Fussball - Oberliga Westfalen

„Zu Null“ ist ein Teilziel von Westfalia Herne gegen Rhynern

Überzeugt bisher mit starken Leistungen, nicht nur wegen seines Freistoßtreffers zur Herner 1:0-Führung in Ennepetal: Nico Pulver (li.).

Überzeugt bisher mit starken Leistungen, nicht nur wegen seines Freistoßtreffers zur Herner 1:0-Führung in Ennepetal: Nico Pulver (li.).

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services

Der erste Saisonsieg ist gelungen, jetzt will Oberligist SC Westfalia Herne „dran bleiben“. Am Sonntag ist der SV Westfalia Rhynern zu Gast.

Das steht ja immer noch an zum Wochenanfang: noch mal auf das Spiel vom Wochenende zurückzublicken. Die Oberliga-Fußballer des SC Westfalia Herne haben das diesmal ebenfalls wieder gemacht, aber es fühlte sich naturgemäß ganz anders an als in den Wochen zuvor. Mit dem 2:1 beim TuS Ennepetal ist der erste Saisonsieg geschafft.

Vor dem nächsten Heimspiel am Sonntag (15.15 Uhr, Stadion am Schloss) gegen den SV Westfalia Rhynern blickt Trainer Christian Knappmann noch einmal in gebotener Kürze auf dieses letzte Spiel zurück.

Die Woche macht einfach mehr Spaß

Die Tage nach einem Sieg, so Knappmann, fühlten sich gleich viel besser an, und für die Arbeit auf dem Platz bedeutete das: „So eine Woche macht dann einfach mehr Spaß.“

Außerdem: „Das war von uns ein Ausrufezeichen beim vorherigen Spitzenreiter, das uns vorher niemand zugetraut hatte.“

Übermütig wolle jetzt keiner werden, sagt der Herner Trainer, aber anderseits: „Bis auf die ersten Plätze sind es nur acht Punkte Rückstand.“ Daraus folgt erst mal, ganz einfach: „Wir wollen jetzt dran bleiben. Wenn wir das schaffen, dann können wir auch eine Aufbruchsstimmung im Umfeld erzeigen.“

Starke Defensive hat gut getan

Gerade im Spiel gegen den SV Westfalia Rhynern, den Tabellenfünften, der für Knappmann zu den Spitzenteams der Liga zählt. Der Gegner am Sonntag spielt einen anderen Ball als der TuS Ennepetal. „Rhynern wird anders“, sagt Knappmann. „Das ist bisher unser stärkster Gegner auf dem Papier.“ Die Westfalia werde selbst allerdings nichts ändern.

Denn die Herner haben sich zwar noch über den 1:2-Anschlusstreffer geärgert. Aber insgesamt habe die defensiv starke Leistung gut getan. Unter anderem auch dadurch, dass auf den Außenpositionen mit Enes Schick und Kerem Sengün zwei Spieler viele Meter extra auch in die eigene Hälfte hinein machten.

Für den Moment soll die Idee der filigraneren Offensive etwas in den Hintergrund rücken. Allerdings: „Das kann auch wieder anders sein“, so Knappmann. „Und zwar dann, wenn sie wieder eine neue Selbstverständlichkeit hat.“

Detailarbeit für den langen Ball

Aus einer sicheren Defensive war dann auch in Ennepetal das Spiel über den langen/den zweiten Ball erfolgreich.

Für Knappmann ist das alles andere als „planlos“: „Auch das erfordert Detailarbeit.“ Auch wenn die Fachlektüre dazu wenig hergebe für Teams, die’s selbst so spielen wollen.

Auf Michael Smykacz (Sprunggelenksverletzung) muss die Westfalia weiterhin verzichten, Darius Stawski, der Torschütze zur 2:0-Führung in Ennepetal, hatte zuletzt muskuläre Probleme. Zu den längerfristigen Ausfällen zählt seit dieser Woche allerdings Caspar Biebersdorf. Er habe gut trainiert, sagt sein Trainer, aber wegen eines Muskelbündelrisses werde er gut sechs Wochen ausfallen, so Christian Knappmann.

„Zu Null“ als Teilziel fürs Spiel gegen Rhynern

Eine Etappe fürs Rhynern-Spiel gibt Hernes Trainer schon mal aus: „Dass wir aus dem Spiel zu Null raus gehen, das wird für uns ein Teilziel für Sonntag“, sagt Christian Knappmann.

Wenn’s eine weitere spaßigere Woche werden soll, wäre das schon mal die allererste Voraussetzung.