Basketball

Kangaroos haben im letzten Viertel zu wenig zuzusetzen

Malte Schwarz gehörte bei der Niederlage der Iserlohn Kangaroos in Dresden zu den stärksten Akteuren der Gäste.

Malte Schwarz gehörte bei der Niederlage der Iserlohn Kangaroos in Dresden zu den stärksten Akteuren der Gäste.

Foto: Michael May

Dresden.  Mehrere Führungen in Dresden reichen nicht zum erhofften Auswärtssieg. Zu hohe Fehlerquote ärgert Coach Milos Stankovic.

Nach der dritten Niederlage im dritten Auswärtsspiel der Saison beim Tabellennachbarn in Dresden dümpeln die ProB-Basketballer der Iserlohn Kangaroos nach fünf Spieltagen im unteren Mittelfeld der Nordstaffel dahin. Auch bei den Sachsen gab die Mannschaft die Partie in der Schlussphase aus der Hand.


2. Basketball-Bundesliga ProB Nord: Dresden Titans - Iserlohn Kangaroos 82:74 (21:18/37:38/55:56). So langsam scheint es bei den Waldstädtern so etwas wie ein verflixtes viertes Viertel zu geben. In Schwelm, Bernau und jetzt auch in Dresden schwächelte das Team und kehrte einmal mehr mit leeren Händen zurück. Dabei hätte wohl ein wenig mehr Konzentration in allen Bereichen ausgereicht, um den Erfolg der Gastgeber, die ihrerseits von einem Arbeitssieg sprachen, zu verhindern.

Auch ohne Chris Frazier, der seinen lädierten Arm schonte und nur für Notfälle auf der Bank saß, erwischten die Gäste einen durchwachsenen Start, waren aber stets auf Augenhöhe. Besser lief es im zweiten Abschnitt, als die Gäste zwischenzeitlich auf zehn Punkte davonziehen konnten. Doch dieser Vorsprung ließ sich weder ausbauen noch verteidigen, weil den Kangaroos zu viele Fehler unterliefen. Das galt vor allem für die Defensive und beim Rebound, wo man mit Palm und Voigtmann große Probleme hatte. Zudem erwischte Meister große Momente und „streute“ drei Dreier ein, die dafür verantwortlich waren, dass die Hausherren bis zur Pause wieder herankamen.

Herausgespielte Vorsprünge waren schnell wieder dahin

Somit ging es knapp weiter, und auch eine letzte gute Phase der Iserlohner verebbte nach gleichem Muster. Hier führte das Team mit sieben Zählern, musste die Gastgeber aber wieder herankommen lassen.

Im letzten Abschnitt bekamen die Dresdener schließlich Oberwasser. Schon nach nicht einmal zwei Minuten hatten die Kangaroos bereits die Mannschaftsfoul-Grenze erreicht. Zu allem Überfluss kassierte Elijah Allen zu diesem frühen Zeitpunkt sein fünftes Foul und musste auf die Bank. Trotz dieser Schwächung wehrten sich die Gäste, die nur ein knappes Drittel der Freiwürfe erhielten, die den Titans zugesprochen wurden. Da beide Mannschaften von der Freiwurflinie hochprozentig trafen, kamen die Sachsen zu 16 Punkten mehr aus diesem Bereich – ein letztlich zu dickes Brett für die Mannschaft von Cheftrainer Milos Stankovic.

Der durfte bis zum 70:68 noch Hoffnung schöpfen, auch wenn Dresden hier nach einem unsportlichen Foul zwei Freiwürfe plus Einwurf zugesprochen bekam. Die Hausherren verwarfen beide Versuche und verursachten beim Einwurf einen Ballverlust. Doch den eigenen Angriff ließ Iserlohn ungenutzt, so dass der von der großen Kulisse nach vorne gepeitschte Gegner nun das bessere Ende für sich hatte und mit einem 12:6-Lauf letzte Zweifel am Sieger der Partie ausräumte.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben