Eishockey - Oberliga Nord

Topspiele für den Herner EV gegen Tilburg und in Leipzig

Dennis Thielsch (vorn) und seine Herner Teamkollegen treffen in zwei frühen Spitzenspielen dieser Saison auf die Tilburg Trappers und die Icefighters Leipzig.

Dennis Thielsch (vorn) und seine Herner Teamkollegen treffen in zwei frühen Spitzenspielen dieser Saison auf die Tilburg Trappers und die Icefighters Leipzig.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services

Der Herner EV ist in der Oberliga eines von vier Teams ohne Punktverlust. An diesem Wochenende stehen gleich zwei Spitzenspiele an.

In der Oberliga Nord sind nach dem vierten Spieltag noch vier Mannschaften ohne Punktverlust. Das wird sich an diesem Wochenende ändern, wenn der zweitplatzierte Herner EV auf seine unmittelbaren Tabellennachbarn aus Tilburg und Leipzig trifft.

Am Freitag um 20 Uhr empfangen die Grün-Weiß-Roten den dreifachen Oberliga-Champion aus den Niederlanden, der diesmal nach der verlorenen Finalserie gegen Landshut „nur“ als Nordmeister anreist.

Trappers haben fünf Stammspieler verloren

HEV-Trainer Danny Albrecht erwartet die Trappers auch nicht mehr ganz so dominant wie in den Vorjahren, nachdem immerhin fünf ehemalige Stammspieler nicht mehr zum Aufgebot von Trainer Bohuslav Subr gehören.

Dem stehen nur zwei Neuzugänge gegenüber, darunter der Ex-Duisburger Diego Hofland. Auch die Ausländerpositionen ließen die Trappers unbesetzt. Ihre ersten beiden Auswärtsspiele der neuen Saison gewannen die Nordbrabanter in Krefeld und Duisburg jeweils mit 4:2, ohne dabei besonderen Glanz zu versprühen – an ihre individuelle Klasse dürfte aber auch in diesem Jahr auf Dauer kein anderer Oberligist heranreichen.

Bester Saisonstart für den HEV seit sieben Jahren

Nach dem besten Saisonstart seit sieben Jahren gab Danny Albrecht seinen Jungs Anfang der Woche gleich zwei Tage frei. Beim Mittwochstraining war seine Mannschaft dann schon wieder mit Feuereifer bei der Sache.

„Es herrscht ein großer Zusammenhalt im Team und die Moral ist groß. Am letzten Sonntag in Halle lagen wir nach drei Minuten 0:2 hinten, aber dann hat die Mannschaft den Hebel umgelegt und das Spiel umgebogen. Solche Konzentrationsschwächen müssen wir natürlich ablegen. Gerade gegen Tilburg und dann zwei Tage später in Leipzig müssen wir hellwach sein. Wir gehen auf jeden Fall selbstbewusst in das Wochenende.“

Artjom Alexandrov fällt mit einem Knochenbruch aus

Außer dem langzeiterkrankten Julius Bauermeister fehlt jetzt allerdings auch Artjom Alexandrov. Der Neuzugang erlitt bei einem Stockschlag in Halle einen Knochenbruch und fällt bis auf weiteres aus.

„Das ist natürlich bitter für Artjom. Er hat sich bisher toll entwickelt, nun braucht er etwas Geduld“, sagt Danny Albrecht. Über den Einsatz von Förderlizenzspieler Tobias Schmitz wird wie immer kurzfristig entschieden.

Nikolai Tsvetkov ist als Standby-Verteidiger dabei

Ein weiterer Verteidiger trainiert schon seit einiger Zeit beim HEV mit. Während Vater Dmitri Tsvetkov als Nachwuchstrainer an den Gysenberg zurückgekehrt ist, steht nun auch Sohn Nikolai wieder in Herne auf dem Eis.

„Er hilft uns im Training sehr und ist mit großem Einsatz bei der Sache. Er ist Standby-Verteidiger und kann auch beim Spiel eingesetzt werden“, so der HEV-Trainer über den 25-jährigen.

In Leipzig wartet der zurzeit beste Angriff auf die bisher beste Defensive

In Leipzig trifft am Sonntag um 18 Uhr der beste Angriff auf die beste Defensive der Liga. Während sich die Icefighters mit 24 Treffern an die Tabellenspitze schossen und vor allem beim 10:3 in Essen aufhorchen ließen, kassierte der HEV erst ganze fünf Gegentore.

Also gleich das nächste Topspiel, „aber was“, so Danny Albrecht, „ist in dieser Liga eigentlich kein Topspiel?“

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