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FC Iserlohn früh im Abstiegskampf

Der FC Iserlohn verlor mit 0:1 gegen den DSC Wanne-Eickel.

Der FC Iserlohn verlor mit 0:1 gegen den DSC Wanne-Eickel.

Foto: Michael May

Iserlohn.  FCI-Trainer Plechaty ist nach 0:1-Heimpleite gegen DSC Wanne-Eickel sauer auf den Schiedsrichter.

Der FC Iserlohn nistet sich in der Tabelle dort ein, wo er eigentlich trotz des personellen Umbruchs nicht stehen wollte - im Keller. Nach der mittlerweile fünften Saisonniederlage hat für den Vorletzten endgültig der Abstiegskampf begonnen. Da erscheint es wenig sinnvoll, einen Torjäger und Führungsspieler aus der Startelf zu verdammen.


Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - DSC Wanne-Eickel 0:1 (0:1). Wie schon zuvor in Schüren verfolgte Lukas Lenz zunächst erneut von der Ersatzbank die Partie. Aus seiner Enttäuschung darüber macht er keinen Hehl. „Ich habe in fünf Jahren fast 100 Tore geschossen und spiele urplötzlich keine Rolle mehr. Natürlich bin ich nicht zufrieden. Ich hätte etwas mehr Vertrauen erwartet.“

„Ich habe drei ganz klare Elfmeter für uns gesehen“

Er akzeptiert zwar diese Entscheidung, doch ohne Lenz ist die Offensive der Iserlohner keineswegs schlagkräftiger. Auch gegen Wanne-Eickel wurden wieder besten Chancen versiebt, mitunter sogar kläglich. „Den einen oder anderen Ball muss man schon über die Linie drücken“, ärgerte sich Trainer Mario Plechaty über die Abschlussschwäche seiner offensichtlich völlig verunsicherten Mannschaft. Noch mehr allerdings trieb ihm der Schiedsrichter die Zornesröte ins Gesicht: „Ich habe drei ganz klare Elfmeter für uns gesehen.“ In allen Fällen blieb die Pfeife von David Ciha stumm. Im ersten Durchgang wurden Michel Schaulandt und Omar Jessey ungestraft von den Beinen geholt. im zweiten kurz vor Schluss abermals Jessey. „Da haben wir schon etwas Glück gehabt“, gestand selbst Wanne-Eickels Coach Sebastian Westerhoff.

Die Iserlohner begannen gut, vergaben aber gleich in der Anfangsphase gute Möglichkeiten durch Sebastian Schmerbeck und Ralf Schneider. Stattdessen fiel der Treffer auf der anderen Seite. Schneider, der in der Viererkette als linker Verteidiger agierte, weil er auf der vermeintlich schwächere Seite der Gäste so besser das eigene Spiel ankurbeln sollte, rempelte seinen Gegenspieler. Der durchaus fragwürdige Freistoß, lang auf den zweiten Pfosten gezogen, bescherte Wanne-Eickel das frühe Siegtor durch Erik Schäfer (14.).

Danach wirkte der FCI geschockt. Lange war von den Gastgebern, die Glück bei einem Lattentreffer hatten, nichts zu sehen, weil weder Serafettin Sarisoy noch Ufuk Ekincier im Zentrum Akzente setzen konnten. Etliche Fehlpässe prägten das Spiel der Iserlohner, die erst gegen Ende der ersten Halbzeit wieder besser wurden und durch Schmerbeck den Ausgleich vergaben. Nach der Pause stemmte sich der FCI gegen die drohende Niederlage und machte endlich Druck. Doch Ekincier, Jessey, Lenz und Anjo Wilmanns ließen weiter beste Chancen liegen.

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