Eishockey

Gegen Tilburg will O’Leary Leistung sehen

Die Roosters sind in  Heerenveen nicht nur auf dem Eis aktiv.

Die Roosters sind in Heerenveen nicht nur auf dem Eis aktiv.

Foto: Privat

Heerenveen/Iserlohn.  In Heerenveen läuft für die Roosters bisher alles nach Plan. Lob für gute Rahmenbedingungen.

„Es läuft alles super hier, aber jetzt wird es Zeit, dass wir spielen.“ Für Jason O’Leary, den Coach der Iserlohn Roosters, ist es ganz typisch, dass auch in dieser Phase der Vorbereitung die Leistung auf dem Eis über allem steht. Seit Mittwochabend weilen die Sauerländer im niederländischen Heerenveen, wo an diesem Samstag der Thialf-Cup in der rund 3500 Besucher fassenden Arena eröffnet wird. Um 17 Uhr tritt der DEL-Klub gegen die Tilburg Trappers an, die in den letzten vier Jahren in der deutschen Oberliga jeweils das Finale erreichten und in der abgelaufenen Serie nur knapp dem DEL2-Aufsteiger EV Landshut den Vortritt lassen mussten. Wartet mit den Niederländern also nur ein besserer Sparringspartner auf die Iserlohner?

Der Busfahrer hat auf der Kartbahn die Nase vorn

„In welcher Liga der Gegner spielt, interessiert mich nicht. Wir müssen uns auf unser Spiel fokussieren, nur darum geht es“, sagt O’Leary. Zwei Wochen vor dem Saisonstart sollen die Abläufe weiter automatisiert sein, und der Coach will Aufschlüsse erhalten, wie die Reihen am besten zusammengesetzt werden können. Einen guten Eindruck macht bisher Try-out-Spieler Davis Koch. „Ich bin sehr gespannt, wie er sich im Spiel präsentiert“, sagt der Coach. Ihm war es wichtig, die Tage in Heerenveen auch zum Teambuilding nutzen zu können. Schließlich müssen 17 neue Spieler integriert werden.

Sehr gut kam am Donnerstag der Abstecher auf eine Kart-Bahn an, wo die Eishockey-Profis durchaus Vollgas gaben. Die besten Zeiten legte aber ihr Busfahrer hin, der allerdings auch über Tourenwagenerfahrung verfügt. Etwas ruhiger ging es dagegen am Freitag beim Billard zu.

Mit den Gegebenheiten vor Ort zeigten sich die Sauerländer sehr zufrieden. Das Hotel ist an einem kleinen See mit Sandstrand gelegen, verfügt über eine große Terrasse, so dass bei dem schönen Wetter durchaus Urlaubsgefühle aufkommen können. Keine Kritik gab es an der Verpflegung, und dass die Trainingsbedingungen in einem der weltgrößten Eisschnelllauf-Leistungszentren sehr gut sind, überraschte nicht.

Neben den Übungseinheiten auf dem Eis ging es wie daheim auch stets in den Kraftraum, und Mitarbeiter des Partners B2B leiteten die Cracks an. Deren gewissenhafte Arbeit und Disziplin wird gelobt, und was sie können, wollen sie nun am Wochenende dem Publikum in ihren beiden Turnierspielen zeigen.

Einen Sieg gegen Tilburg vorausgesetzt, steigt am Sonntag um 17 Uhr das Finale gegen Bremerhaven oder Krefeld. Ob die Halle dann einigermaßen gefüllt sein wird, ist zweifelhaft. Bisher läuft der Kartenverkauf eher schleppend, und Tickets gibt es auch nur im Online-Verkauf. Eine Kasse wird an den beiden Spieltagen nicht geöffnet, was Spontanreisende aus dem Sauerland beachten sollten.

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