Handball

Starke Abwehr verhilft Westfalia zum klaren Sieg

Felix Eigenbrodt gehörte beim Sieg in Brechten zu den Impulsgebern im Herner Rückraum.

Felix Eigenbrodt gehörte beim Sieg in Brechten zu den Impulsgebern im Herner Rückraum.

Foto: Klaus Pollkläsener

Mit dem 22:17-Erfolg in Brechten bleiben Westfalia Hernes Landesliga-Handballer dem Spitzenreiter dicht auf den Fersen. Starker Ollesch im Tor.

Der letztlich sichere 22:17 (11:9)-Sieg des HC Westfalia Herne beim TV Brechten ist aufgrund der nicht einfachen Voraussetzungen umso höher zu bewerten. Nachdem die Strünkeder die richtige Formation gefunden hatten, wurde die schwierige Anfangssituation bestens überwunden.

Die 17 Gegentore drücken den starken Auftritt der Defensive eindrucksvoll aus. Trainer Stephan Krebietke zeigte sich hoch zufrieden: „Das war wohl die beste Saisonleistung der Abwehr mit einem starken Daniel Ollesch zwischen den Pfosten. Es ist so wichtig, dass wir in diesem Mannschaftsteil die derzeitigen Angriffsprobleme mehr als ausgleichen konnten. Das erhöht bei erfolglosen eigenen Abschlüssen die Sicherheit. Wir sind immer ruhig geblieben und haben uns nicht verrückt machen lassen.“

Westfalia dreht 3:7-Rückstand um

Das Spiel blieb von Anfang an im ersten Abschnitt wechselhaft. Als der HCW nach seiner 3:2-Führung fünf Serientore ohne eigenen Treffer zum 3:7 kassierte, wusste Westfalia erfolgreich zu kontern. Brechten bekam den erhöhten Widerstand der Herner Defensivabteilung zu spüren, die für die überzeugende 8:2-Torquote zum 11:9-Pausenstand im Wesentlichen verantwortlich war. Daniel Ollesch und seine Vorderleute leisteten ganze Arbeit.

Der kampfstarke Gastgeber ließ sich allerdings zunächst nicht abschütteln und blieb bis zum 14:13 in der 45. Minute auf Schlagdistanz. Innerhalb von vier Minuten konnte Westfalia danach auf 18:13 davonziehen und endgültig die Weichen zum verdienten Erfolg stellen. Diese Tordifferenz hielten die einsatz- und konzentrationsmäßig nie nachlassenden Krebietke-Schützlinge bis zum Spielende ohne noch einmal in Gefahr zu geraten.

Angriff kommt nur selten in den Spielfluss

Im Angriff taten sich die Strünkeder etwas schwer. Der Spielfluss kam nicht so überzeugend in Gang, zumal auch der Gastgeber wenig Raum am Kreis und auf den Außenpositionen ließ. Leichte Torerfolge hielten sich in Grenzen. Im Rückraum gaben abwechselnd Felix Eigenbrodt, Christopher Funke, Alexander Schade und Alexander Rödiger Impulse. Schade und Funke waren mit je vier Treffern die erfolgreichsten Feldtorschützen. Von der Siebenmetermarke traf Fabian Scheunemann bei einem Fehlversuch viermal.

Für das Auge war der spielerische Auftritt der Herner vielleicht nicht das Optimum, die Gesamtleistung aber nötigte Stephan Krebietke höchsten Respekt ab: „Wir haben immer Gas gegeben und durch unsere kompakten, zupackenden Aktionen dem Brechtener Angriff das Leben schwer gemacht.“ Da auch Tabellenführer ATV Dorstfeld beim ASV Hamm III siegreich blieb, geht das Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft weiter. In einer Woche empfangen die Herner Schlusslicht HTV Recklinghausen.

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