Rollhockey

Ein Dämpfer für die Seriensiegerinnen

Beim Supercup traf Franziska Neubert zweimal für die ERGI ins Schwarze.

Beim Supercup traf Franziska Neubert zweimal für die ERGI ins Schwarze.

Foto: Michael May

Herringen/Iserlohn.  Die Rollhockey-Damen der ERGI scheitern im Supercup an Remscheid, aber Maren Wichardt ist dennoch zufrieden.

Die Seriensiegerinnen hat es erwischt! Die Rollhockey-Damen der ERG Iserlohn, als Meister und Pokalsieger beim Supercup in Herringen an den Start gegangen, verloren das Finale gegen die IGR Remscheid mit 3:5. „Die Niederlage ist heilsam und wird alle wachrütteln. Ich bin sicher, dass wir Lehren daraus ziehen“, meinte Spielertrainerin Maren Wichardt. Und zum Stellenwert dieses Turniers: „Wenn man den Supercup gewinnt, freut man sich. Wenn man verliert, ist es auch in Ordnung.“

Halbfinale: ERG Iserlohn - SC Bison Calenberg 9:4 (4:3). „Mit der Leistung war ich insgesamt zufrieden, denn so viele Trainingseinheiten haben wir in dieser Vorbereitung noch nicht absolviert“, meinte Wichardt. Sie musste auf Urlauberin Katharina Neubert verzichten, konnte aber auf eine durchaus überzeugende Debütantin Simone Firll bauen. „Wenn man bedenkt, dass sie am Freitag das erste Mal mit uns trainiert hat, war das schon vielversprechend.“ Ganz am Ende bekam auch Nachwuchsspielerin Greta Saure einige Einsatzminuten.

Nach fünftem ERGI-Treffer bricht Calenberg ein

Lane Zeit wurde das Duell auf Augenhöhe ausgetragen. Maren Wichardt ging eindrucksvoll voran und traf für ihre Mannschaft vor der Pause viermal. Nach ihren ersten drei Toren (1., 9., 15.) verkürzte Calenberg, und nach dem 4:1 (17.) schlug es bis zur Pause noch zweimal im Iserlohner Gehäuse ein. „Wir haben zwar unnötige Gegentore kassiert, unter dem Strich aber ganz gut gestanden“, resümierte Maren Wichardt. In die gewünschte Richtung ging diese Partie erst mit dem fünften Treffer, den Firll erzielte (37.). Danach brach Calenberg ein und geriet durch die weiteren ERGI-Tore durch Firll (39., 40.) sowie Franziska Neubert (43., 47.) mit 3:9 ins Hintertreffen. „Am Ende haben wir allerdings etwas zu deutlich gewonnen,“ räumte Wichardt ein.

Das zweite Halbfinale gewann Remscheid 7:3 gegen Cronenberg.

Finale: ERG Iserlohn - IGR Remscheid 3:5 (1:3). „Natürlich wollten wir wieder gewinnen, aber es sollte nicht sein“, meinte Maren Wichardt, die nach dem Spiel auch Selbstkritik übte. „Ich wollte beide Torhüterinnen einsetzen, und das war ein Fehler. Denn Jessica Ehlert sah schon im Halbfinale nicht so gut aus.“ Dennoch stand sie im ersten Durchgang zwischen den Pfosten und kassierte drei Treffer (13., 15. 16.). Maren Wichardt verkürzte vor der Pause (19.), und Svenja Runge (26.) brachte den Titelverteidiger endgültig heran.

„Da haben wir wir gut gespielt, aus den vielen Chancen aber zu wenig gemacht“, sagte Wichardt. Und weiter: „Nach den paar Tagen Vorbereitung fehlt die Sicherheit.“ So legte Remscheid den vierten Treffer nach, und hatte auch nach Wichardts 3:4 (37.) die passende Antwort parat.

„Unter dem Strich bin ich mit der Vorstellung an diesem Wochenende nicht unzufrieden. Jetzt werden wir intensiv arbeiten, um in zwei Wochen zum Meisterschaftsstart ein gutes Stück weiter zu sein“, betonte die Spielertrainerin.

Auf der Tribüne in Herringen saß auch Ex-Bundestrainer Quim Puigvert, dessen Rollhockey-Zukunft weiter unklar ist. Als Coach der Iserlohnerinnen wird er künftig aber nicht mehr fungieren.

ERGI: Ehlert, Behrens; Wichardt, F. Neubert, Runge, Ohligschläger, Firll, Saure.

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