Eishockey

Der Lohn für Leidenschaft und Siegeswillen

Die Iserlohn Roosters landeten einen verdienten Sieg gegen die Düsseldorfer EG.

Die Iserlohn Roosters landeten einen verdienten Sieg gegen die Düsseldorfer EG.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Starke Roosters triumphieren verdientermaßen im Westderby gegen die DEG. Turbulente Schlussphase

Wenn sie nur etwas früher damit begonnen hätten, solche Leistungen zu zeigen. Es dürfte vor den letzten vier Spielen tatsächlich noch einmal gerechnet werden. Die Roosters triumphierten absolut verdient im Westderby, weil sie mit Leidenschaft, taktischer Disziplin und enormem Siegeswillen spielten. Und dafür durften sie die Ovationen des hoch zufriedenen Publikums genießen, das für manche Entbehrung in dieser Saison entschädigt wurde.


Iserlohner Roosters - Düsseldorfer EG 4:2 (0:0, 1:1, 3:1). Die einen mit gestärktem Selbstvertrauen nach dem Sieg gegen Nürnberg, die anderen mit echten Zielen im Schlussspurt. Denn während die Roosters nur noch um gebührendem Abstand zum Tabellenende bemüht sein können, kämpft Düsseldorf um die Top-vier-Platzierung. Doch das erste Drittel gehörte den Hausherren, die ein flottes Tempo anschlugen, gut kombinierten und sich zielstrebig in gute Abschlusspositionen brachten. Aber dann haperte es regelmäßig an Konsequenz und Durchsetzungsvermögen.

Im zweiten Drittel nimmt die Partie richtig Fahrt auf

Ein paar vielversprechende Chancen gab es, für Florek gleich zu Beginn und Caporusso im ersten Powerplay (12.), aber die prickelnden Torszenen waren überschaubar. Was auch für die Gegenseite galt. Denn die Iserlohner verteidigten konzentriert, und wenn der Puck durch kam, war Niko Hovinen auf dem Posten. Ein ansehnliches erstes Drittel war es ohne Zweifel, aber es fehlten eben die Tore. Das änderte sich nach der Pause blitzartig. Im Düsseldorfer Powerplay wurde Mc Kiernans Schuss noch abgeblockt, doch dann donnerte Gogulla die Scheibe in den Winkel. Sie sprang so schnell wieder aus dem Tor, dass die Schiedsrichter zur Sicherheit das Video studierten. 31 Sekunden nach Wiederbeginn führte die DEG, aber das brachte die Hausherren nicht aus dem Konzept. Orendorz zieht ab, Keeper Niederberger lässt die Scheibe abprallen, und Justin Florek ist zur Stelle.

Ausgleich nach 23 Minuten, und danach nahm die Partie richtig Fahrt auf. Es ging in den Zweikämpfen entschlossener zur Sache, auch die Gäste legten zu und produzierten erstmals Drangperioden. Aber die Roosters hielten gut dagegen. Das Tempo blieb hoch, und weil mehr Härte in die Zweikämpfe gelegt wurde, durften sich beide Seiten regelmäßig im Powerplay versuchen. Tore fielen nicht, aber die Roosters waren dicht dran. So bei Schmidts Lattenschuss (29.), dann durch Bergmann und Camara (35.). Unter dem Strich ging der Gleichstand zur zweiten Pause in dieser intensiven Partie in Ordnung.

Und in der wollten die Sauerländer im letzten Drittel den Sieg mehr. Sie starteten mit viel Elan und hatten nach 44 Minuten die Riesenchance zur Führung. Scheibenverlust Düsseldorf, Julian Lautenschlager startet durch und wird von Keeper Niederberger von den Beinen geholt. Penalty - aber Lautenschlager verzieht. Doch die Hausherren s blieben am Drücker.

Bergmanns Powerplaytor sorgt für die Entscheidung

Sie holten sich oft die Scheibe in der neutralen Zone, starteten gute Konter, aber es fehlte die Präzision und die letzte Konsequenz im Abschluss. Weidner und Yeo hätten mehr aus ihren guten Chancen machen müssen, ebenso Martinovic nach Matsumotos Vorarbeit. Dann übernahm es der Topscorer selbst. Dicht vor dem Tor angelte er sich die Scheibe aus der Luft und legte sie sich maßgerecht auf den Schläger. Das 2:1 war verdient, denn die Roosters waren bessere Mannschaft.Und die ließ nicht locker und drehte mit den immer lautstärker anfeuernden Fans im Rücken richtig auf. Eine Strafe gegen die DEG spielte Iserlohn knapp sechs Minuten vor dem Ende in die Karten, und Lean Bergmann machte mit seinem 3:1 fast schon den Deckel drauf.

Die Gäste mühten sich natürlich um den Anschluss, nahmen Niederberger vom Eis, doch eine erneute Strafe zwei Minuten vor Schluss raubte ihnen alle Hoffnungen. Anhaltender Applaus von den Rängen leitete die Roosters durch die letzte Minute, und es war nur ein Schönheitsfehler, dass Gogulla 27 Sekunden vor dem Ende traf. Denn das DEG-Tor blieb natürlich leer, und genau dort landete zwölf Sekunden nach dem 3:2 der von Justin Florek abgefeuerte Puck. Und damit durfte endgültig ein „oh, wie ist das schön“ angestimmt werden.

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