Fußball

Westfalia Herne: Tribüne wird vorerst nicht saniert

Wird vorerst nicht saniert: die Tribüne der real-Arena, der Spielstätte des SC Westfalia Herne.

Wird vorerst nicht saniert: die Tribüne der real-Arena, der Spielstätte des SC Westfalia Herne.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

In den Sommermonaten sollte die Tribüne der real-Arena, der Spielstätte des SC Westfalia Herne, saniert werden. Daraus wird vorerst nichts.

Der Ball hat Pause, die Arbeit der Fußballvereine spielt sich zurzeit abseits der Plätze ab. Auch beim SC Westfalia Herne. Bis auf eine Position sei der Fußball-Oberligist erst einmal durch mit seinen Planungen des Kaders für die neue Saison, sagt der Sportliche Leiter Tim Eibold. Aber in den kommenden Wochen ist auch Anpacken der Herner selbst angesagt, Eibold hat schon via Facebook die Werbetrommel gerührt. Ein Vorhaben allerdings, das für die Sommermonate vorgesehen war, ist erst mal abgeblasen: die Tribüne der real-Arena, des Stadions am Schloss Strünkede, wird nicht saniert.

Die Arbeiten sind ausgeschrieben worden, für die Sanierung der Tribüne, die Arbeiten an den Trägern, an der Dachabdeckung, von der auch Asbestelemente entsorgt werden müssten. Westfalia-Vorsitzender Uwe Heinecke hatte zuletzt noch beim Info-Abend im „Tilkowski“ angekündigt, die Arbeiten sollten von Juni bis Anfang September stattfinden.

Angebote kommen aus finanziellen Gründen nicht in Frage

Die Angebote allerdings, die auf die Ausschreibung hin gekommen sind, die kommen für die Stadt Herne nicht in Frage.

Hierbei geht es ums Geld. So sagt Christoph Hüsken, Sprecher der Stadt Herne: „Die Angebote lagen deutlich über dem, was die Experten für die Arbeiten geschätzt haben.“ Laut öffentlicher Vorlage seien dafür 525 000 Euro veranschlagt worden, der größte Teil davon, 90 Prozent, soll durch Fördermittel abgedeckt werden: „Die Kosten in den Angeboten lagen aber deutlich darüber“, so Hüsken.

So hat man sich in der Verwaltung entschieden: „Wir müssen die Situation neu bewerten, werden Anfang Juli beraten, wie wir weiter vorgehen.“

Gespräche mit Verein, Politik und Verwaltung

Dies werde in Gesprächen mit dem Verein SC Westfalia Herne und mit Vertretern aus Verwaltung und Politik geschehen. Dass die Westfalia, wie in der Saison 2017/2018, wegen Baumaßnahmen Heimspiele noch einmal an einem anderen Ort austragen muss, das soll auf jeden Fall vermieden werden: „Wir streben natürlich an, dass solch eine Situation nicht noch einmal eintritt“, so Hüsken.

Tim Eibold, der Sportliche Leiter der Westfalia, kann den Standpunkt der Stadtverwaltung nachvollziehen: „Das ist schade, weil das Stadion noch mehr zum Schmuckkästchen geworden wäre, aber der Ansatz der Stadt ist verständlich. Wir müssen jetzt abwarten, welche Möglichkeiten es gibt.“

Helfende Hände für Arbeiten in Eigenregie gesucht

Der Verein selbst hat sich für die Sommermonate einiges vorgenommen, nachdem die Planungen für den Kader weitgehend beendet sind. Gesucht werde noch ein dritter Torwart, so Eibold, zu Ricardo Seifried und Lukas Jacob.

In den Sozialen Medien ist Tim Eibold nun auf der Suche nach helfenden Hände für die Arbeiten, die der Verein in Eigenregie übernehmen kann. Unkraut auf den Stehrängen entfernen, Hilfe beim Renovieren der Kabine der ersten Mannschaft, beim Streichen oder mit einer Runde durch die real-Arena mit der Heckenschere. Als Lohn winken Bier und Bratwurst – das ist ein Angebot, das man wohl nicht so leicht ausschlagen kann.