Eishockey

Jason O’Leary will effektive Roosters sehen

Mit vereinten Kräften kämpfen: Für die Roosters geht es jetzt richtig zur Sache.

Mit vereinten Kräften kämpfen: Für die Roosters geht es jetzt richtig zur Sache.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Der Trainer hat klare Vorstellungen, wie in Köln gespielt werden soll. Mit Kapitan Raymond und Torwart Peters

„Es ist unser erstes Spiel, bei einem Favoriten, vor vielen Zuschauern. Natürlich bin auch ich etwas aufgeregt.“ Roosters-Trainer Jason O’Leary gewährte gleich zu Beginn der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag Einblicke in seine Gefühlslage. Bange ist ihm vor der schwierigen Aufgabe beim Titelanwärter Kölner Haie aber nicht. Er will nicht sehen, dass seine Mannschaft versucht schön zu spielen. Effektiv soll sie agieren und vor allem in der Defensive stabil stehen. „Sollen sich die Kölner doch 60 Minuten lang in unserem Drittel aufhalten. Solange die kein Tor schießen, haben wir alles richtig gemacht.“

Wenn das so laufen soll, wird sich seine Mannschaft gegenüber der missglückten Generalprobe (1:5) gegen Wolfsburg in allen Bereichen steigern müssen. „Mehr Kommunikation, besseres Boxplay, besseres Powerplay“, fordert O’Leary. „Dazu brauchen wir die beste Leistung von jedem einzelnen Spieler. Die wissen selber, dass sie gegen Wolfsburg schwach waren.“ Das alles sei angesprochen worden, ohne dass die Wände gewackelt hätten. „Was würde es bringen, wenn ich in solchen Situationen die Tische umtrete?“

Nur in groben Zügen wollte der Trainer preisgeben, welches Gesicht das Team am Rhein haben wird. Das Rennen um den Platz im Tor hat Anthony Peters gemacht – vorläufig. „Er fängt an, dann schauen wir weiter“, sagt O’Leary im Beisein von Manager Christian Hommel, der betonte, dass diese Entscheidung keineswegs in Stein gemeißelt ist. O’Leary: „Wir haben Vertrauen in beide Torhüter, aber das brauchen auch die Spieler.“ Völlig ausgeschlossen ist es nicht, dass Andreas Jenike am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen die Straubing Tigers im Tor stehen darf. Aber auf den Heimauftakt wollte der Trainer noch nicht näher eingehen. „Erstmal bin ich nur auf Köln fokussiert“, begründete er.

Eine zweite Entscheidung ist gefallen: Kapitän des Teams wird Rückkehrer Bobby Raymond sein. Er ist von seinen Mitspielern gewählt worden. Mit dem Votum kann auch das Trainerteam prima leben, schließlich verkörpere Raymond alles, was einen guten Kapitän ausmacht: „Er ist konstant in seinen Leistungen, er ist intelligent, er hat Führungsqualitäten. Er bringt als harter Arbeiter, als echter Profi, der er auch außerhalb der Halle ist, alles mit, womit wir uns identifizieren. Und seine Ansprachen sind ruhig und direkt.“ Das „A“ bekommen Jens Baxmann und Marko Friedrich auf ihr Trikot. Friedrich wird die ersten beiden Spiele allerdings verpassen, auch Daine Todd ist noch nicht wieder einsatzbereit. Dafür gehört Mike Halmo wieder zum Kader.

Allein auf den Schultern des Kapitäns und seiner beiden Assistenten soll die Verantwortung aber nicht liegen. „Auch jüngere Spieler müssen da sein“, sagt Jason O’Leary.

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