwünscht.

Foto: Eduard Bopp

Köln.  Petans Siegtor in der Verlängerung krönt starke Teamleistung in Köln. Sutter trifft zweimal

An einem Freitag den 13. endete nicht nur die eishockeylose Zeit, sondern für die Iserlohn Roosters auch eine schwarze Serie von acht Niederlagen in Folge bei den Kölner Haien. Nach einem nervösen Start steigerte sich das Team von Trainer Jason O’Leary und sicherte sich zwei verdiente Punkte.


Kölner Haie - Iserlohn Roosters 2:3 n.V (1:0, 0:2, 1:0). Eine schnelle Überzahlkombination schloss Alex Petan in der Verlängerung zum umjubelten 3:2 ab. Der Start der Iserlohn Roosters in ihre 20. DEL-Saison war gelungen. Köln, das als dritte Kraft hinter Mannheim und München gehandelt wird, nahm zunächst erwartungsgemäß das Heft in die Hand und kam über Jason Akeson (4.) zur ersten gefährlichen Aktion. Direkt im Anschluss folgte die erste Bewährungsprobe in Unterzahl. Köln versuchte es weiter mit viel Tempo, doch die Gäste hielten gut dagegen und ließen nichts zu, während es in Überzahl noch etwas langsam voran ging. Auf der Bank kommunizierten beide Trainer sehr viel mit der Mannschaft. Co-Trainer Jim Midgley nutzte die Werbepause, um letzte Anweisungen an die Powerplayformation zu geben. Aber noch fehlte es am Durchschlag – auch in den 87 Sekunden in doppelter Überzahl. Nur einmal gelang den Roosters über Alex Petan (10.) ein schöner Angriff, Mike Halmo verpasste im Nachsetzten die Scheibe.

Haie nutzen zweites Powerplay zur Führung

Besser machten es dann die Haie. 30 Sekunden saß Jens Baxmann auf der Strafbank, als Akeson freie Bahn hatte und die Scheibe wie ein Strich hinter Peters einschlug. Ben Hanowski und Dieter Orendorz hatten ihrem Goalie die Sicht genommen. Für einen Moment wankten die Roosters etwas. Kölns Führung ging nach 20 Minuten in Ordnung, Iserlohn agierte dagegen geduldig und machte nur wenige Fehler – was Mut machte. Mit einem Paukenschlag starteten die Roosters in das zweite Drittel: Nach 57 Sekunden setzte sich Brody Sutter dank seiner Physis nach einem Halmo-Schuss vor dem Tor durch und traf zum 1:1.

Die Partie war nun wieder offen, der Treffer beflügelte die Roosters. Frech die Aktion von Julian Lautenschlager, die fast zur Führung gereicht hätte (25.). Köln kam nur noch zu wenigen Aktionen. Zur „Halbzeit“ zeichnete sich Anthony Peters aus, als er eine „Hundertprozentige“ gegen Jon Matsumoto vereitelte. Kurz darauf belohnte sich der IEC für seine gute Leistung. Nach einem Halmo-Konter über links drosch Sutter die Scheibe in den linken Winkel – eine verdiente Führung, die Lautenschlager um ein Haar ausbaute, er scheiterte allerdings an Haie-Torwart Gustav Wesslau.

Bundestrainer Söderholm lobt Iserlohner Organisation

Jason O’Leary ließ durchweg mit vier Reihen durchspielen. Neben Lautenschlager machte Neal Samanski eine gute Partie und Erik Buschmann überzeugte neben Dieter Orendorz in der Verteidigung. Vom Auftritt des Teams, das sich vor weit mehr als 1000 mitgereisten Fans auch so präsentierte, war Bundestrainer Tommy Söderholm ebenso beeindruckt. „Iserlohn hat ein ganz neues Team. Dafür haben Sie im ersten Spiel sehr organisiert gespielt. Sie war heute sehr präsent. Ich bin am Mittwoch noch in Iserlohn gewesen und habe mich mit Jason O’Leary und Christian Hommel ausgetauscht.“

Söderholm sah im Schlussdrittel Haie, die den Rückstand nicht hinnahmen. Die Roosters blieben geduldig und sie besaßen erneut über Lautenschlager die Chance zu erhöhen (44.). Zuvor rettete Peters gegen Fabio Pfohl und in Unterzahl stand auch die Iserlohner „Box“ sicher (47.). Umso ärgerlicher dann der Ausgleich: Akeson hielt von Rechts einfach mal drauf, Sutter fälschte die Scheibe ab. Kurz darauf krümmte sich Halmo vor Schmerzen, Tiffels leistete sich einen Stockstich gegen den robusten Kanadier und kassierte eine Spieldauerstrafe. Köln drückte in Unterzahl auf die Entscheidung. Findlay stoppte ein Hanowski-Solo regelwidrig (58.).

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